ADAC-Kartslalom-Meisterschaft: Noah De Padova im Bundesendlauf

Nach einem Fahrfehler im zweiten Lauf konnte Davide De Padova an seine starke erste Fahrt nicht anknüpfen. Sein Gegner Phil Schlie unterbot seine Zeit um 18 hundertstel Sekunden und verbannte ihn auf Platz vier der Gesamtwertung – zu wenig für den Bundesendlauf.

Haltern - Beim dritten und somit letzten Endlauf um die ADAC-Kartslalom-Westfalenmeisterschaft ging es für die heimischen Motorsportler Davide und Noah De Padova um die Qualifikation für den Bundesendlauf im Oktober.

Nachdem sich Jan Anders (Hagener AC) bereits nach dem zweiten Endlauf als Westfalenmeister qualifiziert hatte, konnte auch Noah De Padova (Kiersper RC) brillieren. Für seinen Bruder stand am Ende nur Rang vier in der Gesamtwertung.

Insgesamt erwartete die Piloten in den fünf Wettkampf-Klassen ein höchst anspruchsvoller Parcours, auf dem es viel mehr auf Geschicklichkeit als auf Geschwindigkeit ankam.

In der Altersklasse K1 war nach Lauf eins für Michael Schwarzkopf vom Kiersper RC alles gelaufen, nachdem er an einer Figur vorbei fuhr und somit einen folgenschweren Torfehler fabrizierte. Wegen den fälligen zehn Strafsekunden war im zweiten Lauf nichts mehr für ihn zu holen – er beendete den Tag mit einer Gesamtzeit von 1.45,87 Minuten auf Platz 27, in der Gesamtwertung stand der 24. Platz.

In der K2 konnte Peter Schwarzkopf (Kiersper RC) zwar zwei fehlerfreie Läufe absolvieren, aber mit 1.16,99 Minuten reichte es am Ende des Tages nur für Platz 20.

Spannend bis zum Schluss war das Kräftemessen in der K3: Nachdem Jan Anders (Hagener AC) im ersten Wertungslauf eine Pylone touchierte und sich eine Zeitstrafe von zwei Sekunden einhandelte, konnte Davide De Padova (Kiersper RC), der zweite Lüdenscheider im Bunde, im ersten Lauf die Bestmarke setzen und hätte sich mit einem Sieg sogar für den Bundesendlauf qualifiziert. Ein minimaler Fahrfehler im zweiten Lauf sollte ihm zum Verhängnis werden: Nachdem sein Kart in Folge einer Wende über die Strecke „hoppelte“, konnte De Padova zwar an seine Zeit des ersten Laufes nicht anknüpfen, führte die Tageswertung aber noch immer an.

Ausgerechnet Phil Schlie (MSC Harsewinkel), der vorletzte Fahrer der Wertung – Jan Anders startete zwar als letzter Fahrer, konnte De Padova nach seiner Zeitstrafe aber nicht mehr gefährden – unterbot die Gesamtzeit De Padovas um 18 hundertstel Sekunden und qualifizierte sich mit 1.08,78 Minuten für den Endlauf.

So blieb für den Fahrer des Kiersper RC nur die Silbermedaille in der Tageswertung. In der Gesamtwertung musste sich der Lüdenscheider mit dem undankbaren vierten Platz begnügen – für die Qualifikation wäre Platz drei nötig gewesen.

Ebenfalls spannend wurde es in der K4: Nach seinem ersten Lauf lag Noah De Padova auf Position acht, im zweiten Wertungslauf legte er mehr in die Waagschale, um in der Wertung nach vorne zu stürmen und sich für den Bundesendlauf zu qualifizieren. Durch die „Alles oder nichts“-Fahrt kassierte er jedoch nach einem Fahrfehler prompt eine zweisekündige Zeitstrafe und landete auf dem zwölften Platz der Tageswertung.

Trotz des Umstandes, dass er durch diese Platzierung in der Gesamtwertung vom ersten auf den dritten Platz rutschte, konnte er sich als Drittplatzierter ebenfalls für den Bundesendlauf qualifizieren.

Das ADAC-Kartslalom-Bundesfinale, für das mit Jan Anders und Noah De Padova zwei Lüdenscheider qualifiziert sind, findet am 10. und 11. Oktober in Nohra (Thüringen) statt. Am 4. Oktober, ein Wochenende zuvor, geht es für die heimischen Motorsportler bereits beim NRW-Cup in Plettenberg weiter. Die vier Bestplatzierten jeder Klasse qualifizieren sich dort für die Deutschen Meisterschaften.

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