Dreier-Fusion von MTV, TSV und TV StR ist vom Tisch

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Die Vorsitzenden Martin Hammerschmidt (TV StR), Jan Waschke (TSV) und Jan Zanger (MTV, von links) arbeiteten in den vergangenen Jahren auf eine Dreier-Fusion hin. Die aber platzte nach dem Votum der StR-Mitglieder gegen eine Satzungsänderung.

Altena - Sie wollten Traditionen pflegen und trotzdem neue Wege gehen. Nicht alleine, sondern gemeinsam. Gemeinsam mit der Basis, mit den Mitgliedern. Sie wollten einen starken, zukunftsträchtigen Sportverein schaffen, arbeiteten daher lange und vor allem mit vereinten Kräften an einer Sportkooperation, die im Januar 2016 dann auch besiegelt und offiziell auf den Weg gebracht wurde. Auf einen gemeinsamen Weg, der letztlich in einer Fusion münden sollte.

Sie – das sind die Vorstände des TSV Altena, MTV Altena und TV Städtisch-Rahmede. Am Donnerstagabend aber teilten die Vorstände in einem Pressegespräch mit, dass die angestrebte Fusion der drei Vereine vom Tisch und auch die Sportkooperation Altena in diesem Dreier-Verbund beendet ist. Zugleich betonten die Verantwortlichen von TSV (vertreten durch Vorsitzender Jan Waschke und Stellvertreter Henning Marquardt) und MTV (vertreten durch Jan Zanger und Stefan Rohde) in dieser Runde aber ausdrücklich, „das Thema Fusion weiter offensiv anzugehen.“ Allerdings zu zweit. Der TV StR hingegen ist endgültig raus aus den weiteren Fusionsbestrebungen – und zwar aufgrund des Votums der Mitglieder gegen die Satzungsänderung, die eine Fusion mit TSV und MTV deutlich vereinfacht hätte.

Rückblende: Mehrheitlich sprachen sich die Mitglieder des TV Städtisch-Rahmede im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 26. Februar in geheimer Abstimmung gegen die vom Vorstand vorgeschlagene Satzungsänderung aus, die im Kern die Vermögensverhältnisse des Vereins im Rahmen einer Fusion regeln und letztere nicht als Vereinsauflösung bewerten sollte (wir berichteten).

Ein „Ja“ der Basis zur Satzungsänderung aber wäre Grundvoraussetzung für die weitere Erarbeitung einer Fusion hin zu einem Großverein gewesen. So aber wurde dem StR-Vorstand die Grundlage für eine Zusammenarbeit mit TSV und MTV und dem Ziel Fusion entzogen. „Das Nein der Mitglieder zur Satzungsänderung war ein Votum gegen die Fusion. Das werte ich so“, sagte der TV StR-Vorsitzende Martin Hammerschmidt am Donnerstag. Der neue StR-Geschäftsführer Stefan Müller ergänzte, dass es nach der JHV am Breitenhagen einen StR-Vorstandsbeschluss gegeben habe, die Fusionspläne nicht weiter zu verfolgen. Eine Mehrheit im TV StR sehe keine Notwendigkeit einer Fusion. Das habe die Abstimmung gegen die Satzungsänderung gezeigt. Und dieses unmissverständliche Votum der Mitglieder gelte es zu respektieren und akzeptieren.

So sieht es auch Martin Hammerschmidt, der immer pro Fusion gewesen ist. Persönliche Konsequenzen zieht der StR-Vorsitzende nach dem Scheitern der Dreier-Fusion aber nicht und kündigte an, seine Tätigkeit an der Spitze des TV StR weiter fortzusetzen. „Es bleiben ja jetzt genug Hausaufgaben“, betonte Hammerschmidt.

Zu Verstimmungen zwischen TSV, MTV und TV StR führe das Scheitern der Dreier-Fusion nun keineswegs, verkündeten die Verantwortliche aller Seiten am Donnerstag. „Im Gegenteil. Wir haben auf Vorstandsebene immer sehr gut zusammengearbeitet und die Sportkooperation war ein Erfolg. Es gibt keine Gräben, wir gehen im Guten auseinander“, sagte Jan Zanger. Ziel sei es nun, auf Vorstandsebene an einer Zweier-Fusion zwischen MTV und TSV zu arbeiten und dabei weiterhin die Mitglieder mit ins Boot zu holen. Denn im Gegensatz zum TV StR stimmten die TSV-Mitglieder im Rahmen ihrer JHV einer Satzungsänderung zu – und beim MTV taten sich satzungsmäßig erst gar keine Hürden auf. Der Weg für eine Abstimmung über eine Fusion ist in diesen beiden Vereinen also frei.

Mitglieder, egal ob vom TSV, MTV oder TV StR, konnten im Rahmen der Sportkooperation Altena in den vergangenen zwei Jahren die Angebote aller Vereine nutzen. Und Kurse, die im Rahmen dieser Sportkooperation begonnen haben und demnächst erst noch auslaufen, werden weitergeführt, obwohl auch die Sportkooperation am Donnerstag für beendet erklärt wurde. TSV und MTV jedoch werden ihre Zusammenarbeit auch auf dieser Ebene im Hinblick auf eine mögliche Fusion fortführen. Soll heißen: TSV-Mitglieder können Angebote des MTV weiterhin kostenfrei nutzen – und umgekehrt.

Statt „global“, wie es Henning Marquardt formulierte, werde man auch zukünftig „themenbezogener“ mit dem TV Städtisch-Rahmede Altena zusammenarbeiten. Ein sehr gutes Beispiel dafür sei die seit Jahren sehr gut funktionierende LG MTV/Städtisch-Rahmede.

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