Skispringen

Simon Spiewok untermauert in Oberhof beim Alpencup WM-Ambitionen

Skispringer vor Internatstür
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Hat die Junioren-WM in Lahti fest im Blick: Simon Spiewok aus Meinerzhagen.

Einmal zweitbester Deutscher, einmal bester Deutscher: Für den Meinerzhagener Simon Spiewok lief es beim Alpencup in Oberhof gut. Nun hofft er auf die Junioren-WM-Teilnahme.

Willingen/Oberhof – Eigentlich hatte der Alpencup der Skispringer am Wochenende in Lauscha stattfinden sollen – gesprungen wurde dann aber ohne Zuschauer in Oberhof von der 100-Meter-Normalschanze im Kanzlersgrund.

Für den Meinerzhagener Simon Spiewok (TuS Neuenrade) war Thüringen ein gutes Pflaster. Er untermauerte seine Ambitionen in Richtung der Junioren-Weltmeisterschaft in Lahti.

Am Samstag sprang der 18-jährige Internatsschüler aus Willingen 97 Meter und 100 Meter weit und landete im Feld der 80 Springer auf dem ausgezeichneten neunten Rang. Damit war Spiewok zweitbester Deutscher.

Spiewok untermauert in Oberhof seine WM-Ambitionen

Nur Quirin Modricker (Siebter) lag vor ihm. Am Sonntag bei starkem Schneefall reichte es dann für alle Springer nur noch zu einem Durchgang. Spiewok wurde 15., war damit am zweiten Tag sogar der beste DSV-Adler in einem Feld, das die Österreicher (vier Siege in vier Springen bei Frauen und Männern) und Slowenen dominierten.

„Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn es noch besser laufen kann“, sagt Spiewok, der die Spitze der Felder im Blick behalten will. Luft nach oben ist bei den Sprüngen weiterhin. Seine Stellung im DSV-Team haben sie dagegen zementiert. Offiziell hat der Verband die Nominierungen für Lahti noch nicht bekanntgegeben, doch es ist inzwischen ziemlich sicher davon auszugehen, dass Simon Spiewok in Finnland dabei sein wird.

Am Mittwoch reist Spiewok mit den fünf besten Junioren des Deutschen Ski-Verbandes zu einem Trainingslager nach Villach. Die Alpenarena in Kärnten ist ein geschichtsträchtiger Ort – hier fand 1909 das erste Skispringen der Geschichte statt. Auch wenn der Weltcup heute nicht mehr in Villach zu Gast ist, bietet die Schanze mit allen Facetten optimale Bedingungen, um sich auf die WM in Lahti (8. bis 14. Februar) vorzubereiten.

Kein Heimspiel auf der Mühlenkopfschanze

Dafür verpasst Simon Spiewok in seiner sportlichen Heimat in Willingen am Samstag und Sonntag das Weltcup-Wochenende mit allen Stars der Skisprung-Branche. „Vielleicht bekomme ich das Springen am Sonntag noch mit“, sagt der 18-Jährige und ist voll fokussiert auf seine nächsten Aufgaben.

Aufgrund der Junioren-WM in Lahti ist der Continentalcup in Willingen, der am ersten Februar-Wochenende, also direkt nach dem Weltcup, auf der Mühlenkopfschanze stattfindet, kein Thema. Zwischen der Simulation in Villach und dem Ernstfall in Lahti einen Ausflug auf die Großschanze zu machen – das wäre dann doch keine optimale Vorbereitung auf das Highlight bei der Nordischen Junioren-WM.

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