Skispringen, Deutschlandpokal

Spiewok nah an Kubackis Schanzenrekord heran

Skispringen Lennart Weigel Simon Spiewok
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Lennart Weigel und Simon Spiewok an der großen Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen.

Meinerzhagen – Am Wochenende ging’s für die Junioren und Herren der deutschen Skispringer – auch für Simon Spiewok (TuS Neuenrade) und Lennart Weigel (SK Meinerzhagen) – nach Garmisch-Partenkirchen, wo zwei Wettbewerbe im Deutschlandpokal warteten.

Der Deutschlandpokal ist die höchste nationale Wettkampfserie. Kurz nach dem Neujahrsspringen der Vier-Schanzen-Tournee fanden die Springer beste Bedingungen an der großen Olympiaschanze vor.

Spiewok und Weigel hatten am ersten Januar-Wochenende noch einen Lehrgang in Oberstdorf absolviert und gingen somit gut vorbereitet in die Springen. Aufgrund der eingeschränkten Reisemöglichkeiten hatten die Trainer und Verantwortlichen entschieden, zwei Wettkämpfe an einem Tag durchzuziehen. Bei Sonnenschein und kaum vorhandenem Wind begann der erste Wettkampf am Morgen auf der Olympiaschanze.

Weigel und Spiewok kamen gut mit der Schanze zurecht und zeigten schon im Training starke Sprünge. Das Starterfeld bestand aus 25 Skispringern. Spiewok, der diese Saison bereits internationale Einsätze beim Continentalcup in Engelberg hatte, erwischte zwei gute Sprünge und kam mit Weiten von 137,5 Meter und 127,5 Meter auf Rang drei und sicherte sich somit einen weiteren Podestplatz. Lennart Weigel machte ebenfalls einen sehr starken Wettkampf und erzielte mit Sprüngen auf 125,5 Meter und 122,0 Meter den siebten Rang.

Wechselnde Windbedingungen

Der zweite Wettkampf am Nachmittag brachte wechselnde Windbedingungen mit Aufwind und Wind schräg von hinten. Das machte den Wettkampf zu einer zähen Angelegenheit. Zwar gilt auch bei diesen Wettkämpfen die Windkompensation, aber auch mit diesem Punktaufschlag oder Punktabzug lassen sich die unterschiedlichen Bedingungen nicht zu 100 Prozent kompensieren. Der erste Durchgang verlief für Spiewok und Weigel passabel. Weigel lag mit 122,0 Metern auf Rang fünf, direkt gefolgt von Spiewok auf Rang sechs.

Im zweiten Durchgang schaute der mitgereiste Trainer Marius Kappes mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Windmessungen. Weigel, bei dem der Anlauf verkürzt wurde, erwischte schlechte Bedingungen und beendete den Wettkampf dennoch auf dem siebten Rang (116,0 Meter). Bei Spiewok, der ein paar Startnummern weiter vorne springen musste, zeigten die Windfahnen in die andere Richtung. Spiewok erwischte gute Bedingungen und segelte bis auf 142,0 Meter. Zwei Meter unter dem erst beim Neujahrsspringen aufgestellten Schanzenrekord des Polen David Kubacki. Ein grandioser Satz, der Spiewok noch auf Rang fünf nach vorne brachte. Den Sieg feierte der Mannschaftsolympiasieger von 2014, Marinus Kraus.

Einige Wettkämpfe stehen in der noch jungen Wintersaison noch an. Der 18-jährige Spiewok hat dabei gute Chancen, sich für die Juniorenweltmeisterschaft im finnischen Lahti zu qualifizieren.

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