Handball, 3. Liga Nord-West

„Haben ein sehr gutes Gefühl“

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Der SGSH-Manager und der künftige Trainer im Gespräch: Mark Wallmann (links) und Mark Schmetz am Rande des Leichlingen-Spiels der Dragons im April in der Blütenstadt.

Schalksmühle – Am Donnerstagabend hat Handball-Drittligist SGSH Dragons den neuen Trainer für die Spielzeit 2020/21 vorgestellt (wir berichteten). Der Niederländer Mark Schmetz, der als Aktiver für die TSG Herdecke, die SG Wallau/Massenheim, den TBV Lemgo und den ASV Hamm in Deutschland spielte und danach als Trainer in den Niederlanden zweimal die Meisterschaft feierte, soll am Samstagabend im Heimspiel gegen Leichlingen erstmals im Sauerland vorstellig werden und sich die Mannschaft als Zuschauer anschauen. Schmetz war der absolute Wunschkandidat der SGSH-Führung. Im Gespräch mit Sportredakteur Thomas Machatzke blickt SGSH-Manager Mark Wallmann auf die Zukunft des Drittliga-Teams mit dem Niederländer.

Mark Wallmann, Sie haben mit Mark Schmetz den neuen SGSH-Trainer für die Saison 2020/21 vorgestellt. Was macht ihn zu Ihrem Wunschkandidaten? 

Was uns überzeugt hat, ist seine lange eigene Karriere. Er kann sich gut in Spielersituationen hineindenken, ist ein ruhiger, durchdachter Zeitgenosse, der selbst immer ein Vorzeigeathlet war. Mark Schmetz bringt eine Top-Einstellung mit, die er jungen Spielern weitergeben will. Dazu ist er viel herumgekommen, hat große Vereine kennengelernt. Wir sind dabei, unseren Verein neu aufzustellen. Wenn es noch einmal gelingen sollte, ganz oben mitzuspielen, dann muss man auch für den Sprung nach oben entsprechend aufgestellt sein. Im letzten Jahr wären wir das noch nicht gewesen. Mark Schmetz ist einer, der uns auch auf einer größeren Bühne gut vertreten könnte. Dass er dieses Engagement neben Familie und Beruf annimmt, zeigt, wie sehr er beim Handball verhaftet ist. 

Der neue Trainer will weiterhin in den Niederlanden arbeiten und wohnen und zum Training pendeln. Der Routenplaner rechnet ohne Staus von Limburg bis Schalksmühle fast zwei Stunden. Machen Sie sich keine Sorgen, ob so etwas klappen kann?

Natürlich machen wir uns diese Sorgen. Aber Mark Schmetz möchte das so, und wir haben es angenommen. Wir werden alternativ auch für Übernachtungsmöglichkeiten sorgen. Ich bin selbst sehr viele Kilometer im Jahr auf der Straße und weiß, dass das alles andere als lustig ist. Aber es ist sein Wunsch, wir werden es sehen. Zumal er keine vier, sondern drei Einheiten in der Woche leiten wird. Mark Schmetz wollte unbedingt wieder nach Deutschland, weil der Handball hier einen anderen Stellenwert hat. Und er wollte zu uns, weil er hier auch die Jugend entwickeln kann. Die Punkte, die uns wichtig waren, erfüllt Mark Schmetz mit seiner Einstellung zur Jugend, auch zu Schiedsrichtern. Wir wissen, dass es nie den perfekten Trainer geben wird, aber wir haben ein sehr gutes Gefühl. 

Wird Mark Schmetz alleine arbeiten oder bleibt zum Beispiel Hans-Peter Müller auch im Trainerteam? 

Unser großes Ziel ist es, Hans-Peter Müller weiter an uns zu binden. Wir wollen die Entscheidung aber nicht vorwegnehmen, schließlich sollen sich Mark Schmetz und Hans-Peter Müller erst einmal kennenlernen. Hans-Peter Müller hat uns signalisiert, dass er gerne bei uns bleiben würde, dass er zu 120 Prozent hinter uns steht. Das freut uns sehr. Er ist einfach ein Fuchs und taktisch hellwach. Es wäre schön, wenn die beiden ein Team bilden würden. 

Und die Rolle von Mark Dragunski soll dann wieder die sein, die er vor der Trennung von Stefan Neff inne hatte? 

Ja, das war von Anfang so abgesprochen. Sein Fokus bleibt klar auf der Jugend. Dort ist langfristig seine Heimat im Verein. Da ist auch kein halbweinendes Auge dabei. Am Ende der Saison ist der Job gemacht – und fertig. Das ehrt ihn umso mehr. 

Mark Wallmann, vielen Dank für das Gespräch!

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