Ernüchterung bei der Grasediek-Sieben

SGSH kommt in Minden unter die Räder

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Weckte mit zwei Toren direkt nach Wiederbeginn kurzzeitig Hoffnungen bei der SGSH, die dann aber doch hoch in Minden verlor: Maximilian Büchel.

Minden - Gehofft hatte Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver auf den dritten Sieg in Folge. Aber am Samstagabend musste sich die Sieben von Trainer Mathias Grasediek nach einer 21:30 (9:17)-Schlappe bei GWD Minden II sichtlich ernüchtert auf den Heimweg ins Sauerland machen.

Die „tote“ Stimmung in der Hauptschulhalle in Dankersen mit gerade einmal 90 Zuschauern schien den Gast aus dem Sauerland förmlich zu lähmen. Die SGSH stand zu Beginn völlig neben sich und lag nach gerade einmal sieben Minuten schon hoffnungslos mit 0:7 im Hintertreffen. Die gewählte Deckungsvariante mit einem Positionsverteidiger gegen den GWD-Halblinken Marian Michalczik hatte überhaupt nicht gegriffen. Der Torjäger der Hausherren erzielte drei der ersten fünf Tore für Minden. Und auch vorn verpuffte der Versuch der SGSH, mit einem zum Kreis hin auflösenden Malte Müller über den Kreis in Abschlusspositionen zu kommen. Weder Christian Feldmann noch Lutz Weßeling kamen mit ihren Anspielversuchen durch.

Das erste SGSH-Tor resultierte nach acht Minuten auch noch aus einem Siebenmeter. „Im Grunde war die Partie da schon gelaufen“, bilanzierte ein sichtlich zerknirschter Co-Trainer Axel Meyrich.

Zwar versuchte die SGSH viel, stellte wieder um auf eine 6:0-Deckung und wechselte Dominik Plessers für den glücklosen Dominik Formella zwischen die Pfosten, und die Tordifferenz blieb in der Folgezeit bis zum Seitenwechsel in etwa gleich. Aber entscheidend näher kamen die Gäste an die junge und sehr schnell kombinierende Bundesligareserve der Mindener nicht mehr heran. Mit einem klaren 17:9-Führung der Gastgeber wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff gab’s unverhofft noch einmal einen Hoffnungsschimmer für die Handballer aus Schalksmühle und Halver: Hinten stand der Gast konzentriert und vorne verkürzten Weßeling und Büchel (je 2) auf 13:17 (36.). Doch als Natko Merhar den Gegenstoß von Mindens Jungmann zu ungestüm und ungeschickt unterband, kassierte er eine Zeitstrafe und schon war’s wieder vorbei mit aller SGSH-Herrlichkeit, die ihr Übel in erster Linie in gleich 19 technischen Fehlern begründet sah. 

Ein 6:0-Lauf bescherte den Mindenern eine erste Zehn-Tore-Führung (23:13, 42.), gegen die der Gast eher uninspiriert ankämpfte. Während bei den mit schnellem Passspiel und guten Kreuzbewegungen überzeugenden Mindenern Marian Michalczik (7) und Jannik Jungmann (6) überzeugten, genügte bei der SGSH allein der kurz vor der Pause erstmals eingewechselte Youngster Moritz Eigenbrodt (4) den eigenen Ansprüchen.

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