Sportentwicklungsplanung in Schalksmühle

Skate- und Bikepark am Jahnplatz?

Schalksmühle Jahnsportplatz Holzhütten Flüchtlinge
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Auf dem Schalksmühler Jahnsportplatz stehen momentan noch die ungenutzten Holzhütten, die einst als Sammelunterkünfte gedacht waren.

Wenn unter 82 Jugendlichen, die sich bisher an der Jugendbefragung im Rahmen der Sportentwicklungsplanung in der Gemeinde Schalksmühle beteiligt haben, gleich neunmal der Wunsch nach einem Skatepark besteht, dazu jeweils dreimal der Wunsch nach einem Bikepark und einem Scooterpark, dann zeigt dies immerhin einen Bedarf auf. 

Schalksmühle - Ein erster Denkanstoß für Projektbegleiter Ronnie Goertz (LSB) und die Schalksmühler, die den Prozess der Sportentwicklung vorantreiben wollen. Die ersten Ergebnisse der weiterhin offenen Jugendbefragung waren ein zentrales Thema des zweiten Sportdialogs mit den Vereinen. In diesmal etwas kleinerer Runde wurde intensiv diskutiert. Mehrfachnennungen bei den Wünschen für das Sport- und Freizeitangebot hatte es in der Befragung zudem für eine MTB-Downhill-Strecke und für Outdoor-Fitnessgeräte gegeben.

Michael Pache von den Hülscheider Schützen sprach für sich als Erkenntnis von einem Wunsch nach Individualisierung, nach Sportangeboten, die nicht an Zeiten und Vereine gebunden sind. Darüber hinaus ergeben sich aber auch vereinzelt Wünsche nach dem, was trivialer, aber in Schalksmühle eben nicht vor Ort anzutreffen ist: Badminton oder Basketball zum Beispiel, auch Rugby oder eine Inlinerstrecke.

Arbeitskreis soll Wünsche weiter verfolgen

Was daraus folgt? Erst einmal nichts Konkretes, eher grundsätzliche Überlegungen. Wird man neue Sporträume benötigen, um diese Wünsche befriedigen zu können – Sporträume über die bekannten Hallen und den Sportplatz Kuhlenhagen hinaus? Könnte der Jahnplatz, auf dem aktuell noch leerstehende Holzhütten, die 2015 für Flüchtlinge aufgebaut worden waren, auf dem alten Tennenplatz stehen, ein Areal werden für die Umsetzung? Könnte hier am Ende gar ein großer, attraktiver Skate-/Bike-/Scooterpark entstehen?

Ein Arbeitskreis, für den sich spontan Imke Druschel (STV), Michael Pache (Schützen), Hans-Jürgen Wagner (TuS Stöcken) und Ralf Strackbein (Kampfsportschule) zur Verfügung stellten, soll diese Fragen weiter verfolgen und nach Antworten suchen. Auch Antworten auf die Frage, welche Rolle die Vereine gerade bei neuen Angeboten spielen können. Welche Sportarten lassen sich in ein Vereinsangebot integrieren? Wo können Vereine dafür womöglich Sportflächen pachten?

Vereine müssen sich besser vernetzen

Einigkeit herrschte in einem Punkt: Die Vereine werden sich für die positive Gestaltung der Sportzukunft der Kommune besser vernetzen müssen, enger zusammenrücken. Klaus-Peter Wiebusch, Vorsitzender des Gemeindesportverbandes, brachte auch ein Kooperationsmodell ins Spiel, nach dem dann Mitglieder eines Vereins auch Angebote eines anderes Vereins nutzen können. Ein reger Austausch, von dem Vereine und Mitglieder profitieren sollen.

Michael Pache sprach in diesem Kontext konkret die Wünsche nach einem Angebot im Blasrohrschießen an. „Im Schützenbund ist dies gerade bei Jüngeren sehr populär“, stellte Pache fest, „aber wir können das im Schießheim praktisch nicht machen, bräuchten eine Halle dafür oder müssten draußen etwas aufziehen.“ Die Halle wurde Pache spontan gerne in Aussicht gestellt. Das Zusammenrücken der Vereine, es ging auch auf dem Videoweg schon recht zügig und unkompliziert. Die eingeschlagene Richtung macht Mut. Auch wenn der Weg im Prozess der Sportentwicklungsplanung noch ein langer sein wird.

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