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Corona-Pandemie: Werdohler Vereine kommen mit blauem
Auge davon

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Von: Volker Griese

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Sehr große Sorge bereite dem SSV Werdohl derzeit die Schwimmausbildung. © dpa

Die Werdohler Sportvereine sind bisher offenbar mit einem blauen Auge durch die Corona-Pandemie gekommen. Diesen Eindruck hat der Vorsitzende des Stadtsportverbands Werdohl (SSV), Dr. Richard Müller-Schlotmann, vermittelt, als er in dieser Woche dem Werdohler Sportausschuss einen Überblick gegeben hat.

Werdohl - Er habe zwar nicht zu allen Vereinen Kontakt gehabt, räumte Müller-Schlotmann ein, aber nach seiner Wahrnehmung seien zumindest die finanziellen Auswirkungen nicht so gravierend, dass die Vereine auf Hilfe angewiesen waren. „Ganz zu Anfang hat die FSV Werdohl Finanzhilfen in Anspruch genommen, die anderen Vereine haben die Bedingungen dafür nicht erfüllt“, fasst der SSV-Vorsitzende zusammen. Was den Vereinen definitiv fehle, seien aber Einnahmen aus Veranstaltungen.

„Nur ganz vereinzelt“ habe es auch Mitgliederaustritte gegeben, weil die Vereine ihre Sportangebote in der Pandemie nicht hätten aufrecht erhalten können, berichtete Müller-Schlotmann weiter. Allerdings habe es auch praktisch keine Neuaufnahmen gegeben.

Was den Sportvereinen in der schweren Zeit der Pandemie geholfen habe, sei, dass die Stadt vorübergehend auf die Hallennutzungsgebühren verzichtet habe, „die die Kassen doch sehr belastet“, fand Müller-Schlotmann Dankesworte für eine Entscheidung des Werdohler Stadtrates zugunsten der Vereine. Hilfreich sei auch die Öffnung der Sporthallen während der Herbstferien gewesen.

Der SSV-Vorsitzende gab aber auch Kritik weiter: Ärgerlich sei für einige Vereine gewesen, dass die Turnhalle Köstersberg wegen einer Reparatur der Lüftungsanlage ausgerechnet geschlossen werden musste, als der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden durfte. Die Erklärung, für diese Arbeiten habe die Stadt zuvor keinen Auftragnehmer gefunden, hätten die Vereine nicht nachvollziehen können.

Sehr große Sorge bereite dem SSV derzeit die Schwimmausbildung. Die sei in der Pandemie auf der Strecke geblieben, und jetzt gebe es große Probleme, die Kurse für Nichtschwimmer nachzuholen, schilderte Müller-Schlotmann ein Problem. Das konnten Britta Schwarze (Martin-Luther-Grundschule Ütterlingsen) und Sven Stocks (Albert-Einstein-Gesamtschule) bestätigen: Auch im Schulschwimmen sei einiges aufzuholen, sagten sie. Einigkeit herrschte im Sportausschuss, dass dem außerschulischen Schwimmbetrieb im SV 08 Werdohl und in der DLRG große Bedeutung zukomme.

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