Fußball, Kreisliga-A-Splitter

Die letzten Vier sind unter sich

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Bartos Mura und der LTV 61 stehen am Sonntag gewaltig unter Druck: Gegen die KSC-Reserve zählt im Kellerduell nur ein Sieg.

Kreisgebiet – Der 23. von 26 Spieltagen steht am Sonntag im Lüdenscheider Kreisliga-Oberhaus auf dem Programm, und (fast) alle Augen richten sich zu den Lüdenscheider Sportplätzen am Honsel und Wehberg. Denn dort sind die letzten vier Mannschaften des Klassements unter sich.

Der bereits als Aufsteiger feststehende Meister TuS Neuenrade bleibt eine Klasse für sich, ist nach dem 5:1 gegen den LTV 61 weiter ungeschlagen. Um die (allerdings bedeutungslose) Vizemeisterschaft streitet ein Quartett mit dem TSV Rönsahl, TSV Oestertal, SC Plettenberg und TuS Ennepe. Im Abstiegskampf deutet einiges darauf hin, dass aus dem Fünf- ein Vierkampf geworden ist, denn nach dem 2:1 beim VfB Altena hat sich der TuS Versetal vier Runden vor Schluss ein Sieben-Punkte-Polster auf die Abstiegsränge verschafft.

Und diese beiden Plätze belegen nach ihren erneuten Niederlagen punktgleich (je 19 Zähler) die Honsel-Klubs LTV 61 und SV Hellas, auf denen morgen in Sechs-Punkte-Spielen dementsprechend ein gewaltiger Druck lastet. Der LTV 61 empfängt den Kiersper SC II (21), der sich mit einem 5:3 gegen den SC Lüdenscheid für ein weiteres direktes Duell warmgeschossen hat, während die Hellenen bei eben diesem SC Lüdenscheid (22) ums Überleben kämpfen.

LTV 61

Was war am 4. November 2018? Selbst eingefleischte LTV-Anhänger können sich kaum erinnern, doch an diesem Tag – noch unter Niko Douros – gelang den Honsel-Kickern mit einem 4:2 gegen TuS Versetal der bis dato letzte Saisonsieg. Seitdem lief kaum noch etwas, die letztwöchige Niederlage beim Meister TuS Neuenrade (1:5) musste zwar einkalkuliert werden, doch morgen im Sechs-Punkte-Match gegen die KSC-Reserve gilt es. „Leistungsmäßig zeigt die Kurve ja nach oben, nur der Ertrag stimmte nicht“, sieht Trainer Yusuf Cilingir zwar einen Aufwärtstrend, doch eine „B-Note“ zählt am Sonntag nicht: „Der Kader ist komplett, wir müssen gewinnen und werden das auch tun“, ist sein Vertrauen in die Mannschaft trotz aller Enttäuschungen weiter da.

Die 3:5-Niederlage beim Kiersper SC II wirkt bei SC-Trainer Matthias Thielicke noch nach: „Ich hätte nie damit gerechnet, dass der KSC mit derart vielen Spielern aus dem Bezirksliga-Team aufrüstet. Dann erweist uns ausgerechnet unser Kapitän Ruben Westerhoff mit seiner ‘Ampelkarte’ in der Nachspielzeit einen Bärendienst, und zum Verhalten von Artur Krämer fällt mir ohnehin nichts mehr ein.“ Der Angreifer hatte sich in der Halbzeit einen Disput mit Patrick Lange geliefert, anschließend geweigert, in der zweiten Hälfte weiter zu spielen. Konsequenz: die sofortige Trennung. Auch ansonsten sieht es personell eher dürftig aus, dementsprechend schmallippig gibt sich Thielicke: „Die, die spielen, werden sich zerreißen. Wir müssen gewinnen. Punkt.“

Eine Zielsetzung, der sich Hellas-Spielertrainer Dino Minacapilli anschließt, es aber noch unmissverständlicher ausdrückt: „Für uns geht es am Sonntag bereits um alles. Gewinnen wir nicht, dann steigen wir ab. So einfach ist das.“ Und daher setzten er und Mittrainer Baris Moumin vor dem gestrigen Abschlusstraining noch eine Besprechung an, um die Mannschaft eindringlich einzuschwören. „Wir müssen nach den Erfahrungen der letzten Wochen etwas verändern. Zumeist halten wir 60 Minuten mit, brechen dann aber weg, weil zu viele Spieler körperlich einfach nicht fit sind. Also müssen wir ein ökonomisches System finden, mit dem wir kräftemäßig auch 90 Minuten über die Runden kommen. Ganz ehrlich: Wie das aussehen soll, weiß ich selber noch nicht.“

TSV Lüdenscheid

Spätestens nach dem letztwöchigen 6:3-Erfolg bei Türkiyemspor Plettenberg ist klar: Der TSV Lüdenscheid wird auch in der neuen Saison A-Liga-Fußball am Wefelshohl anbieten. „Die erste Halbzeit war die beste unter meiner Regie, in der zweiten haben es die Jungs teils zu leicht genommen“, resümierte Trainer Hassan El Mourabit, sieht nunmehr entspannt dem türkischen Duell gegen Eyüpspor entgegen: „Die Jungs können locker aufspielen, es wäre schön, wenn sie an den tollen Auftritt der ersten 45 Minuten in Plettenberg anknüpfen könnten. Dennoch erwarte ich Ernsthaftigkeit, denn für den Gegner geht es noch um einiges.“

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