Güntner entscheidet das Derby 

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Finaler SGSH-Jubel um Marcel Meisterjahn (links), der den entscheidenden Starfwurf zum  glücklichen 20:19-Derbyerfolg über die HSG Lüdenscheid herausgeholt hatte. 

Schalksmühle - Eine hochdramatische Schlussphase entschädigte das Publikum für ein zuvor doch fehlerbehaftetes Handball-Landesligaderby  zwischen dem Spitzenteam der SG Schalksmühle-Halver II und Außenseiter HSG Lüdenscheid, in dem sich die Kreisstädter letztlich mit 19:20 (10:7) höchst unglücklich geschlagen geben mussten.

16 Sekunden waren am Löh noch zu spielen, die HSG hatte Ballbesitz und Überzahl. Trainer Volker Schnippering - rechtzeitig vor Spielbeginn auf die Bank der Gäste zurückgekehrt - nahm die allerletzte Auszeit, um sein Team auszurichten.

Sieg für den Gast oder Punkteteilung? Das schien die einzig offene Frage zu sein, aber weit gefehlt, das Drama vom Löh hatte weitere Facetten zum Ausgang parat: Die Lüdenscheider passten zweimal parallel, brachten dann nicht eben geschickt Torjäger Phil Lausen auf einer Position zwischen außen und halblinks in Abschlussposition. Von dort aus, wo SGSH-Torwartrecke Markes Skabeikis schon ein gefühltes halbes Dutzend Mal den Bergstädtern den erfolgreichen Abschluss vernagelt hatte.

Und auch fünf Sekunden vor Schluss behielt der lettische Zerberus die Oberhand. Lausen blockierte die Kugel, um einen finalen Gegenstoß der Hausherren zu verhindern und kassierte dafür eine Zeitstrafe. Die löste Diskussionen aus und gab den Paffenbach-Schützlingen Gelegenheit, den passicheren Mark Schür zwischen die Pfosten zu wechseln. Der spielte den langen Ball auf Yannik Landwehr, der auf Marcel Meisterjahn weiterleitete, der eins gegen eins ging und final gefoult wurd: Die HSG beklagte aber nicht zu Unrecht einen Schrittfehler des SGSH-Rückraumspielers und monierte weiter eine bereits abgelaufene Uhr. Die Schiris entschieden anders, gaben Siebenmeter. Robin Güntner verwandelte zum überaus gücklichen Sieg für den Verbandsligakandidaten. Glücklich, weil ein Remis eher dem Spielverlauf entsprochen hätte.

Vor dem finalen Drama hatten sich beide Teams eine wahre Abwehrschlacht mit drei guten Schlussleuten (Schür und Skabeikis bei der SGSH II und Bahr bei der HSG) geliefert. Die HSG war gut gestartet, hatte mit 5:2, 9:6 und zur Pause 10:7 verdient geführt. Nach Wiederbeginn verlieh Skabeikis der SGSH weiteren  Rückhalt. Beim 10:10 (33.) hatten die Hausherren früh ausgeglichen und schienen beim 15:12 (46.) auf der Siegerstraße. Doch die Gäste gaben trotz hoher Angriffs-Fehlerquote auf beiden Seiten nicht auf, sondern kämpften sich, angeführt vom künftigen SGSHer Benno Walter, zum 19:19 wieder heran.

 Beste Torschützen auf Sieten des Siegers waren Güntner (5/1), Pottkämper (4/1) und Pfaffenbach (4/1) sowie beim Gast Walter (6/1) und Lausen (5/2).      

    

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