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SGSH-Youngster zahlen Lehrgeld: Unnötige Niederlage beim Topteam

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Von: Thomas Machatzke

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Handballer beim Wurf
Starke Partie im Rückraum: Christopher Börner. © Thomas Machatzke

22:21 geführt, zweimal den Ball viel zu leicht hergeschenkt, 22:23 verloren: Die Verbandsliga-Reserve der SGSH Dragons ließ am Samstagabend beim HVE Villigst-Ergste Bonuspunkte liegen.

Schwerte – Es wären nur „Bonuspunkte“ gewesen, keine Zähler also, die man einplanen darf oder über die man besonders trauert, wenn sie nicht auf der Habenseite verbucht werden. Aber die Verbandsliga-Reserve der SGSH Dragons mochte am Samstagabend nach der 22:23 (12:12)-Niederlage beim Co-Spitzenreiter HVE Villigst-Ergste, der nun 10:0 Punkte zu Buche stehen hat, dann doch nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Diese Niederlage, auch wenn vorher damit hatte gerechnet werden müssen – sie schmerzte immens.

„Hier darf man nicht verlieren“, hatte Trainer Mark Dragunski noch eine Viertelstunde vor Spielende spontan ausgerufen. Es war nicht despektierlich gemeint gegenüber dem Gastgeber. Eher schon so: Sein Team kämpfte leidenschaftlich, machte vieles richtig, aber immer noch viel zu viele leichte Fehler – und war trotzdem auf Augenhöhe. So blieb es bis zum Ende, das kein Happy End für die Gäste werden sollte.

Zu Beginn der Partie deutete wenig auf ein solches Szenario vor stattlicher Kulisse hin. Die Gastgeber starteten nach vier Siegen in Folge wie die Feuerwehr aus der Herbstferienpause: 3:0 und 4:1 führte das Team von Trainer Tobias Genau und wirbelte die SGSH-Defensive mit eminent viel Tempo und schönen Spielformen auseinander.

Doch die SGSH-Zweite fand über vier einfache Dragunski-Tore bis zum 6:5 allmählich ins Spiel, überraschte die Hausherren dadnn auch noch mit dem Comeback von Drittliga-Kreisläufer Cedric Geitmann, der nach seinem Volmetal-Intermezzo erstmals wieder für seinen Stammverein spielberechtigt war. Dazu taute Christopher Börner auf, war nun offensiv ein echter Aktivposten. So war es zu verschmerzen, dass die Gäste das Torwartduell gegen den ausgezeichneten HVE-Keeper Dennis Friedrich klar verloren. Ab dem 7:8 führte der Außenseiter und nahm ein völlig verdientes 12:12 mit in die Kabine.

Dass beim Favoriten direkt nach dem Wechsel der bis dahin sechsmal erfolgreiche Jonas Mag nach einem Schlag auf die Hand ausfiel, spielte der SGSH-Reserve gewiss in die Karten. Sie legte schnell eine 15:12-Führung vor und geriet in einem engen, allerdings inzwischen auch auf beiden Seiten von sehr vielen Fehlern geprägten Spiel erst beim 17:18 (51.) wieder in Rückstand, lag bald sogar 18:20 im Hintertreffen.

Handballtrainer am Rande
Kein Spiel für des Trainers Nerven: Mark Dragunski in Schwerte am Rande. © Thomas Machatzke

Doch nichts war klar in diesem Spiel, und so drehten Wiggershaus, Lüsebrink und Börner die Partie zum 21:20 für den Gast (55.). Den Ausgleich beantwortete Christopher Börner mit seinem fünften Tor zum 22:21 (57.).

Und dann? Verlor das Spitzenteam zweimal den Ball, doch die Gäste gaben das Spielgerät nach Schnepper-Fehlpass und Dragunski-Fangfehler zweimal quasi fahrlässig wieder her. Es waren die Situationen, die einen Trainer verrückt werden lassen. So glich Louis Marquis für die Hausherren aus (59.) – und traf den Gast nach einem Dragunski-Fehlwurf schließlich 13 Sekunden vor Schluss mit dem 23:22-Siegtreffer ins Herz.

In so einem Spiel fehlt uns einfach die Erfahrung: Wir haben es in der Hand, schmeißen es aber selbst weg. Schade! Ich hätte gerne einen Punkt mitgenommen...

Mark Dragunski (Trainer SGSH Dragons II)

Den Fans im Gänsewinkel gefiel das, sie standen längst auf ihren Plätzen. Das junge SGSH-Ensemble indes war konsterniert. Mit einer Niederlage in Schwerte hatte man rechnen müssen – mit so einer allerdings keinesfalls. Und das tat weh.

Beste HVE-Werfer: Mag (6/3), Mimberg (4), Marquis (4) - beste SGSH-II-Werfer: Dragunski (6/1), Börner (5), Walter (3)

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