Sportpolitik

Lüdenscheid bekommt wieder einen eigenständigen Sportausschuss

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In einer der letzten Sitzungen des eigenständigen Sportausschusses im Jahr 2013 ging es seinerzeit darum, wie man die Bodenschädigungen durch Inline-Skater in der BGL-Halle vermeiden kann.

Lüdenscheid – Eine Legislatur-Periode lang hat es in der Stadt Lüdenscheid keinen eigenständigen Sportausschuss gegeben. Die Fragen des Sports wurden im Rahmen der Arbeit des Schul- und Sportauschusses unter dem Vorsitz des SPD-Ratsherren Jens Voß behandelt. Das wird sich in Zukunft wieder ändern: Der Sport bekommt wieder einen eigenen Fachausschuss im Rat.

„Auf Antrag der CDU ist es dazu gekommen“, sagt Jens Voß, „dass der Sport damit größere Bedeutung bekommen soll, finde ich richtig, damit rennt man bei mir offene Türen ein. Wenn man es richtig anpackt, warum nicht?“ 

Voß erinnert daran, dass der Sportauschuss seinerzeit als eigenständiges Gremium abgeschafft wurde, weil es zuletzt nur noch ein bis zwei Ausschuss-Sitzungen im Jahr gegeben hatte. „Der Gedanke war, dass wir durch die vier bis fünf Sitzungen des Schul- und Sportausschusses mögliche Sportthemen über das ganze Jahr verteilt schneller behandeln können. Und so ist es ja auch geschehen.“ 

Michael Meyer, Vorsitzender des Stadtsportverbandes und CDU-Ratsherr, hat dies gefühlt etwas anders wahrgenommen. „Mir ist der Sport im Schul- und Sportausschuss etwas zu kurz gekommen“, sagt Meyer, „letztlich saß dort immer viel Expertise aus dem Schulbereich.“ Der Sport, so Meyer, sei oft als zehnter Punkt der Tagesordnung ganz am Ende vorgekommen. 

Deshalb freut sich Meyer, der sich gemeinsam mit dem CDU-Ratsherren Michael Dregger sehr für einen wieder eigenständigen Sportausschuss stark gemacht hat, nun auch darüber, dass dieser Sportauschuss zu Stande gekommen ist. „Ich find’s super“, sagt Meyer, „wir haben von der CDU dafür gekämpft, aber am Ende haben letztlich alle diesen Ausschuss gewollt. Sporthallen, Sportplätze, Corona, Bautz-Festival am Nattenberg – wir haben doch genug Themen, die den Sport betreffen. Und wir müssen letztlich auch nicht jede Woche tagen...“ 

SPD ohne Voß, aber mit Thielicke im neuen Ausschuss

15 Mitglieder soll der neue Sportausschuss haben. Wer den Vorsitz übernehmen wird, ist noch offen. Am 16. November tagt der Rat der Stadt Lüdenscheid wieder – dann wird es auch um die Besetzung der 14 Fachausschüsse gehen. Die sind in den Fraktionen wohl intern besprochen, offiziell ist aber noch nichts. Jens Voß, der im letzten Sportausschuss vor gut zehn Jahren noch dabei war, wird dem neuen Sportausschuss nicht angehören. Auf ihn warten andere Aufgaben – mit Michael Thielicke ist die SPD in Sportfragen allerdings auch anders gut aufgestellt. Thielicke gehört wie die CDU-Ratsherren Dregger und Meyer auch zum Vorstand des Lüdenscheider Stadtsportverbandes. Wer den Vorsitz im Sportausschuss übernimmt, ist offiziell ebenfalls noch offen. 

Da sich die SPD besonders um den neuen Umweltausschuss, die CDU dagegen eher für den Sportausschuss stark gemacht hat, dürfte ein CDU-Ratsherr als Vorsitzender des Sportausschusses aber naheliegend sein, zumal die letzten Vorsitzenden der noch eigenständigen Sportausschüsse ebenfalls aus den Reihen der Christdemokraten kamen. Zuletzt hatte Rüdiger König den Sportausschuss geführt, vor ihm war Ingrid Fischer die Vorsitzende des Gremiums gewesen. Mit zeitweilig richtungsweisenden Entscheidungen. In die Fischer-Ära fiel u.a. die Erneuerung der Laufbahn im Nattenberg-Stadion, in die König-Ära die flächendeckende Umrüstung der Fußballplätze von einem Tennenbelag auf Kunstrasen. Entscheidungen mit Strahlkraft für den Sport in der Bergstadt.

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