Beeindruckende Vielfalt bei der Sportlerehrung

Der „Sportler des Jahres 2014“ Florian Kalb (links) mit Laudatorin Helga Poimann vom SSV und LG-Trainer Hanni Riedel.

Lüdenscheid - Einen Vormittag lang gehörte das Bürgerforum am Sonntag dem Lüdenscheider Sport. Zur Sportlerehrung hatte der Stadtsportverband geladen. Und die Resonanz war groß. Die Preise in den Hauptkategorien gingen an die Highlander des LTV 61, die Taekwondoka Tina Neuhaus und den Leichtathleten Florian Kalb.

Von Thomas Machatzke

Bürgermeister Dieter Dzewas betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit des Sports in der Stadt und würdigte die Arbeit des Stadtsportverbandes im gut besuchten Rathaus-Foyer. Das Team des SSV um Vorstandssprecher Michael Meyer hatte mit viel Liebe fürs Detail die Ehrung vorbereitet. Für die sportlichen Auflockerungen sorgten die „NewGymTaKids“ aus der Gymnastik & Tanz-Abteilung der DJK Eintracht Lüdenscheid, die jungen Fechter des LTV 61 und – als Premiere – die Line-Dancer der Longhorn-Stomper.

Im Zentrum des Vormittags aber standen jene Sportler, die das Jahr 2014 in der Bergstadt mit ihren Erfolgen positiv geprägt hatten. So zum Beispiel einmal mehr die Highlander des LTV 61. Mit dem vierten Platz in der Bundesliga-Hauptrunde hatte der Skaterhockey-Erstligist die eigenen Erwartungen bei weitem übertroffen und war im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft nur sehr unglücklich an Augsburg gescheitert. Mit Jonas Mohr, Jonathan Otters, Tim Dominik Seuster und Jiri Svejda hatten immerhin vier Spieler Abteilungsleiter Dr. Stephan Seuster und Trainer Stephan Mayer zur Ehrung begleitet. Keine Selbstverständlichkeit, war das Team doch noch am Samstagabend in Augsburg aktiv gewesen und erst tief in der Nacht zurück in Lüdenscheid gewesen. Die Urkunde überreichte der Ehrenvorsitzende des SSV, Rüdiger König. Der hatte vor allem ein Anliegen. „Ich möchte mit der Mär aufräumen, dass es sich bei den Highlandern um eine Söldner-Truppe handelt – diese Annahme ist so was von falsch“, sagte König und brach eine Lanze für die „Mannschaft des Jahres“.

Lüdenscheider Sportlerehrung 2015

Als „Sportlerin des Jahres“ zeichnete der SSV-Vorsitzende Michael Meyer die Kampfsportlerin Tina Neuhaus (Olympic Taekwondo) aus. Der zweite Platz bei den Deutschen Meisterschaften war das Highlight im Sportjahr 2014 für Neuhaus gewesen, die darüber hinaus aber noch einige wichtige internationale Turniere (Bergisch Open, Park-Pokal Sindelfinden und Internationale NRW-Open) gewonnen hatte. Bis 2009 war Neuhaus in Iserlohn aktiv gewesen, hatte danach eine Pause eingelegt, ihr Abitur gemacht und ein BWL-Studium in Essen begonnen. Durch Zufall fand sie 2012 den Weg nach Lüdenscheid und feierte für die Bergstädter ein tolles Comeback. Die nächsten Ziele von Neuhaus sind die Deutschen Hochschul-Meisterschaften in Esslingen und die Qualifikation für die Europameisterschaft der Studenten.

Die Nadel für Florian Kalb fehlt

Hohe Ziele für 2015 hat sich auch Florian Kalb gesteckt. Der Mittelstreckler von der LG Lüdenscheid will in Jena bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften in den Endlauf über seine Paradestrecke, die 800-Meter. 2014 hatte Kalb über praktisch alle Distanzen von den 100-Metern bis zur Mittelstrecke neue persönliche Bestzeiten aufgestellt. Mit dem siebten Platz bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften und der Verbesserung eines Jahrzehnte alten Kreisrekords über die 800-Meter aber hatte er die Highlights gesetzt, die Helga Poimann aus dem SSV-Vorstand in ihrer Laudatio herausarbeitete. Eine Überraschung hielt Poimann gemeinsam mit Kalbs Trainer Hanni Riedel bereit: Anlässlich der Sportlerehrung sollte Riedel an Kalb, der gerade eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger begonnen hat, im Auftrag des Verbandes die Goldene Ehrennadel des FLVW übergeben. Das Problem: Die Ehrennadel war nicht rechtzeitig angekommen. So blieb es bei der Ankündigung. Florian Kalb nahm das gelassen, freute sich viel lieber über die Auszeichnung zum „Sportler des Jahres 2014“.

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