Eishockey, DEL

Später Jubel um Raedeke und Ankert: Roosters siegen in der Overtime

Eishockey-Zweikampf vor dem Tor
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Die Roosters und die Wild Wings lieferten sich am Seilersee einen verbissenen Kampf.

Wieder ein langer Abend am Seilersee: Nach einem 1:2-Rückstand drehten die Roosters die Partie gegen Schwenningen und siegten in der Verlängerung 3:2. Ein ganz wichtiger Erfolg.

Iserlohn – Die Konkurrenten Düsseldorfer EG (7:1 in Augsburg) und Grizzlys Wolfsburg (5:1 gegen München) erledigten ihre Hausaufgaben, die Roosters indes auch: Zwar reichte es am Dienstagabend nicht zum erhofften Drei--Punkte-Sieg, doch durch ein 3:2 nach Verlängerung am Seilersee gegen die Schwenninger Wild Wings behielten die Gastgeber als Vierter ihren Playoff-Rang in der Nordgruppe.

Wer sein 750. DEL-Spiel macht, der hat es verdient, besonders hervorgehoben zu werden. Torsten Ankert machte es – und wie: In der regulären Spielzeit bereitete er ein Tor vor, und ein weiteres kurz vor Schluss machte er selbst. So schafften es die Blau-Weißen in die Verlängerung, die sie dank Friedrichs Idee und Raedekes Treffer für sich entschieden.

Ohne Steve Whitney, Dieter Orendorz und Jens Baxmann starteten die Roosters mit sechs Verteidigern und elf Stürmern ins Match gegen die Schwarzwälder und waren im gesamten ersten Drittel die bessere Mannschaft.

Später Jubel um Raedeke und Ankert: Roosters siegen in der Overtime

Konzentriert, selbstbewusst, nie hektisch, dafür stabil in der eigenen Defensive stehend, erarbeitete sich die Mannschaft vom Seilersee schon in den ersten Minuten hervorragende Gelegenheiten durch Grenier und Bailey, Joacim Eriksson aber hielt seinen Kasten sauber. Dennoch waren es die Sauerländer die in Führung gingen. Wieder brachte ein sehr überlegt vorgetragener Angriff die Scheibe ins gegnerische Drittel, Ankert schoss von der blauen Linie, Lowry fälschte ab – 1:0 (9.). Nur 125 Sekunden später aber die Antwort: Tyson Spink traf zum 1:1 genau in den Winkel.

Der Mittelabschnitt plätscherte anfangs dahin. Gelegenheiten hochkarätiger Natur blieben Fehlanzeige, auch in den ersten beiden Überzahlspielen der Waldstädter zu Beginn. Und so schlugen die Gäste zu: Tylor Spink gewann nach einem Bully das Anspiel, die Scheibe kam zu Brückner, der die Lücke fand und Jenike zum zweiten Mal überwand. Die Angriffe der Roosters blieben letztlich zu ungefährlich, eine Steigerung musste im dritten Drittel her.

Die blieb zunächst aus, man merkte den Gästen allerdings sukzessive an, dass die Konzentrationsleistung im zweiten Spiel binnen 24 Stunden nachließ. Und dann machte der Kapitän alles richtig, brachte Ankert die Scheibe per Schlagschuss auf den gegnerischen Kasten. Eriksson war die Sicht genommen, und der Puck schlug ein zum 2:2 – Erlösung pur.

Roosters schlagen aus Wechselfehler kein Kapital

Vier Minuten hatten die Sauerländer noch Zeit für einen möglichen Siegtreffer, der auch in Anbetracht der Ergebnisse der Konkurrenz unglaublich wichtig gewesen wäre. Das Tor gelang aber nicht, auch nicht in den letzten 18,4 Sekunden, als Schwenningen wegen eines Wechselfehlers eine weitere Strafe aufgebrummt bekam.

Es ging in die Verlängerung, aber obwohl die Roosters über eine Minute mit einem Mann mehr auf dem Eis waren, kreierten sie nicht eine hochkarätige Gelegenheit. Aber am Ende sollten die Sauerländer doch jubeln, denn nach einem tollen Spurt von Friedrich landete der Puck 1:47 Minuten vor dem Ende vor Eriksson, Raedeke bekam den Rebound und brachte den Puck über die Linie.

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