Derby mit eindeutigen Vorzeichen

SGSH-Reserve empfängt HSG Lüdenscheid

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SGSH-Kreisläufer Justin Wiggershaus (rechts) im Duell mit dem Bergstädter Felix Kroll. Das Hinspiel entschied die SGSH-Reserve am Stadtpark klar mit 28:21 zu ihren Gunsten.

Schalksmühle  -  Selten waren die Derbyrollen in den vergangenen Jahren so klar verteilt wie diesmal: Die Reserve der SG Schalksmühle-Halver ist im Landesligaduell gegen den Nachbarn HSG Lüdenscheid (Samstag, 16.30 Uhr, Sporthalle am Löh) klarer Favorit.

Denn die Gastgeber haben nicht nur das Hinspiel im September beherrscht (28:21), sondern auch ganz andere Ambitionen als die Kreisstädter. So will die SGSH II noch ein Wörtchen im Kampf um den Aufstieg mitsprechen und kassierte da am Vorwochenende mit der knappen 37:38-Niederlage bei Borussia Höchsten im Gleichschritt mit Hombruch einen Rückschlag, der Halingen einen Zwei-Punkte-Vorsprung verschaffte.

Das heißt, die SGSH darf sich keinen weiteren Ausrutscher leisten. Entsprechend konzentriert werden die Gastgeber in die Partie gehen und den bestens bekannten Kreisrivalen in die Schranken weisen wollen. Parallele vor dem Derby: Sowohl die SGSH als auch die HSG wurden aufgrund privat verhinderter Chefcoaches von den Co-Trainern auf die Partie vorbereitet. SGSH-Chef Dirk Pfaffenbach wird auf jeden Fall zum Anpfiff zurückerwartet, für Gästecoach Volker Schnippering könnte es eng werden. So oder so: Sein Stellvertreter Daniel Opitz kann ganz gelassen in die Partie gehen: Mit dem Heimsieg gegen Warstein hat er seinen Primärauftrag als verantwortlicher Mann erfüllt, die HSG hat sich als Tabellenfünfter vor den Wochen gegen die Liga-elite ein dickes Polster auf den Tabellenkeller „angefressen“. Und da eine Niederlage am Löh Normalfall wäre, kann die HSG dort eigentlich nur gewinnen. „Wir müssen im aufgebauten Angriff mehr Geduld haben als gegen Warstein, unsere Konzepte konsequenter spielen, hinten ordentlich zupacken und vor allem ein gutes Rücklaufverhalten gegen Potberg und Co. zeigen“, sieht Opitz als kleine Außenseiterchance, wobei die Bergstädter weiter auf Stefan Froitzheim und Marvin Kapp verzichten müssen. Zudem haben sie auch Sebastian Bölling (Familienfeier) nicht zur Verfügung. Wegen „Verletzungsseuche“ steht mit Jörn Bahr zudem nur ein Keeper zur Verfügung.

Sorgen, die sein Gegenüber Eckart Herzog allerdings in dieser Woche mit zahlreichen verletzungs-, krankheitsheits- oder berufsbedingten Ausfällen, u.a. Skabeikis, Luciano, Güntner, Pfaffenbach, Hotze und Meisterjahn, teilt. Fehlen wird neben den Langzeitausfällen Max Bergner und Nils Leicht auch Jungspielmacher Pascal Binder (Knieverletzung), dafür stehen nach Aushilfen bei der „Ersten“ zumindest theoretisch Alex Trimpop und Florian Ludwig wieder zur Verfügung. „Natürlich sind wir Favorit und natürlich wollen wir gewinnen, aber das wird uns die HSG mit Sicherheit nicht so einfach machen wie im Hinspiel“, sagt Herzog und verweist nicht nur auf das Mitwirken des damals fehlenden künftigen SGSHers Benno Walter, sondern auch auf die gewaltige Formsteigerung der Gäste.

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