Kurze Deckung gegen Weßeling ist Gift für SGSH

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Die Manndeckung gegen Lutz Weßeling war nachhaltiges Gift für die SGSH am Niederrhein.

Korschenbroich - Trainer Dragan Markovic sprach nach der klaren 27:38 (12:19)-Niederlage der SG Schalksmühle-Halver beim TV Korschenbroich am drittletzten Spieltag in der 3. Handball-Liga West von einem „schwarzen Tag“, an dem die SGSH es verpasste, die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt aus eigener Kraft zu beseitigen. Geht allerdings auch der Soester TV am Sonntag gegen HSG Varel-Friesland leer aus, wäre die Entwarnung lediglich um einen Tag verschoben.

In der Korschenbroicher Waldsporthalle traf die SGSH auf einen erwartet starken Gegner, der personell allerdings auf dem letzten Loch pfiff und nur acht Feldspieler ins Rennen schickte. Die Sauerländer wussten zwar nur zu genau um die Schwere der Aufgabe, wurden am Niederrhein dennoch überrascht – und zwar im negativen Sinne. TVK-Trainer Ronny Rogawska traf mit der von Beginn an greifenden Manndeckung gegen den Halblinken Lutz Weßeling eine Maßnahme, die die SGSH nachhaltig aus dem Konzept bringen sollte. Nur zweimal führten die Gäste beim Tabellenvierten – beim 0:1 durch Eigenbrodt und beim 1:2 durch Mayer. Bis zum 7:7 (11.) war es ein Duell auf Augenhöhe, ehe sich Korschenbroich über 9:7 (13.), 12:9 (20.) und 15:10 (24.) absetzte.

Weil Weßeling weitgehend an die Kette gelegt war, mussten andere in die Bresche springen. Bei Kristian Eskericic aber lief auf Halbrechts so gut wie gar nichts zusammen, so dass Markovic phasenweise Todor Ruskov für den unglücklich agierenden Kroaten brachte. Das Problem: Der abwehrstarke SGSH-Linkshänder Ruskov war bereits nach 26 Minuten mit der zweiten Zeitstrafe vorbelastet und damit auch nicht des Rätsels Lösung. Ein weiteres Problem: Die SGSH schaffte es einfach nicht, die Korschenbroicher Anspiele auf die Außen zu unterbinden. Und in erster Linie Max Zimmermann nutzte seine Freiheiten mit großer Freude.

Der 12:19-Rückstand zur Pause war für die Gäste fraglos schon eine Hypothek, die nach dem Wechsel allerdings noch größer wurde. Die SGSH verschlief die ersten Minuten nach Wiederbeginn und hatte die Partie schon in Minute 41 endgültig verloren – 28:14.

Da verwunderte es auch nicht, dass Dragan Markovic im Anschluss von einem „schwarzen Tag“ sprach, den auch die betriebene Ergebniskosmetik in der letzten Viertelstunde nicht aufhellen konnte.

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