Sportförderung

TuS Grünenbaum möchte Immobilie am Kreisch sanieren

Sportplatz Kreisch TuS Grünenbaum
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Aus der Vogelperspektive: Der TuS Grünenbaum möchte mit Hilfe von Fördermitteln seine Immobilie am Kreisch (helles Gebäude links) sanieren.

Halver – Marode Leitungen, ein schlecht gedämmtes Dach und Lüftungsprobleme. Die Liste der Mängel, die der TuS Grünenbaum zu seinen Umkleidekabinen, Sanitäranlagen und Duschen schreiben kann, ist lang. Grund genug, für die Stadt und den Verein, besondere Fördermittel zur Sanierung der Immobilie bei der Bezirksregierung Arnsberg zu beantragen.

Insgesamt 300 000 Euro benötigt der Kreisch-Klub für die Sanierung der Umkleide- und Sanitäranlagen – das hat das Architekturbüro Eicker in einer Kostenschätzung berechnet. „Bei dem Umbau handelt es sich vor allem um eine so genannte energetische Ertüchtigung“, informiert Bürgermeister Michael Brosch beim Ortstermin am Kreisch. Grünenbaum-Jugendleiter Tom Herberg erläutert: „Die entsprechenden Räumlichkeiten sind etwa 40, 50 Jahre alt – und entsprechen einfach nicht mehr den heutigen Standards.“ So kommt es unter anderem zu Schimmelbildung und „Überschwemmungen“ in den Duschen und Kabinen, immer wieder entstehen auch Wasserschäden durch korrodierte Leitungen. Zudem ist das Dach nicht isoliert, und es fehlt eine Abtrennung der Duschbereiche für Jungen- und Mädchenmannschaften.

Eine Sanierung würde nicht nur die aktuellen Probleme beseitigen, sondern auch dafür sorgen, dass die Räume barrierefrei gestaltet sind und der TuS in Zukunft reichlich Energiekosten einspart. „Alleine können wir solch eine Investition aber nicht stemmen“, sagt Herberg. Auch die Stadt kann so tief nicht in den Geldbeutel greifen. Doch Fördermittel könnten den Umbau möglich machen.

Beschlussvorlage für Hauptausschuss und Rat

Grundlage bildet das Sonderprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“, das von Bund und Land im Rahmen der Städtebauförderprogramme aufgelegt wurde. Anders als beim Programm „Moderne Sportstätten 2022“, von dem zuletzt mehrere Halveraner Vereine profitieren konnten (wir berichteten), sind diesmal nur Gemeinden und Gemeindeverbände antragsberechtigt, das Geld darf aber weitergeleitet werden. Sprich: Die Stadt Halver würde den Förderantrag stellen und das Geld im Falle einer Bewilligung an den TuS Grünenbaum weiterreichen. Das Programm sieht vor, dass der Empfänger zehn Prozent der Summe aus Eigenmitteln stemmt und der Antragsteller zehn Prozent bei einer Weiterleitung übernimmt. Bei einer Summe von 300 000 Euro muss der TuS also 30 000 Euro übernehmen. Von den restlichen 270 000 Euro werden 90 Prozent gefördert. Bliebe für die Stadt ein Zuschuss von 27 000 Euro zum Projekt.

Daher gibt es nun eine Beschlussvorlage für den Stadtrat (Sitzung am 22. Februar) und Hauptausschuss (17. Februar), die einen Dringlichkeitsbeschluss vorsieht, um die Mittel im Haushalt für die Sanierung am Kreisch bereit zu stellen. Erst wenn dieser Dringlichkeitsbeschluss im Hauptausschuss beraten wurde und vom Rat genehmigt ist, kann die Förderung offiziell beantragt werden.

Brosch: „Anlage zukunftsfähig machen“

Einen positiven Bescheid aus Arnsberg vorausgesetzt, könnten dann die Arbeiten an den TuS-Gebäuden beginnen: Holzdecken und Elektrik, Wand- und Bodenfliesen, Heizflächen und Rohrleitungen würden dann demontiert und entsprechend im Container landen. Ersetzt würden sie durch einen neuen Estrich mit Duschrinne, neue Fliesen sowie zeitgemäße Heiz- und Sanitärelemente. Dazu soll das Dach energetisch saniert werden und neue, größere Lichtkuppeln für entsprechende Helligkeit in den umgestalteten Räumen sorgen.

Und wenn die Stadt und der Verein im diesjährigen Auswahlverfahren leer ausgehen würden? – „Wir haben nun zumindest einen schlüssigen Plan und eine Kostenschätzung vorliegen. Wir würden es vielleicht kommendes Jahr noch einmal probieren oder nach anderen Fördermöglichkeiten suchen“, sagt Tom Herberg. Auch Bürgermeister Michael Brosch sieht den TuS Grünenbaum mit dem aktuellen Konzept gut aufgestellt und ist sich sicher: „Mit dieser Maßnahme würden wir die Anlage für die kommenden Jahrzehnte zukunftsfähig machen.“

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