Skispringen

Unvergessliche Momente für Weigel auf der Mühlenkopfschanze

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Lennart Weigel vor dem Start zu einem seiner Sprünge auf der Mühlenkopfschanze.

Willingen/Kranj – Als am Samstagabend Stephan Leyhe beim Weltcup-Skispringen in Willingen auf seinen zweiten Sprung wartete, der ihm seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt bescheren sollte, da stand über Leyhe ganz oben auf dem Anlaufturm der Kiersper Lennart Weigel.

Zuschauer in bester Position und steter Bereitschaft – hätte eine Windpause noch einmal den Einsatz eines Vorspringers nötig gemacht, so wäre dieser Vorspringer der 19-Jährige vom Ski-Klub Meinerzhagen gewesen. Wenn man so will, hatte Weigel unter den 23 000 Skisprungfans an der Mühlenkopfschanze beim historischen Flug des Willinger Lokalmatadoren Leyhe eine besonders exponierte Zuschauer-Position. 

„Das war schon ein unvergessliches Erlebnis“, erzählt Weigel und meint damit sowohl die märchenhafte Geschichte des Samstags als auch seine Erfahrung, als Vorspringer dabei gewesen zu sein. Als Lennart Weigel am Samstagnachmittag im ersten Durchgang zwischen Springer 30 und Springer 31, also zwischen dem Schweizer Kilian Peier und dem Österreicher Gregor Schlierenzauer, in der technischen Pause über den Bakken gehen durfte, da war es ein besonderer Flug – vor Augen das Panorama mit mehr als 40 000 Augen, die auf Weigel blickten. 

Simon Spiewok in Kranj stark

Vier Sprünge am Freitag, vier am Samstag, der weiteste aus der Luke der Weltcup-Starter bei knapp 100 Meter – alles im Rahmen des Weltcups. Weigel nahm aus dem Wochenende viel mit an Erfahrungen und auch an Motivation für die nächsten Springen. Nun hofft der Kiersper, am Wochenende beim FIS-Cup in Villach/Österreich dabei zu sein und dort mit dem Schwung dieses Erlebnisses auch ein gutes Resultat zu erzielen. 

Darauf hofft auch Simon Spiewok. Als der 18-jährige Meinerzhagener am Samstag aus dem slowenischen Kranj nach Willingen zurückkehrte, war es bereits 2 Uhr in der Nacht. Und da der Weltcup am Sonntag aufgrund des Sturmtiefs Sabine abgesagt worden war, hatte es sich für Spiewok diesmal damit, den Stars der Szene bei der Arbeit zuzuschauen. 

In Kranj war es für Spiewok derweil sehr gut gelaufen, zumindest am ersten Tag. Rang 23 bedeutete beim Alpencup in Kranj für den Springer des TuS Neuenrade das beste Alpencup-Ergebnis seiner Karriere. Entsprechend motiviert ging er den Samstag an und hatte Pech: Der Wind war schlecht, Spiewok landete nun nur auf Rang 48, war unterm Strich aber trotzdem sehr zufrieden.

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