Sport in der Coronakrise

Spannende Ideen für die "Zuhausezeit"

Jonas Ermes liest das von Mario Götze geschriebene Kinderbuch "Marios großer Traum" vor.

Kreisgebiet – Mit vielfältigen sportlichen, sozialen und schulischen Projekten rund um den Fußball hat sich der Rönkhauser Jonas Ermes, Ex-Profitorhüter und Mitglied des Trainerstabs beim Oberligisten RSV Meinerzhagen, seit der Gründung des Vereins „In safe hands“ vor viereinhalb Jahren für ein, so seine Vision, „vorurteilsfreies und wertschätzendes interkulturelles Zusammenleben“ eingesetzt. Mission von „In safe hands“ ist es, „soziale, emotionale und interkulturelle Kompetenzen von Kindern über Sport und Bewegung“ zu fördern. Auch auf die Coronakrise und ihre Auswirkungen auf Kinder und Familien haben Ermes und seine Mitstreiter schnell reagiert und das Projekt „Zuhausezeit“ ins Leben gerufen.

„Normalerweise stünden wir in sechs Turnhallen und führten gemeinsam mit knapp 200 Kindern unsere sportpädagogischen AGs durch. Dabei folgen wir dem Ziel, die teilnehmenden Kids ganzheitlich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken und sie im Aufbau von wertschätzenden und vertrauensvollen Verbindungen zu anderen Menschen zu unterstützen. Leider ist das in der aktuellen Situation nicht möglich“, sagt Jonas Ermes.

Das Coronavirus stelle die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Die letzten Jahre hätte aber auch gezeigt, dass „unsere Gesellschaft an Herausforderungen wachsen kann. Dass wir uns wieder auf die wichtigsten Dinge im Leben konzentrieren und fokussieren und dass wir uns selbst und unseren Umgang mit den Menschen, die uns am Nächsten stehen, reflektieren“, so Ermes weiter.

Zeit mit Coronavirus auch als Chance sehen

„In safe hands“ möchte insbesondere den vielen Eltern, die in diesen Wochen zu Hause bleiben, vorschlagen, die aktuelle Situation als Chance zu sehen und die viele gemeinsame Zeit mit ihren Kindern zu nutzen, um sich selbst und ihre Kinder noch besser kennenzulernen und an der Verbindung zueinander zu arbeiten. Ermes, seit einigen Monaten selbst junger Vater: „Nichts kann die Entwicklung eines Kindes so sehr fördern, wie eine sichere Bindung, wie sichere Hände, in die es sich jederzeit begeben kann, wenn es Schutz, Ruhe oder Wärme benötigt.“

Dabei möchte „In safe hands“ die Familien in diesen Tagen unterstützen. Über die Homepage (https://www.insafehands.de/projekte/zuhausezeit/) werden immer wieder Übungen und Rituale zur Verfügung gestellt, die das Familienleben bereichern und die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder fördern sollen. Ermes richtet sich direkt an die Eltern: Sie sollen helfen, noch gezielter herauszufinden, „was euer Kind bewegt, wo es eure Hilfe benötigt, was ihr von eurem Kind lernen könnt und wo ihr ein noch tieferes Fundament für euer Familienleben bauen könnt. Und wie ihr Freude, Entlastung und Leichtigkeit in den aktuellen Alltag bringen könnt. Wir würden uns freuen, mit unseren Übungen und Ritualen möglichst viele Familien durch die Coronazeit und darüber hinaus zu begleiten.“

Es gelte, den Kindern zu zeigen, „dass in der modernen, sich ständig und immer schneller drehenden Welt – ob sie funktioniert wie immer oder durch ein pandemisches Virus eingeschränkt ist – letztendlich die wertvollsten Güter ein inneres Gleichgewicht und starke Beziehungen zu den engsten Mitmenschen sind. Wer über diese Güter verfügt, der kann auch noch Kapazitäten haben, um Vielfalt wertzuschätzen und sein Leben nachhaltiger zu gestalten.“

Spiele und Aktionen, Traumreisen und Yoga

An die Hand gegeben bekommen Eltern und Kinder vielfältige Übungen und Aufgaben, die zum Download auf der Homepage von „In safe hands“ bereitgestellt sind. Vom „Tagebuch der Zufriedenheit“ über das „Traumtheater“ und den „Sorgenfresser“ bis zu „Was ein Durcheinander“ gibt es aktuell 15 Vorschläge für Spiele und Aktionen, die alle in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden können.

Geschichten und Traumreisen, auf dem Sofa vorgelesen von Jonas Ermes und Greta Tacke, bei „In safe hands“ zuständig für Projektmanagement und -entwicklung, sollen für Achtsamkeit und Entspannung sorgen und trübe Gedanken vertreiben. Übungsvideos zum Kinderyoga wie „Deine Safari durch den Dschungel“, „Tauchabenteuer unter Wasser“ oder „Sturm im Drachenland“, regen dazu an, den Bewegungsdrang in der Coronazeit nicht verkümmern zu lassen.

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