Dürftige Leistung verdient keine Punkte

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Die SGSH um Achim Jansen (links) unterlag nach einer dürftigen Leistung mit 28:31 bei der SG Ratingen.

Ratingen - Frust statt Punkte für die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver. Im Sportzentrum Ratingen-West unterlag die SGSH am Samstagabend dem Neuling SG Ratingen 28:31 (12:15). Verdient, und doch unnötig. Damit weist das Grasediek-Team erstmals in dieser Saison ein negatives Punktekonto (20:22) auf.

Von Thomas Machatzke

„Wer so viel falsch macht, verlässt das Parkett verdient als Verlierer“, bilanzierte Trainer Mathias Grasediek zusammenfassend. Von all dem, was er und sein Team sich in dieser Trainingswoche vorgenommen hatten, setzte die SGSH viel zu wenig um. Die Gäste mussten in Ratingen die Geschwindigkeitsfaktoren Florian Diehl und Mateusz Rydz (beide verletzt) ersetzen, doch auch die Gastgeber hatten einen wichtigen Ausfall zu verzeichnen: Damian Janus zwang eine Grippe zu einer Pause. So fehlte ein Stück in der 6:0-Abwehrmauer. Dafür waren beim Ratka-Team Giela und Kasal wieder dabei. Mit Folgen fürs Spiel. Beide sollten sich torhungrig zeigen.

Trotz aller kleineren und größeren Mängel (z.B. das Rücklaufverhalten, aber auch generell eine gewisse Schläfrigkeit, die sich immer wieder in die Defensivarbeit einschlich) war die SGSH bis zum 8:8 (20.) auf Augenhöhe. Dann legten die Ratinger um einen starken Linkshänder Schulz und den nie zu bremsenden Spielmacher Kasal ein 13:9 vor. Das 15:12 zur Pause ging in Ordnung, ließ der SGSH sogar noch alle Chancen. Obwohl Jacek Wardzinski seinen polnischen Landsmann Arthur Giela kaum Raum gegeben hatte, war defensiv unterm Strich in den ersten 30 Minuten viel zu wenig rund gelaufen. Auch die Torwartleistung war keine gewesen, auf die man hatte aufbauen können.

SGSH unterliegt 28:31 bei der SG Ratingen

Nach dem Wechsel zeigte Mareks Skabeikis einige Lichtblicke, doch von Dauer war das nicht. Wie in dieser Partie nichts von Dauer war. Wenn es das Ideal eines Handballspiels aus einem Guss gibt, so war das Kräftemessen zwischen Ratingen und der SGSH das genaue Gegenteil davon. Zerfahren war es, abgehackt. Mit lichten Momenten auf beiden Seiten, aber eben auch mit vielen Stockfehlern. Relativ emotionsfrei ließ sich die SGSH bis zum 22:16 (43.) abschütteln. Die Ratinger feierten sich und vor allem immer wieder den Kreisläufer-Bären Sebastian Bartmann und Dominic Kasal – eine Art Asterix-und-Obelix-Gespann des Ratinger Handballs.

Es deutete nicht viel hin auf eine spannende Zielgerade. Aber es gab sie doch. Das SGSH-Aufbäumen kam wie im Hinspiel spät, aber es kam. Allerdings stand sich der Gast immer dann, wenn er drauf und dran war, auf ein Tor zu verkürzen, mit schöner Regelmäßigkeit selbst im Weg. Das 24:22 (51., Müller) konterte Ratingen zum 26:22, das spätere 27:25 (Müller, 55.) zum 29:25. Als dann dem guten Dmytruszynski eineinhalb Minuten vor dem Ende das 30:28 gelang, Oesterwind auf die Strafbank musste und Schulz sich einen dummen Wurfversuch erlaubte, da war die finale Chance da. Die SGSH hatte Überzahl, sie bekam einen Siebenmeter, und es blieben 49 Sekunden. Doch Feldmann warf den Siebenmeter an den Pfosten – die vierte Fahrkarte von der Marke an diesem Abend. Das war’s. Im Gegenzug traf Schulz zum 31:28-Endstand und machte das Gros der Zuschauer in der Halle glücklich. Der SGSH blieb dagegen Frust. Sie wartet nun seit mehr als drei Monaten auf einen Erfolg in der Fremde.

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