Intensives Handballerlebnis

SGSH steht beim Soester TV auf dem Prüfstand

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Mit Vollgas in die Bördestadt: Daniel Krüger (rechts) trifft mit der SGSH am Sonntag auf den Soester TV.

Schalksmühle -  Wenn Trainer Mathias Grasediek von Soest spricht, klingt das immer nach Zahnschmerzen. Es sind immer besondere Duelle gewesen, die SG Schalksmühle-Halver hat sie auch oft erfolgreich gestaltet – aber gemocht hat die SGSH diese Vergleiche mit dem STV nie. Am Sonntag nun ist es um 17 Uhr in der Halle des Börde-Berufskollegs wieder so weit.

Von Thomas Machatzke

Eine große Rennerei waren die Spiele zumeist, der Handball ist oft ein bisschen wilder und unkonventioneller, wenn der Soester TV daran teilnimmt. Das Team ist in großen Teilen klein und schnell und lästig. Kevin Bekel steht für diesen Handballstil. Aber er wird am Sonntag nicht auf dem Parkett stehen – Kreuzbandriss. „Das aber“, sagt Grasediek, „heißt nichts. Deshalb spielt Soest jetzt ja nicht anders. Von diesem Spielertyp hat der STV ja noch andere…“

Unsere Kollegen des Soester-Anzeiger berichten am Sonntag ab 16.45 Uhr in einem Live-Ticker über das Spiel des STV gegen die SGSH.

Also dürfte es wieder unkonventionell werden. Die SGSH hat den Vorteil, dies schon ausgiebig zu kennen. „Für viele Teams in der Liga kommt das überraschend“, sagt Grasediek, „wir sind darauf vorbereitet. Wir haben eigentlich immer gute Lösungen gegen die offensiven Abwehrsysteme gefunden. Für andere ist es Neuland, wir haben über Jahre diese Erfahrungen sammeln dürfen.“

Sorglos macht das den SGSH-Coach nicht, im Gegenteil. Die Sorgen hängen auch stark mit dem Blick aufs eigene Personal zusammen. Gerade, wenn es hektisch und wild werden sollte, wäre es hilfreich, einen kühlen Strategen auf dem Feld zu haben, der die Dinge in die richtige Richtung lenkt. Christian Feldmann, der prädestinierte Mann für diese Rolle, hat indes bis zum Donnerstag noch nicht trainiert (Fersenverletzung). Auch bei Florian Diehl (Probleme an der Wurfhand und am Fuß) und Marc Oberste (Hüftverletzung) sieht es nicht gut aus. Maciej Dmytruszynskis gebrochener Daumen macht hingegen Fortschritte. Das ist immerhin für die Abwehr gut und wichtig – vorne ist der lange Pole nicht die erste Waffe, wenn es darum geht, ein komplett offensives Abwehrsystem zu knacken.

„Wir haben uns auf unterschiedliche Systeme vorbereitet – mal schauen, wie es passt“, sagt Mathias Grasediek, „die Hauptaufgabe wird die Fehlervermeidung sein. Leichte Fehler sind nie gut, aber gegen Soest wiegen sie besonders schwer. Wir dürfen ihnen ihren Gegenstoß nicht ermöglichen.“ Den STV sieht er als Gegner in SGSH-Kragenweite: „Trotz der verletzten Spieler hat das Team genug Qualität – die knappen Ergebnisse gegen die Topteams sind kein Zufall.“

Die Partie nennt der Coach richtungsweisend zum Auftakt des Jahresendspurts. Danach warten schwere Partien (gegen Zweibrücken, in Krefeld und gegen Hagen). Zwei Pluspunkte würden da noch mehr den Druck nehmen. Dass sein Team um diese Punkte leidenschaftlich kämpfen wird, daran hat der Coach keine Zweifel. „Wenn Soest und wir aufeinandertreffen“, sagt er im Brustton der Überzeugung, „dann wird keiner keinem auch nur einen Millimeter schenken.“ Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für ein intensives Handballerlebnis...

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