Sportler als „gute Botschafter unserer Region“

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Die originellen Auftritte von verschiedenen Sportvereinen sorgten für Stimmung auf der Tribüne.

Märkischer Kreis - Horst Hoffmann ist eine Ausnahmeerscheinung. Seit 1948 ist der Iserlohner als Betreuer, Trainer und Jugendwart für den Polizeisportverein Iserlohn aktiv. 74 Jahre im Ehrenamt – für diese herausragende Leistung wurde der 90-Jährige am Freitagabend besonders geehrt und mit einem riesigen Applaus der anderen Gäste belohnt.

Von Hildegard Goor-Schotten

Dabei mussten die sich auch nicht verstecken. Zur Sportlerehrung des Märkischen Kreises waren sie in die Hemberg-Sporthalle nach Iserlohn gekommen, um für ihre besonderen Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet zu werden. Die traditionelle Veranstaltung zeigte erneut, wie vielfältig und erfolgreich die Sportlerszene im Kreis ist. Deutsche, Landes- und Westfalenmeister, Europameister und Teilnehmer /Platzierte bei Weltmeisterschaften begrüßte Landrat Thomas Gemke als „gute Botschafter für unsere Region“. Skisportler, Leichtathleten, Reiter, Turner, Segler, Schwimmer, Kampfsportler, Kartfahrer, Bogen- und Pistolenschützen, Tischtennisspieler und Skaterhockey-Spieler waren unter den 46 besten Einzelsportlern zu finden. Bei den erfolgreichsten 17 Mannschaften kamen noch Tennis, Tanz, Segelfliegen und Rollhockey dazu.

Für ihre unermüdlichen Anstrengungen zur Erlangung der Sportabzeichen wurden neun Männer und Frauen ausgezeichnet, darunter Udo Freund (Lüdenscheid), Gold mit der Zahl 55, Harald Kessler (Meinerzhagen) und Renate Friedrichs (Lüdenscheid), beide Gold mit der Zahl 45 sowie Hans-Peter Hoffmann (Neuenrade) und Karl-Heinz Macher (Lüdenscheid) mit Gold mit der Zahl 40. Neben Horst Hoffmann ehrte Landrat Gemke für ihr ehrenamtliches Engagement Dieter Baukloh, Jens Rodermund, Hans-Hürgen Semler und Andreas Peucker – auch sie allesamt seit mindestens 20 Jahren für den Sport unterwegs.

„Sportler aller Generationen“ begrüßte Thomas Gemke ausdrücklich und verwies damit auf das Motto des Abends, die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Sport. In seiner Rede und in einer kleinen Talkrunde mit dem Vorsitzenden des Kreissportbundes Günther Nülle und Vereinsvertretern sprach der Landrat die Notwendigkeit an, dass sich die Vereine auf die größer werdende Zahl älterer Menschen einstellen müssten: „Wir sollen und müssen das als Chance sehen.“ Den Wunsch, körperlich fit zu bleiben und sich in Gemeinschaft sportlich zu betätigen, ohne Höchstleistungen anzustreben sollten die Vereine für sich nutzen und entsprechende Angebote machen, auch in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Ärzten und Krankenkassen. Dass im Kreis schon einiges in diese Richtung passiert, zeigte nicht nur das Alter vieler Geehrter, sondern auch das Rahmenprogramm des Abends. Die Turbo-Schnecken aus Lüdenscheid brachten alle Generationen - inklusive Landrat - in Bewegung und die „Olden Girls“ vom TuS 06 Dröschede sorgten mit ihren originellen Tanzdarbietungen für allerbeste Stimmung auf der Tribüne.

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