Skispringen

Simon Spiewok trifft in Engelberg zwei Skisprung-Legenden

Skispringer im Flug
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Sportlich nicht zufrieden, dafür aber um eine tolle Erfahrung reicher: Simon Spiewok.

Bei seiner Premiere im Continentalcup in Engelberg/Schweiz war Simon Spiewok sportlich nicht zufrieden, trotzdem wird er die Springen in guter Erinnerung behalten, traf er doch mit Noriaki Kasai und Gregor Schlierenzauer auf zwei Legenden der Sportart.

Engelberg – Es war kein Wettkampf wie jeder andere: Simon Spiewok, Skisprung-Talent aus Meinerzhagen, feierte am Sonntag und Montag seine Premiere im Continentalcup und zudem seine Premiere auf der Groß-Titlis-Schanze in Engelberg/Schweiz, auf der vor Weihnachten noch die Generalprobe der Weltcup-Skispringer für die Vierschanzentournee stattgefunden hatte.

Spiewoks Bilanz war eine geteilte. Sportlich war der 18-Jährige vom TuS Neuenrade nicht wirklich zufrieden – dafür entschädigte indes der Wettkampf mit all seinen Facetten. Ein Wettkampf, bei dem ehemalige Weltcup-Größen wie Gregor Schlierenzauer, Noriaki Kasai oder auch die starken Polen Jakub Wolny (Tagessieger am Sonntag) und Stefan Hula mit von der Partie waren.

Simon Spiewok trifft in Engelberg zwei Skisprung-Legenden

Es war für den Youngster aus dem Ski-Internat in Willingen ein Treffen mit Legenden: Der 48-jährige Kasai war Skiflug-Weltmeister und Team-Olympiasieger mit Japan, als Spiewok noch gar nicht lebte. Der Österreicher Schlierenzauer (30) führt die Ewige Bestenliste der Weltcupsieger mit 53 Erfolgen an, war Skiflug-Weltmeister, Olympiasieger und Gesamt-Weltcupsieger.

„Klar, das ist eine gute Erfahrung – von solchen Legenden kann man sich natürlich noch viel abschauen, wenn man zusammen im Aufwärmraum ist“, sagt Simon Spiewok. Lampenfieber in diesem prominenten Umfeld? „Nein“, sagt er, „es war eher eine große Freude, da springen zu dürfen.“

Handicap: Nur ein Trainingssprung auf unbekannter Schanze

Das Problem: Spiewok hatte auf der für ihn noch gänzlich unbekannten Schanze nur einen Trainingssprung – ein Handicap, mit dem vor allem die jungen Springer auf dieser schwierigen Schanze zu kämpfen hatten. Am Sonntag machte der Meinerzhagener seine Sache trotzdem sehr gut: Mit 115,5 Metern flog Spiewok exakt so weit wie Noriaki Kasai. Den zweiten Durchgang der „Top 30“ verpassten beide. Kasai als 32., Spiewok auf dem 39. Platz.

„Da haben fünf Punkte gefehlt für Durchgang zwei“, sagt der Youngster und war mit diesem Tag trotzdem sehr viel zufriedener als mit dem Montag, an dem der Österreicher Maximilian Steiner gewann. Mit 108,5 Metern blieb Spiewok diesmal im Feld der 57 Springer nur der 54. Platz.

Weiter geht es für Simon Spiewok nun am 2. Januar mit einem DSV-Lehrgang in Oberstdorf. Danach wartet der Deutschland-Pokal, der voraussichtlich in Oberhof stattfinden soll.

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