Auf dem Weg zur Spitzenmannschaft

Die Roosters können mit dem DEL-Start mehr als zufrieden sein und stehen auf dem zweiten Tabellenplatz.

Iserlohn - Zwölf Spieltage gibt Cheftrainer Jari Pasanen nach eigener Aussage seinen Mannschaften Zeit, um seine taktischen Anforderungen umzusetzen, in eine Saison zu finden. Diese Karenzzeit ist jetzt Geschichte, sogar ein Spiel mehr ist absolviert - und seine Jungs liegen in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga auf Platz zwei. 26 Punkte sind eingefahren nach 13 Partien. Das sind im Schnitt zwei Punkte und ein großer Erfolg.

Wer zu Saisonbeginn fragte, wohin der Weg die Iserlohn Roosters in dieser Saison führen könnte, hat mittlerweile seine Antwort. Nachdem man mit Ausnahme der Kölner Haie gegen alle Mannschaften auf dem Eis gestanden hat, zeigt sich, dass die Sauerländer zu den besten Mannschaften der Liga gehören können, wenn sie sich nicht selbst schlagen oder Verletzungen das Kollektiv erschüttern.

Wer noch einen Beweis benötigte, hat ihn am vergangenen Wochenende bekommen. Das 7:5 vom Freitag gegen Augsburg war vom Ergebnis für die Panther fast schmeichelhaft. Hätten die Blau-Weißen im Schlussdrittel nicht die Arbeit eingestellt, es hätte eine Demontage der bislang gut arbeitenden Schwaben geben können. Cheftrainer Pasanen aber sparte sich die Standpauke: „Sie haben teilweise wirklich gut gespielt, da muss man auch mal ein Auge zudrücken“, so der Finne. Es folgte die Herausforderung mit dem Gipfeltreffen in Nürnberg. Diese Partie unterstrich einmal mehr das Talent, dass Manager Karsten Mende am Seilersee zusammengestellt hat. Sie bewies aber auch, dass die Roosters noch keine echte Spitzenmannschaft sind.

Fast 52 Minuten verdienten sich die Sauerländer ihre 3:1-Führung. Verdrängt man die Auftaktminuten, machten York und Co. das Spiel, dass Pasanen sehen wollte: Die Roosters bildeten gemeinsam mit Chet Pickard ein starkes Kollektiv in der Defensive, zeigten ein grandioses Umschaltspiel und nutzen die sich bietenden Konterchancen gnadenlos. Aber eben nur bis zur 52. Minute. Plötzlich hielt das Team dem Nürnberger Druck eben nicht mehr stand, kassierte den Anschlusstreffer und nach unnötigen Strafzeiten den Ausgleich und die Niederlage im Penaltyschießen. Jari Pasanen brauchte einige Minuten, bis er überhaupt in der Lage war, die Partie zu analysieren - so groß war sein Ärger. „Wir haben den gleichen Fehler gemacht wie gegen Krefeld, nehmen dumme Strafen und bekommen Probleme.“

Nun wird auch Neuzugang Brodie Dupont mit seiner Erfahrung dabei helfen können, den bislang erfolgreichen Weg mit zu beschreiten. Er ist am Montag in Deutschland gelandet, wird sofort ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob er am Wochenende allerdings schon spielen kann, ist fraglich. Sind alle ausländischen Akteure der Roosters komplett, muss eigentlich ein Importspieler auf die Tribüne - es sei denn, die Waldstädter haben noch ein Ass im Ärmel. Jason Jaspers und Michel Périard könnten ihren Status als „Ausländer“ aufgeben und die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen. Ein Fall für Manager Karsten Mende.

Von Mirko Heintz

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