Handball

SGSH: Video-Meeting, individuelles Training und die Warteschleife

Handballer beim Torwurf
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Wann die Saison für Philipp Dommermuth und die SGSH weitergeht, ist weiterhin offen.

Die SGSH Dragons halten sich dieser Tage individuell fit und warten auf Instruktionen vom DHB, wann die Drittliga-Saison der Handballer weitergeht. Prognosen fallen schwer.

Schalksmühle – Am Dienstagabend vor dem Weihnachtsfest haben sich die Drittliga-Handballer der SGSH Dragons noch einmal getroffen. Nicht in der Halle, auch wenn es für sie als Profisportler durchaus erlaubt gewesen wäre. Man trifft sich dieser Tage eher im Internet – in diesem speziellen Fall also bei einem Zoom-Meeting. So durfte sich Tobias Schetters, der am Montag seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte, auch noch die persönlichen Glückwünsche des Teams abholen in dieser Videokonferenz.

„Es geht allen gut“, sagt Trainer Mark Schmetz, „die Jungs haben ein individuelles Laufprogramm und eine Kurstabelle mit Übungen. So gut es geht, sollen sie sich fit halten, damit wir in der Halle direkt wieder normal weitermachen können.“

In die Halle wollen die Dragons wieder am 7. Januar. Bis dahin sind die Sporthallen in Schalksmühle und Halver aufgrund der Ferien geschlossen. Die Drittliga-Handballer hatten derweil schon zwei Tage vor der Lockdown-Entscheidung der Politik am 16. Dezember das Hallentraining eingestellt. Auch deshalb, weil der DHB von seinem Plan, am 10. Januar den Spielbetrieb in der 3. Liga fortzusetzen, abgekommen war.

SGSH: Video-Meeting, individuelles Training und die Warteschleife

Im Raum steht nun für den Restart Anfang Februar. „Für mich ist es im Moment allerdings schwer vorstellbar, dass es Anfang Februar wieder losgeht“, sagt Mark Schmetz, „wir hoffen nun einfach darauf, dass es in der ersten oder zweiten Kalenderwoche des neuen Jahres verbindliche Neuigkeiten vom DHB geben wird. Drei bis vier Wochen Vorbereitung wird man den Teams dann ja noch geben müssen.“

November, Dezember, Januar – diese drei Monate sind in der 3. Liga auf jeden Fall spielfrei. Ein Vierteljahr Wettkampfpause. So lange dauerte in der Vergangenheit keine Sommerpause zwischen den Spielzeiten. Drei Spiele und drei Siege hat die SGSH bisher in der Wertung stehen nach fünf Spieltagen. Eine Halbserie umfasst 17 Spiele – 14 Spiele fehlen den Dragons noch, damit die Serie gewertet werden könnte.

153 Spiele in einer Halbserie

34 der angesetzten 45 Spiele haben bis zum Lockdown stattgefunden. Der ASV Hamm II ist mit zwei absolvierten Partien als einziges Team unter der 50-Prozent-Marke. Mit Baunatal, Vinnhorst, dem HSV Hannover, Habenhausen und dem Team HandbALL Lippe II haben fünf Mannschaften bisher ihr komplettes Programm geschafft. Eine komplette Halbserie für alle Teams umfasst 153 Spiele.

Die komplette Halbserie – für Staffelleiter Andreas Tiemann ist sie das Mindestziel, dazu noch die Spiele, die nötig sind, um sportlich die Aufsteiger zu ermitteln. „Wir haben nicht gesagt, dass es Anfang Februar weitergeht. Wir haben den Spielbetrieb bis zum 31. Januar ausgesetzt“, sagt Tiemann, der die nächste Videorunde mit den Vereinsvertretern für die zweite Januar-Woche geplant hat.

Nicht einmal die Hälfte aller Drittligisten im Training

Der Hiller klingt nicht euphorisch beim Gedanken daran, dass die Aussetzung des Spielbetriebs bis zum 31. Januar den Idealfall beinhaltet, am ersten Februar-Wochenende wieder Spiele anzusetzen. Bundesweiter Lockdown bis zum 10. Januar, vier Wochen Vorbereitungszeit – das passt praktisch gar nicht. Dazu kommt, dass Tiemann recht aktuell von den Vereinen unterrichtet wird darüber, ob sie trainieren dürfen oder nicht. „Mitte Dezember waren es nicht einmal die Hälfte aller Drittligisten, die im Training waren“, sagt Tiemann.

Kurzum: Es müsste sich ziemlich rasant ziemlich viel tun, wenn es im Februar etwas mit Pflichtspielen werden sollte. Wahrscheinlich ist das nicht unbedingt. „Wenn es nur noch zwei oder drei Mannschaften wären, die nicht trainieren dürften, könnte man vielleicht trotzdem anfangen und die Spiele dieser Mannschaften für zwei Wochen verlegen“, sagt Tiemann, „aber wenn es so viele Mannschaften sind, macht eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs natürlich noch keinen Sinn.“ Also bleibt nur Geduld. „Wann es wieder losgeht, ist im Moment ganz schwer vorherzusagen“, sagt Tiemann, „aber das es irgendwann wieder losgeht, da bin ich mir sehr sicher...“

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