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Vierschanzentournee als Highlight: Simon Spiewok und die nächste Stufe

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Von: Thomas Machatzke

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Simon Spiewok freut sich auf die Herausforderungen der neuen Saison.
Simon Spiewok freut sich auf die Herausforderungen der neuen Saison. © Schaefer

Seine Heimatstadt ist Meinerzhagen, sein Verein der TuS Neuenrade, doch sein Lebensmittelpunkt ist inzwischen Furtwangen. Seit Sommer 2021 lebt Simon Spiewok im Schwarzwald – und will nun im Winter 22/23 den nächsten Schritt machen. Spiewok ist vom Deutschen Ski-Verband für den B-Kader der Skispringer nominiert worden. Nach den guten Ergebnissen des vergangenen Winters macht der 20-Jährige damit nun den nächsten Schritt.

Märkischer Kreis - „Natürlich freue ich mich auf diese sportliche Herausforderung, ganz besonders aber auf die Vierschanzen-Tournee“, sagt der Meinerzhagener, der schon sein Abitur in der Fremde, nämlich in der Skihochburg in Willingen gebaut hat. Inzwischen ist Spiewok wie so viele Leistungssportler und auch starke Skispringer Mitglied des Zoll-Ski-Teams. „Sein großes Ziel ist ein weiterer Schritt in Richtung Weltspitze“, ist auf der Seite des Zoll-Ski-Teams über den Sauerländer zu lesen, „dafür trainiert Simon am Trainingsstützpunkt in Furtwangen, an dem für ihn optimale Trainingsbedingungen herrschen.“

Im vergangenen Winter tourte Spiewok noch beim Alpencup von Schanze zu Schanze und nahm die Continentalcup-Springen als Höhepunkte. Nun werden sie für ihn der Alltag sein. Los geht es am 10./11. Dezember, und die erste Reise führt ihn direkt ins norwegische Vikersund, eine Woche später ins finnische Ruka. Und dann wartet auf Spiewok das ganz Besondere. Bei der Vierschanzentournee über den Jahreswechsel dürfen die Springer des B-Kaders bei den Springen in Deutschland (Garmisch-Partenkirchen, Oberstdorf) in der deutschen Gruppe diese ganz besondere Wettkampfluft schnuppern. Klar, dass sich Simon Spiewok darauf ganz besonders freut. Nie stehen die Skispringer mehr im Blickpunkt als bei dieser Tournee.

Dass die Form zuletzt stimmte, hat Spiewok zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften im Oktober in Hinterzarten unter Beweis gestellt. Mit ihm und Stephan Leye an der Spitze gelang dem Team des Westdeutschen und Hessischen Ski-Verbandes – mithin seiner alten Gruppe aus Willingen – im Teamwettbewerb der vierte Platz. Das war fast schon historisch gut, und Spiewok wurde vom WSV und HSV als Vater dieses Erfolgs gelobt und gefeiert.

Bronzemedaille mit der Mannschaft bei der Junioren-Weltmeisterschaft im polnischen Zakopane

Die Saison auf den Mattenschanzen im Sommer hat gleichwohl leichte Folgen beim Meinerzhagener, der im Sommer umgeknickt ist. „Zuletzt hatte ich im Training wieder leichte Schmerzen“, sagt Spiewok, hofft aber, dass bis zum Ernstfall in Norwegen alles gut sein wird. Ein guter Start in Vikersund wäre viel Wert, um die Euphorie aus der alten Saison mitzunehmen in die neue. Die nicht für möglich gehaltene Bronzemedaille mit der Mannschaft bei der Junioren-Weltmeisterschaft im polnischen Zakopane war ein Erfolg mit dem Potenzial, noch einmal einen richtigen Schub zu geben. Auf genau dies hofft der 20-Jährige nun vor den Springen in den starken Feldern des Continental-Cups – dem Sprungbrett zum Weltcup-Zirkus.

„Und am Ende der Saison freue ich mich in diesem Winter aufs Skifliegen, hoffe, dann auch dabei zu sein“, stellt er fest. Skifliegen – diese noch größeren Weiten – ist ein Faszinosum. Auch für den jungen Meinerzhagener, der in Furtwangen weiterhin seinen Traum lebt. Und der hofft, dass dieser Traum ihn in diesem Winter zu neuen Erfolgen tragen möge.

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