FSV Werdohl freut sich auf SF Siegen II

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Jetzt wird es ernst für die neue FSV Werdohl: Robert Bierkoch (rechts), Florian Neuke und Moritz Klamann (hinten) erwartet am Sonntag die Reserve der Sportfreunde Siegen zum Saisonauftakt im Riesei-Stadion.

WERDOHL - Sechs Wochen lang haben die Landesligakicker der FSV Werdohl auf diesen Augenblick hingearbeitet – auf den Saisonstart am Sonntag um 15.30 Uhr (!) im Riesei-Stadion gegen die Reserve der Sportfreunde Siegen. „Ich bin froh, dass es wieder losgeht“, sagt Carsten Minker und fügt hinzu: „Die Jungs wollen endlich im ersten richtigen Pflichspiel gucken, wo sie stehen.“

Zwar haben die Werdohler am vergangenen Sonntag mit dem Landespokalspiel gegen den Westfalenligisten die erste Pflichtaufgabe mit Bravour hinter sich gebracht. Der Ligaalltag ist aber ein ganz anderer, als die 90-minütige Pokalkür. Und dass es nach der großen Fluktuation im Sommer rund um das Riesei-Stadion durchaus einige Skeptiker gibt, ist weder dem FSV-Trainer noch der Mannschaft entgangen: „Wir wurden von vielen Leuten schon totgesagt und werden von einigen als Absteiger, womöglich mit der Reserve zusammen als Doppelabsteiger gesehen.“ Genau diesen Zweifeln, aber auch sich selbst will die neue Landesliga-Elf ab sofort beweisen, dass sie ohne Zweifel ligatauglich ist. Die Wochenaufgaben, um für das Spiel gegen die Sportfreunde fit zu sein, hießen am Riesei: Akku aufladen, an der Spritzigkeit arbeiten und noch einmal eine Variante des Torabschlusses trainieren. Dazu wurde am Donnerstag noch eine Menge Grundsätzliches besprochen. Als neuen Kapitän haben die Trainer Manuel Sander bestimmt, der gegen Siegen nach seinem Einsatz in der Reserve aber zunächst nur auf der Bank Platz nehmen wird. Seine Stellvertreter sind Redouane El Alami und Moritz Klamann. Gestern dann wurde dann das Abschlusstraining vorverlegt, weil ein Großteil des Teams zum Westfalenligaderby am Hemberg wollte.

Danach gilt die Konzentration aber nur noch dem eigenen Spiel gegen die Siegener Reserve, die Carsten Minker nur schwer einzuschätzen vermag. Persönlich gesehen hat der FSV-Trainer sie in der Vorbereitung noch nicht, aber er macht sich auf einen starken Gegner gefasst. Wohl nicht zu Unrecht. Zwar muss Sportfreunde-Trainer Matthias Hagner mit Urlauber Yasin Colak und dem verletzten Joeal Kalambay zwei Innenverteidiger ersetzen, aber dafür bekommt er drei, vier Akteure aus dem Kader der Regionalliga-Mannschaft, die an diesem Wochenende spielfrei ist. Doch nicht nur aus dem Grund peilt Hagner am Riesein einen Dreier an. „Ich will grundsätzlich jedes Spiel gewinnen“, sagt der Ex-Profi, der insgesamt aber „ein Übergangsjahr“ erwartet und seine junge Mannschaft nicht zu den Meisterschaftsfavoriten zählt. „Wenn wir nach 90 Minuten dastehen und es ist 1:1 ausgegangen, kann es sein, dass wir auch damit zufrieden sein müssen“, fügt der SF-Trainer hinzu.

Das wäre übrigens ein Ergebnis, mit dem Carsten Minker, der nur auf die Urlauber Sarris und Uzunoglu sowie die verletzten Ketzenberg und Aydin verzichten muss, am Sonntag zum Start sehr gut leben könnte.

von Stefan Herholz

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