Handball

Sport Union zieht Mannschaft zurück

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Er steht auch nicht mehr zur Verfügung: SUA-Linkshänder Steffen Fischer legt eine Handballpause ein.

Altena – Es ist ein Rückschlag für den Handballsport im Lennetal, insbesondere aber ein weiterer Rückschlag für den Handballstandort Altena: Nach reiflicher Überlegung hat sich der Vorstand der Sport Union Altena dazu entschieden, die in der Kreisliga A beheimatete Herrenmannschaft für die Saison 20/21 vom Spielbetrieb abzumelden.

„Es gibt viele Gründe für diese Entscheidung, die uns nicht leicht gefallen ist. Hauptgrund aber ist der sehr hohe Zeitaufwand bei den Auswärtsspielen im Handballkreis Lenne-Sieg. Dazu haben sehr viele Spieler zukünftig keine Lust mehr. Bis zu sechs, sieben Stunden Zeitaufwand für ein Auswärtsspiel in der A-Kreisliga ist einfach zu viel“, betont Christian Coordt.

Dem Vorsitzenden der Sport Union sind die teils langen Auswärtstouren in Richtung Neunkirchen, Siegen oder Kreuztal schon lange ein Dorn im Auge – und spätestens in der wegen der Pandemie abgebrochenen Spielzeit 19/20 kristallisierte sich im Team der Burgstädter heraus, dass auch für einige Spieler die A-Liga Lenne-Sieg mit den langen Auswärtsfahrten wohl eine wenig attraktive war. „Die Jungs haben Bock auf Handball, aber nicht unter diesen Bedingungen“, sagt Christian Coordt.

Schon früh in der Saison war durchgesickert, dass die Stammkräfte Philip Tonat, Kevin Kern und Julian Scholz die Sport Union nach der Saison verlassen und sich der in der Kreisliga des Kreises Iserlohn-Arnsberg spielenden Zweitvertretung des Letmather TV anschließen werden. Zudem war frühzeitig klar, dass Rückraum-Shooter Steffen Fischer eine Handballpause einlegen würde.

Weil sich dann auch Marvin Scholz, Denny Thaler und Nick Müller für einen Wechsel nach Letmathe entschieden, Torhüter Marvin Kapp sich dem Bezirksligisten TuS Linscheid-Heedfeld anschließen wird und Niklas Coordt kürzer treten möchte, wurde der noch zur Verfügung stehende Kader kleiner und kleiner. Außerdem sei es laut Christian Coordt ungewiss, ob Pascal „Kalle“ Hohage und Marco Moritz nach erlittenen Kreuzbandrissen ihre sportliche Laufbahn fortsetzen werden.

„Bleiben noch acht Spieler übrig, die sich zum Teil in der Ausbildung oder in Schichtarbeit befinden und nur eingeschränkt trainieren können,“, betont Christian Coordt. Im Vorstand sei man sich außerdem einig darüber, keinen hohen finanziellen Aufwand für externe Neuzugänge betreiben zu wollen. „Das möchten wir nicht. Und können das auch nicht“, so Coordt, „dann machen wir erstmal kleiner weiter.“

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