SGSH verabschiedet vier Akteure

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Der Trainer und seine vier scheidenden Spieler im Hallenfoyer der Sporthalle Mühlenstraße: (von links) Mathias Grasediek, Mateusz Rydz, Daniel Krüger, Daniel Buff und Marc Oberste.

Halver - Die SGSH-Familie hat es sich angewöhnt, ihre scheidenden Familienmitglieder beim Bier im Hallenfoyer an der Mühlenstraße zu verabschieden. Auch am Samstagabend gab es für das Quartett der Akteure, die in Zukunft nicht mehr das Trikot des Handball-Drittligisten tragen werden, nach der Pressekonferenz ein Fässchen Bier, weitere Präsente und vor allem viele warme Worte.

Von Thomas Machatzke

Für Daniel Buff und Marc Oberste war der Applaus besonders lang. Kein Wunder: Buff hat neun Spielzeiten lang das SGSH-Trikot getragen, Oberste war sogar elf Spielzeiten fürs Grasediek-Team aktiv. „Du machst den gleichen Fehler zweimal – den Fehler, nach Hagen zu Hagen“, stellte Hallensprecher Timo Blumberg fest und machte schnell deutlich, dass es als Scherz gemeint war. Schnell gab er Oberste die allerbesten Wünsche mit auf den Weg in die Volmestadt. Der 34-jährige Marc Oberste wird im neuen Jahr in der Oberliga für Eintracht Hagen II spielen, Daniel Krüger, den Blumberg besonders für seine Verdienste um die Jugendarbeit in Halver und Schalksmühle lobte, zieht es an seinen Wohnort zum Verbandsligisten SV Teutonia Riemke.

Ein Endspiel um Platz neun

Auch wenn es am Samstagabend im Hallenfoyer in Halver mitunter den Anschein hatte – noch ist die Spielzeit 2014/15 für die SG Schalksmühle-Halver nicht zu Ende. Am Samstagabend um 19 Uhr ist das Grasediek-Team beim Tabellennachbarn TSV GWD Minden II zu Gast. Gespielt wird in der Hauptschulhalle im Ortsteil Dankersen. Ein Spiel gegen ein junges Team mit viel Substanz, aber ohne große Zuschauerresonanz am anderen Ende Westfalens – es gibt dankbarere Aufgaben für den letzten Spieltag. „Wir werden daraus noch eine nette Auswärtsfahrt machen“, sagt Mathias Grasediek indes, „die scheidenden Spieler werden dabei noch einmal im Kreise der Mannschaft verabschiedet. Da haben wir noch einmal die eine oder andere nette Überraschung.“ Außerdem hofft Grasediek, dass Marc Oberste in Minden vielleicht doch noch ein letztes Mal spielen kann. Sportlich definiert der Diplom-Sportlehrer ein letzten kleines Miniziel: Gegen die punktgleichen Handballer aus dem Weserbergland ist es ein echtes Endspiel um den neunten Platz. Es geht also darum, die Saison auf einem einstelligen Platz abzuschließen.

Die sportliche Zukunft von Daniel Buff und Mateusz Rydz dagegen ist offen. Beide haben noch nicht entschieden, für wen sie im neuen Jahr spielen werden. Dass Buff durchaus auf höherklassiger Ebene noch eine Verstärkung sein kann, bewies er mit einer ganz starken Abschiedsvorstellung in Halver. Auch Rydz spielt seit Wochen am oberen Limit, war beim 32:27-Heimsieg gegen die Leichlinger einer der auffälligsten SGSH-Akteure. Kein Wunder, dass ihn so mancher gerne doch halten würde. Der polnische Spielmacher hat sich in seinem ersten Jahr im Sauerland gut akklimatisiert. Wohin es ihn ziehen wird? Dem Bekunden nach hatte u.a. der Drittliga-Rivale SV 64 Zweibrücken Interesse an Rydz signalisiert.

Der großen Abschiedszeremonie schloss sich am Samstag eine lange Nacht im Hallenfoyer an. Mit dem 32:27 gegen die Pirates hatte die SGSH nicht nur für einen versöhnlichen Ausklang gesorgt – sie hatte auch die Heimbilanz am Spielort Halver gerettet. Bis zum letzten der neun Heimspiele hatten hier 7:9-Zähler zu Buche gestanden, gegen Leichlingen glich das Grasediek-Team nach einer überzeugenden Vorstellung gegen einen allerdings seltsam lustlosen Gast immerhin noch wieder aus.

Alles eitel Sonnenschein? Nicht ganz. Die Unlust der Leichlinger hatte in Halbzeit zwei offensichtlich auch auf einen Ex-Akteur des Lorenzet-Teams übergegriffen. Achim Jansen hatte 30 Minuten lang die Bank gedrückt – und legte dann dem Vernehmen nach in Halbzeit zwei keinen Wert mehr auf Spielanteile gegen seinen alten Verein. „Offiziell will ich dazu gar nichts sagen“, stellte Mathias Grasediek am Montag fest, „das werden wir mit Achim intern in dieser Woche klären.“

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