Spaß am Ball – trotz Dauerregens

Fünf Tage lang steht der gelbe Filzball am Dickenberg im Mittelpunkt. Sechs Kinder und Jugendliche nehmen am Feriencamp des TuRa Eggenscheid teil. -  Fotos: Schröder

Lüdenscheid - „Bei Regen macht es doch noch viel mehr Spaß!“, entgegnete ein junge, motivierte Tennisspielerin, als Tennis-Trainer Lars Tillmann seine Schützlinge gestern bat, unter das schützende Glasdach des Carports vor dem Vereinsheim des TuRa Eggenscheid zu flüchten.

Die Wolken waren ohne Erbarmen aufgebrochen und verwandelten den Ascheplatz am Dickenberg in eine riesige rote Pfütze. Im trockenen wurden die Übungen fortgesetzt. Auch das gehört eben zum Sport dazu – verantwortungsbewusst mit seiner Gesundheit umzugehen.

Seit Montag läuft das zweite Tennis-Feriencamp des TuRa Eggenscheid (das erste Camp war Anfang Juli wegen mangelnder Resonanz ausgefallen). Bis Freitag dreht sich für sechs Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 13 Jahren alles um den gelben Filzball. Unterstützt werden sie dabei von Lars Tillmann und Filip Stzrelzcyk – beide sind Tennis-Trainer am Dickenberg und wissen daher genau, wie sie den jungen Sportlern im fünftägigen Trainingscamp möglichst viel vermitteln können: „Wir machen praxisorientierte Übungen, in denen spielerisch Fähigkeiten wie Koordination, Kondition und Ballgefühl trainiert werden“, erklärt Lars Tillmann, der das Camp bereits seit drei Jahren als Coach betreut.

Ob seine Schüler regelmäßig einen Tennisschläger in der Hand halten, oder im Rahmen des Camps erstmals mit der Sportart in Kontakt kommen, sei nicht wichtig: „Wir haben Könner und absolute Neulinge dabei“, berichtet Tillmann. Die Anfänger starten mit Schlagtechnik-Übungen und arbeiten sich langsam voran: „Am Ende des Camps kann dann jeder einen vernünftigen Ballwechsel spielen“, weiß der erfahrene Tennis-Trainer. Erstmals mit einem Tennisschläger sind gestern Niclas Neumann und sein Bruder Jannis gekommen. „Wir nehmen aus reinem Interesse teil. Heute haben wir bereits den Vorhand-Aufschlag gelernt und einige Kraftübungen absolviert“, berichtet der 13-jährige Niclas Neumann. In ihrer Freizeit betreiben die beiden Brüder Kampfsport, in der Schule spielen sie Badminton. Ein Wiedersehen auf dem Ascheplatz nach dem Camp schließen sie nicht aus: „Es macht viel Spaß. Ich kann mir vorstellen, auch nach dem Camp Tennis zu spielen“, sagt der 13-Jährige. „Zwischen zwei und drei Camp-Teilnehmer“ würden nach dem fünftägigen Programm dem Verein beitreten, weiß Trainer Lars Tillmann aus den vergangenen Jahren.

Tillmann freut sich, dass das Ferienangebot genutzt wird: „Es ist doch ein tolles Signal, dass die Kinder nicht zuhause auf dem Sofa hängen, sondern auch bei schlechtem Wetter draußen bleiben und weiterspielen wollen“, sagt der Übungsleiter.

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