Onur Seckin schießt Hellas ins Halbfinale

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Milan Uzelac (links) und der SV Hellas Lüdenscheid zogen nach einem 3:2-Erfolg bei Eyüpspor Werdohl um Necip Civelek in das Pokal-Halbfinale ein.

Werdohl - Dank eines späten und spektakulären Treffers von Onur Seckin löste der SV Hellas Lüdenscheid das Ticket für das Pokal-Halbfinale im Fußballkreis Lüdenscheid, gewann im Duell zweier A-Ligisten etwas schmeichelhaft mit 3:2 (1:1) bei Eyüpspor Werdohl und fordert in der Runde der letzten Vier nun den Stadtrivalen Rot-Weiß heraus.

Onur Seckin hämmerte das Leder in Minute 87 aus rund 20 Metern mit voller Wucht unter den Querbalken und durfte sich anschließend als Matchwinner der Griechen feiern lassen. Keine zehn Minuten vor diesem fulminanten Siegtreffer standen die Bergstädter allerdings noch vor dem Aus, ging Eyüpspor nach feiner Vorarbeit von Eyüp Er durch Muttalip Polat mit 2:1 in Führung (78.). Hellas aber hatte die passende Antwort parat, glich zwei Minuten später nach einem Kopfballtreffer von Salpingidis (80.) aus und verpasste den Werdohlern dann eben durch Seckin tatsächlich noch den Knock-out.

Bis zu diesem rasanten Schlussspurt war es über 90 Minuten eine ausgeglichene Partie auf mäßigem Niveau. Weil bei beiden Mannschaften Leistungsträger fehlten, blieb spielerisch Vieles auf der Strecke. Unterhaltsam war das Viertelfinale dennoch. Werdohls Uzunoglu traf nach acht Minuten nur den Pfosten. Es sollte der erste von insgesamt fünf (!) Aluminiumtreffer des Tages sein. Salpingidis (15, Pfosten) und Turner (22, Latte) verpassten die Führung der Gäste, erneut Uzunoglu (66. Latte) und Polat (76., Pfosten) scheiterten in Durchgang zwei am Torgestänge.

Weil Werdohls Keeper Loggia bei einem tückischen Aufsetzer von Mohamed El Alami aus geschätzten 35 Metern aber daneben griff (38.) und „Bubi“ Topcu mit einem feinenen Solo die komplette Hellas-Abwehr narrte und eiskalt einschob (41.), ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Pause.

Die besseren Möglichkeiten nach dem Wechsel gehörten Eyüpspor. Nachdem Uzunoglu und Polat aber eben nur Aluminium getroffen hatten und Topcu freistehend an Munzur Sahin scheiterte (78.), schob erst Polat zum 2:1 ein. Es war der Auftakt des packenden Schlussaktes, in dem Hellas große Moral bewies und durch Salpingidis und Seckin das Blatt noch gänzlich wendete.

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