Handball

Trainingsfrei trotz Niederlage

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Ordentliche Leistung als Vertreter von Alexandre Brüning, aber komplett ersetzen konnte er den Kapitän (noch) nicht: Lukas Hüller.

Schalksmühle - Wie viele für den Karneval begeisterte Akteure in Reihen von Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver am Rosenmontag zum Feiern losgezogen sind, ist nicht bekannt. Jedenfalls hat dieser Personenkreis Glück gehabt, dass der Trainer zu seinem Wort steht. Trotz der ersten Heimniederlage am Löh in dieser Saison. Und trotz einer in der zweiten Halbzeit überaus mäßigen Vorstellung.

„Wir hatten für den Montag trainingsfrei versprochen. Am liebsten würde ich das jetzt zurücknehmen“, bemerkte SGSH-Trainer Stefan Neff nach der 25:26-Niederlage gegen die Bundesliga-Reserve des TSV GWD Minden. „Um sofort mit der Aufarbeitung loszulegen.“ Aber: ein Mann, ein Wort.

Die Trainingswoche beginnt erst am Dienstag. Dann aber dürfte es einigen Gesprächsbedarf geben, wie der ehrgeizige Coach direkt ankündigte: „In der zweiten Halbzeit passte einiges nicht mehr. Plötzlich dieses unerklärliche ‘Kleinklein’. Dazu die wie schon in Dormagen schlechte Chancenauswertung.“ Ursachenforschung, nachdem die erste Halbzeit noch eine richtig gute gewesen war. Flüssig war da der Ball gelaufen, und auch das Problemfeld „Chancenverwertung“ schien zunächst ad acta gelegt. Einziges Manko in dieser Phase: Die SGSH wusste sich nicht weiter vorentscheidend abzusetzen.

Als in der zweiten Halbzeit Minden stärker wurde und sich ein richtiges Kampfspiel auf Augenhöhe entwickelte, gerieten die Gastgeber peu à peu ins Hintertreffen. Dass hier die ordnende Hand des verletzten Spielmachers Alexandre Brüning fehlte, wollte Neff nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Klar, er ist unser Käpt’n und Leader. Insgesamt hat ihn Lukas Hüller aber gut vertreten. Und ich will auch nicht jammern, wir haben gerade mal einen verletzten Spieler.“

Indes, nicht nur als Spielmacher, auch als sicherer Siebenmeterschütze fehlte der Mittelmann, schließlich vergaben kurz nacheinander Weßeling, Jorajuria und Merhar in der spielentscheidenden Phase gleich dreimal von der Linie. Auch das nächste Spiel gegen Habenhausen am kommenden Wochenende kommt für Brüning definitiv noch zu früh. Apropos Habenhausen, die Vorfreude des Trainers auf die Gäste von der Weser hält sich in Grenzen, auch wenn es auf dem Papier die leichteste aller möglichen Aufgaben gegen das abgeschlagene Schlusslicht ist. „Ein sehr unangenehmer Gegner, der gerne hart und körperbetont spielt. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen.“ Das Trainerteam wird daran arbeiten – nach der Karnevalspause. - keh

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