Ziel: "Dieses Mal wollen wir es besser machen"

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Pünktlich zum Saisonstart meldet sich der HSV-Torjäger und Abwehrstratege Marc Bardischewski zurück.

Kreisgebiet - Die HSV Plettenberg/Werdohl wird in der neuen Saison nicht zum Kreis der Titelkandidaten zählen. Sie scheint jedoch aus der vergangenen Spielzeit aber gelernt zu haben. Breiter soll das Spiel werden und deutlich schneller – basierend auf einem deutlich veränderten Abwehrsystem.

Zwar bemängelte Trainer Friedhelm Ziel im Laufe der Vorbereitung immer wieder eine schwächelnde Trainingsbeteiligung und damit verbunden eine suboptimale Entwicklung des neuen Konzepts. Andererseits scheint die HSV auf den Punkt einen Großteil der gesteckten Ziele erreicht zu haben. Das vermittelte jedenfalls die Vorstellung beim letzten Test. Sieben Gegentore in Halbzeit eins – der rheinische Oberligist Strombach schien keine Lösungen gegen die neue 3:2:1-Abwehr zu haben. „Das war sogar der stärkste Gegner in der ganzen Vorbereitung“, meinte Friedhelm Ziel und zollte seiner Mannschaft für die Hoffnung machende Leistung seinen Respekt.

Auf den Punkt scheint auch der Heilungsprozess des Torjägers Marc Bardischewski zu verlaufen, der gegen Strombach erstmals wieder unter Wettkampfbedingungen zum Ball griff. Bezüglich der Aspekte breiter und schneller: Mit Björn Traumüller hat die HSV Geschwindigkeit für die rechte Seite gewinnen können. Aufgrund der Trainingsdefizite hapert es aktuell noch an verwertbaren Gegenstoßpässen, die Lösung dieses Problems scheint für Ziel jedoch nur eine Frage der Zeit zu sein. Und breiter ist das Spiel der HSV definitiv: Ohne Bardischewski, ohne Lekovic, ohne namhafte Zugänge für den Rückraum war Ziel gezwungen, die Torgefahr von jeder einzelnen Position zu maximieren. Die Tests haben gezeigt: Die HSV spielt kreativer, geduldiger und oft finden sich alle Namen in der Torschützenliste wieder.

Wenn es dem ehrgeizigen Trainer jetzt noch gelingt, das komplette Aufgebot auf einen Stand zu bringen und gleichzeitig auf der Platte zu haben, dann steht dem Vorhaben „vorzeitiger Klassenerhalt“ nichts im Wege.

Beim Blick auf die Konkurrenz hat Ziel eines sofort festgestellt: mehr Qualität in der Liga. Vor allem die neuen „Gesichter“ würden das Niveau anheben. Sowohl der Oberligaabsteiger aus Senden als auch die Emporkömmlinge aus Hohenlimburg und Bommern würden die Verbandsliga weiter nach vorne pushen, ist Ziel überzeugt.

Ob sich die HSV in diesem Umfeld behaupten kann, hängt von einigen Faktoren ab. An erster Stelle: Von großen Verletzungssorgen sollte der Fusionsklub in seinem zweiten Jahr verschont bleiben. Und der Start in die Saison soll reibungsloser verlaufen als vor zwölf Monaten. „Jede Mannschaft hofft, gut in die Saison zu starten. Unsere ersten drei Gegner heißen SV Westerholt, HC TuRa Bergkamen und HSG Vest Recklinghausen. Im letzten Jahr hatten wir nach diesen Begegnungen in der Hinrunde 1:5-Punkte, in der Rückrunde 0:6-Punkte. Dieses Mal wollen wir es besser machen“, wünscht sich Ziel.

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