Stadtderby-Premiere mit Vorspielen

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Dennis Buchwitz (links) trifft mit den Steel Bulls am Sonntag erstmals in einem Punktspiel auf den Stadtrivalen Highlander Lüdenscheid.

Lüdenscheid - Es ist soweit: Am Sonntag überstrahlt aus heimischer Sicht eine Derby-Premiere den 4. Spieltag in der 1. Bundesliga im Inline-Skaterhockey, wenn zum ersten Mal zwei Lüdenscheider Vereine in der höchsten deutschen Spielklasse aufeinander treffen. In der Iserlohner Zöpnek-Halle empfängt Aufsteiger Sauerland Steel Bulls die Highlander Lüdenscheid zum ersten Gipfeltreffen auf Bundes-Ebene.

 Die Giftpfeile blieben mit Ausnahme der „Causa Fettinger“ jeweils im Köcher. Möglicherweise auch, weil beide Teams Doppelaufgaben vor der Brust haben. Am Samstag treffen die Sauerland Steel Bulls auf die bärenstarken Köln-West Rheinos (18 Uhr, Zöpnek-Halle, Iserlohn-Sümmern), die Highlander Lüdenscheid sind im zweiten Kreisderby zu Gast bei den Samurai Iserlohn in der Heidehalle (19.30 Uhr).

Im Mittelpunkt des Wochenendes steht natürlich für beide das Stadt-Derby, ganz eng verknüpft mit einer Person: Norbert Krause. Der inzwischen 53-jährige Meinerzhagener hat die Highlander bis in die Bundesliga geführt und dort etabliert, den gleichen sportlichen Werdegang strebt er nun auch mit den Steel Bulls an.

 Keine Frage, für Krause wird es das Spiel der Spiele sein, auch wenn sich der 53-Jährige in Understatement übt. „Es treffen zwei Lüdenscheider Vereine aufeinander, was es so noch nicht gegeben hat. Aber auch für dieses Spiel gibt es auch nur drei Punkte“, so Krause. „Die Rollen sind klar verteilt: Wir sind der Aufsteiger und treffen auf einen etablierten Bundesligisten.“ Seine eigene Highlander-Vergangenheit sei „Geschichte“, betont er, „eine andere Verknüpfung gibt es sonst nicht.“

 Eine Einstellung, die ihm Highlander-Coach Carsten Lang so gar nicht abkauft. „Jeder, der Norbert kennt, weiß, dass er alles daran setzen wird, gegen uns zu gewinnen“, glaubt Lang insbesondere an die eine oder andere personelle Überraschung.

 Die schloss Krause bis gestern jedenfalls noch aus: „Unsere Jungs aus der DEL werden nicht spielen“, gilt das Vertrauen weitgehend der Truppe, die zuletzt vor der Pause beim 6:16 in Kaarst mächtig Prügel bezog. Zwei bis vier Veränderungen gibt es dann aber wohl doch: Sebastian May rückt nach Abschluss der Eishockey-Saison wieder zwischen die Pfosten. Zudem feiert Ex-Samurai Josef Schäfer seinen Einstand. Zudem ist das tschechische Bruder-Paar Jakub und David Bernad möglicherweise ein Trumpf.

Nach zwei Heimspielen zum Auftakt bestreiten die Highlander ihre ersten Partien in der Fremde. Vor dem Duell gegen die Steel Bulls sind die „Schotten“ motiviert bis in die Haarspitzen. „Die Jungs freuen sich riesig. Wir haben gut trainiert und wollen das Wochenende so erfolgreich wie möglich bestreiten“, gibt sich Carsten Lang kampfbetont. Für den Mendener spielt der sportliche Wert dabei eine weitaus größere Rolle als diverse Nebenkriegsschauplätze. „Gegen Köln hat rein gar nichts funktioniert. In den nächsten Wochen haben wir ein Hammerprogramm vor der Brust“, wollen die Highlander ihre sportlich gesteckten Ziele nicht vorschnell aus den Augen verlieren.

 Dabei beschwört Carsten Lang den Teamgeist („Wir sind ein eingeschworener Haufen“) und greift auf alte Tugenden zurück. „Wer nicht trainiert, spielt nicht“, haben sich Lang und Trainer-Partner Toni Fonso auf die Fahnen geschrieben. „Wenn es spannend wird, ist es doch auch für die Zuschauer schön“, hofft Lang auf eine stimmungsvolle Kulisse in der Zöpnek-Halle.

 SSB: May, Lingenberg – Jacobs, Grünschläger, Drüke, Aderhold, Buchwitz, Dürnhöfer, Furda, Prince, Reinke, Zahn, R. Schneider, Dmitriev (?), J. Bernad (?), D. Bernad (?)

 Highlander: Rotheuler, Engelmann – Otters, Svejda, Anlauf, Breker, Czernohous, Bruch, Heckmann, Käding, Kleinschmidt, Könning, Neuendorf, Polter, Schnieder, Seuster, L. Tinz, Stein, Orendorz (?), Loecke (?), Ortwein (?)

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