Fußball

Der TSV Werdohl und die Rolle des Jägers

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Der TSV bejubelte im Topspiel beim VfB Altena einen hart erkämpften 3:1-Erfolg und ist nun Tabellenzweiter.

Sevket Özalp hatte mit einem kniffligen Auswärtsspiel gegen einen starken Gegner gerechnet – und der Sportliche Leiter des TSV Werdohl bekam am Sonntag im Derby beim VfB Altena auch ein kniffliges Auswärtsspiel gegen einen starken Kontrahenten zu sehen. Weil die Werdohler das emotionsgeladene Topspiel im Reineckestadion letztlich mit 3:1 gewannen, rieb sich Özalp die Hände. Der ambitionierte TSV mischt im Kreisoberhaus nun ganz vorne mit und kletterte durch den sechsten Sieg im siebten Spiel auf Rang zwei. Die Altenmühle-Kicker sind jetzt erster Verfolger von Primus RSV Meinerzhagen II, auf den das Team von Trainer Eddie Fatnassi Mitte November treffen wird.

Werdohl - Das Topspiel an der Oststraße aber ist noch Zukunftsmusik für Cakmak, Avdia, Sönmez und Co.. Zunächst gilt es, die bevorstehenden Aufgaben zu meistern und sich möglichst schadlos zu halten. Von den nächsten vier Partien bestreitet der TSV deren drei auf eigenem Platz. Am Sonntag sind die Werdohler gegen den noch sieglosen SV Hellas Lüdenscheid haushoher Favorit, eine Woche später aber dürfte es ähnlich eng werden wie zuletzt in Altena, wenn sich der Tabellendritte TuS Linscheid-Heedfeld in Altenmühle die Ehre gibt. „Wir müssen und wir wollen jetzt nachlegen. Wenn wir gegen Hellas am Sonntag nicht gewinnen, dann war der Sieg in Altena wenig wert“, so Özalp.

Der 44-Jährige, der das Team von Eyüpspor (heute TSV) Werdohl in der Saison 14/15 als Cheftrainer aus der B-Liga ins Kreisoberhaus geführt hatte, sieht die Fatnassi-Elf auf einem guten Weg, den man weitergehen möchte. „Die jungen Spieler in unserem Kader haben sich gut eingefunden. Und wir werden nach und nach immer wieder junge Leute einbauen. So haben wir vom Alter her eine gute Mischung im Team. Jetzt aber gilt es, an Meinerzhagen II dranzubleiben. Wir werden versuchen, dass der Rückstand bis zum Spiel gegen den RSV nicht größer wird. Deswegen müssen wir zusehen, dass wir in den nächsten drei Heimspielen die Maximalausbeute einfahren“, gibt Özalp die Richtung vor.

Der Sportliche Leiter, der Anfang September diesen Posten von Olcay Bulut übernommen hatte, berichtet von einer guten Stimmung innerhalb der Mannschaft, in der bis auf den angeschlagenen „Bubi“ Topcu derzeit alle Akteure fit sind. Auch im Vereinsumfeld sei die Stimmung prächtig, die bisherigen Heimspiele der TSVer waren zudem gut besucht. „100 Zuschauer sind bei unseren Spielen fast immer da. Und es liegt in unserer Hand, dass noch mehr Zuschauer kommen. Denn wenn es sportlich läuft, dann kommen auch mehr Leute zum Platz“, so Özalp, der den Verein insgesamt im Aufwind sieht: „Es packen alle mit an. Momentan macht es richtig Spaß.“

Özalp geht von einem spannenden Vierkampf aus

Mit Blick auf die A-Liga-Tabelle geht Sevket Özalp davon aus, dass das Titelrennen in dieser Saison lange ein ebenso offenes wie spannendes werden wird. „Ich rechne mit einem Vierkampf zwischen Meinerzhagen II, VfB Altena, Linscheid und uns, wobei Meinerzhagen aus meiner Sicht der Favorit ist“, sagt der 44-Jährige, der sich vom eigenen Team in den kommenden Wochen noch eine etwas bessere Verrichtung der Defensivarbeit wünscht. Denn 14 Gegentore in sieben Spielen sind für den Geschmack Özalps ein paar zu viel: „Wir müssen noch kompakter stehen und versuchen, auch mal zu Null zu spielen. Vorne schießen wir zwar immer unsere Tore, hinten kriegen wir aber auch fast immer einen rein. Daran müssen wir arbeiten.“

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