SGSH: "Heißes Herz und kühler Kopf"

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Über eine starke Abwehr will sich die SGSH am Samstagabend gegen Soest die Sicherheit für Lösungen in der Offensive holen. Co-Trainer Axel Meyrich fordert die Rückkehr in den „Neuss-Modus“.

Halver - Wiedergutmachung ist für die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver angesagt: Am Samstagabend kommt der Soester TV in die Sporthalle an der Halveraner Mühlenstraße (Anwurf: 19.30 Uhr). Alles andere als ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten wäre dabei für die SGSH eine Enttäuschung.

In der Rückrunde der Vorsaison fegte die SGSH die Bördestädter 33:19 aus der Sporthalle Löh und setzte damit ein deutliches Signal im seinerzeit noch nicht komplett entschiedenen Abstiegskampf. Am Ende reichte es für beide Kontrahenten. Nun ist Soest wieder am Tabellenende zu finden, die SGSH aber gar nicht so weit davon entfernt auf dem elften Platz. Das 21:30 zuletzt in Minden hat die gute Stimmung nach dem Neuss-Sieg weggewischt.

Geblieben ist vor allem Nachdenklichkeit nach der vierten Saison-Niederlage – beim Trainerteam wie auch bei der Mannschaft habe sie am Montagabend im ersten Training der Woche noch dominiert, bekennt Co-Trainer Axel Meyrich: „Nachdenklichkeit ob der großen Diskrepanz zwischen 45 wirklich guten Minuten gegen Neuss und dieser Startphase in Minden“, sagt Meyrich und mag gar nicht Spieler individuell herausstellen, „das war kollektives Versagen. Wir haben das alles bis auf kurze Abschnitte praktisch wehrlos über uns ergehen lassen. Das ist so ärgerlich, weil wir weiter an einem Schub fürs Selbstvertrauen hätten arbeiten können.“

"Emotionalität hat in Minden gefehlt"

Also zurück auf Null: Nun geht die Arbeit an der „breiten Brust“ von Neuem los. Gegen einen Gegner, der eine Art alter Rivale ist. Ungeliebt in den vielen Partien, die durchaus Derby-Charakter haben. „Gerade die nächsten beiden Spiele gegen Soest und in Volmetal haben extrem mit dem zu tun, was uns in Minden komplett gefehlt hat: Emotionalität.“

Gegen Soest kommt aber noch etwas anderes hinzu: Auch wenn die Lohse-Schützlinge von der personellen Besetzung eher schwächer einzuschätzen sind als in der Vorsaison, so hat sich am Charakter ihres Spiels doch wenig geändert. „Wir haben auch gar kein Straftraining angesetzt“, sagt Meyrich, „wir haben uns direkt auf Soest vorbereitet – auf viel Bewegung ohne Ball, Lösungen in Kleingruppen. Es ist die altbekannte Herausforderung: Wir wissen, wie leicht man sich schwer tun kann bei der Suche nach immer neuen Lösungen gegen einen so lästigen Gegner.“

"Minden-Modus" vergessen machen

 Darüberhinaus gehe es für die SGSH, sagt Meyrich, vor allem darum, in den ‘Neuss-Modus’ zurückzukehren und den ‘Minden-Modus’ vergessen zu machen. „Das fängt mit einer guten Abwehr an – da müssen wir uns die Sicherheit für die Offensive holen“, sagt Meyrich, „wir müssen wieder mit einem heißen Herzen spielen, aber der Kopf muss kühl genug sein, um die ständig wechselnden Aufgaben des Abends zu lösen...“

Jansen vor Kurz-Comeback?

Die SGSH wird das Team vor dem Soest-Spiel wieder leicht verändern müssen. Der Einsatz von Linksaußen Natko Merhar, der aufgrund einer Verletzung in dieser Woche wieder das Training zurückgefahren hat, steht in Frage. Dazu wird neben den Langzeitverletzten Diehl und Ruskov auch erneut Bastian Munkel (Polizeidienst) ausfallen. Maximilian Büchel musste im Training aufgrund einer Erkältung passen, wird aber wohl zum Wochenende wieder zur Verfügung stehen. Achim Jansen ist nach seinem Muskelbündelriss am Montag wieder ins Training eingestiegen. Der Eindruck in den ersten Einheiten bei einer Belastung von 60 bis 70 Prozent ist gut gewesen. Sollte er den Härtetest in den letzten Einheiten bestehen und voll belastbar sein, so könnte es für ein Kurz-Comeback gegen den STV reichen.

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