Souveräner Testspiel-Sieg gegen Wolfsburg

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Neuzugang Mathias Lange stand gestern im Testspiel gegen den EHC Wolfsburg schon nach 80 Sekunden zwischen den Roosters-Pfosten, weil sich die Nummer eins Sébastian Caron den Unterkiefer ausgerenkt hatte. Die Sauerländer siegten souverän 4:1.

ISERLOHN - Im vierten Testspiel verbuchten die Iserlohn Roosters hochverdient das dritte Erfolgserlebnis. Beim 4:1 (1:0, 2:0, 1:1) gegen die Grizzly Adams aus Wolfsburg begeisterten die Blau-Weißen über 2000 Zuschauer in der Eissporthalle am Seilersee, denn sie waren über 60 Minuten – ungefährdet – die klar bessere Mannschaft.

Als Sébastian Caron nach nur 80 Sekunden das Eis verließ, schwante den Fans Böses. Der Franko-Kanadier, so hieß es aus der Kabine, habe sich den Unterkiefer ausgerenkt. Für ihn rutschte Mathias Lange zwischen die Pfosten, der in den restlichen knapp 18 Minuten des Auftaktdrittels fast arbeitslos blieb. Grund war die Dominanz seiner Vorderleute. Die zeigten 14 Tage nach dem Testspielsieg gegen die Straubing Tigers erneut einen hervorragenden Start, führten nach einem Treffer von Tyson Mulock nach einem genialen Zuspiel von Sertich mit 1:0 (10.).

Auch vorher und nachher überzeugte der IEC mit gutem Backchecking, soliden ersten Pässen, toll herausgespielten Chancen von Macek, York oder Wolf und ließ auch erkennen, das Über- und Unterzahlspiel deutlich effektiver werden könnten.

Den Beweis trat die Mannschaft von Cheftrainer Doug Mason im Mittelabschnitt an. Bereits nach 70 Sekunden zauberte Wolf nach Zuspiel von Mulock die Scheibe über die Linie. Ähnlich war es bei Giulianos 3:0 (26.). In Überzahl ließen Frosch und Macek die Scheibe laufen, passten den Puck auf den US-Amerikaner, der die Scheibe hoch ins Tornetz hämmerte.

Wolfsburg mühte sich, hatte mehrfach Überzahl, die harte Arbeit der Iserlohner und ihr schnelles Spiel ließen die Wolfsburger Offensivbemühungen jedoch schon im Keim ersticken. Lange im Tor der Sauerländer blieb souverän, war in den wenigen Momenten, in denen ihn seine Vorderleute brauchten, immer zur Stelle.

Wolfsburgs Cheftrainer Pavel Gross gelang es auch in den letzten 20 Minuten nicht seinen Jungs den Weg aufzuzeigen, die Roosters zu knacken. Die spielten weiter konzentriert, bauten den Vorsprung aus. Raedeke, im dritten Nachsetzen, erhöhte auf 4:0 (52.), Macek traf Aluminium. Ärgerlich: Knapp zwei Minuten vor dem Ende verbuchten die Niedersachsen den Ehrentreffer, Palins Schuss war unsichtbar für Keeper Lange, dessen erster Testspiel-Shutout war Geschichte. Trotzdem war es aus Sicht der Blau-Weißen ein gelungener Hockeyabend.

Roosters: Caron (ab 1:20 Lange) – Danielsmeier, Orendorz; Jares, Kopitz; Brennan, Raymond – Sertich, Wolf, Mulock; York, Macek, Raedeke; Foster, Frosch, Giuliano; Fischhaber, Hommel, Kahle

Schiedsrichter: Krawinkel (Moers), Fischer (Osterode)

Tore: 1:0 (9:36) Mulock (Sertic, Frosch), 2:0 (21:10) Wolf (Mulock, Sertich), 3:0 (25:10) Giuliano (Frosch, Macek/5:4), 4:0 (51:31) Raedeke (Frosch, Giuliano/5:4), 4:1 (57:39) Palin (Brocklehurst)

Strafminuten: Roosters 16; EHC 18

Zuschauer: 2049

Von Mirko Heintz

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