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SGSH kommt gegen Gummersbacher Youngster nach dem Wechsel ins Rollen

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Von: Thomas Machatzke

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Handballer im Zweikampf
Christopher Börner im Zweikampf mit Gummersbachs Besten, Florian Schmidt: Der SGSH-Youngster zeigte viel Leidenschaft und erzielte drei Tore. © Thomas Machatzke

Handball-Drittligist SGSH Dragons siegte im letzten Spiel der Hinserie gegen den VfL Gummersbach II 36:27 (14:13) und beendet die erste Halbserie damit auf dem zweiten Tabellenplatz.

Halver – Dass die SGSH Dragons die Hinrunde in der Staffel D der 3. Liga als Tabellenzweiter beenden würde, es stand bereits am Samstagabend fest. Die HSG Krefeld hatte da beim Vorletzten in Gensungen gewackelt und am Ende doch 30:29 gewonnen, die Herbstmeisterschaft perfekt gemacht. Dafür hatte der TuS Opladen sein Derby beim Leichlinger TV 23:24 verloren.

Die SGSH hätte somit sogar verlieren können und wäre doch Zweiter geblieben. Doch eine Niederlage war am Sonntagabend vor immerhin noch 220 Zuschauern an der Mühlenstraße für den Favoriten nach holprigem Start kein Thema. 36:27 (14:13) wies die SGSH den VfL Gummersbach II in die Schranken. Der neunte Sieg im elften Saisonspiel.

„Man sieht, die Liga ist sehr ausgeglichen. Es gibt keine Mannschaft, die man einfach so schlägt. Der Samstagabend hat es wieder gezeigt“, stellte SGSH-Coach Mark Schmetz fest und war froh, dass es gegen die jungen Wilden aus dem Oberbergischen letztlich doch noch so mühelos gelaufen war, „wir haben sogar noch viel durchwechseln können. Ich denke, es war ein guter Hinrundenabschluss.“

SGSH kommt gegen Gummersbacher Youngster nach dem Wechsel ins Rollen

Da das Zweitliga-Team der Gummersbacher parallel daheim gegen Aue spielte und 37:23 gewann, waren Keeper Martin Nagy, aber auch Spielmacher Julius Fanger und Abwehrchef Tom Kiesler in der Schwalbe-Arena geblieben. Auch der portugiesische Ausnahmekeeper Diogo Valerio war nicht mit an der Mühlenstraße. Dafür aber sechs A-Junioren, die noch am Samstag in Hagen einen Sieg in der Jugend-Bundesliga gefeiert hatten. Dazu als einziger Keeper Kilian Werz, der auch noch ein A-Junior ist, aber diesmal nur in der U23 spielte. Sechs der 16 Plätze im Kader blieben unbesetzt beim Gast.

„Das geht uns von Woche zu Woche so, dass wir mit zehn, elf Leuten auskommen müssen“, stellte VfL-Coach Goncalo Mirando fest, „ich glaube, wir haben das heute ganz gut gemacht. Aber uns fehlt der komplette Innenblock, dazu der Spielmacher. Und hintenraus hatten wir nach der Roten Karte in der Abwehr gar nichts mehr für die Mitte nachzupacken.“

Handballer beim Torwurf
Vierfacher Torschütze: Kreisläufer Philipp Dommermuth. © Thomas Machatzke

Zu Beginn hatte das junge Ensemble die SGSH indes mehr geärgert, als ihr lieb gewesen war. 0:3 nach fünf , 5:7 nach 17 Minuten. Die 5:1-Abwehr der Gastgeber fand nicht das rechte Timing gegen die Abschlüsse der VfL-Youngster. Vorne ließ die SGSH Kilian Werz glänzen.

Erst eine Auszeit und mit ihr die Umstellung auf eine 6:0-Abwehr sowie die Einwechslung von Fabian Hecker brachten Besserung (16.). Hecker avancierte fortan zur wichtigsten SGSH-Rückraumwaffe (drei Treffer binnen drei Minuten zum 8:7). Dazu nötigte die 6:0-Abwehr dem VfL mehr Abschlüsse aus der Distanz ab. Zur Pause stand es zwar nur 14:13 für die SGSH, die allerdings nun auf einem sehr guten Weg schien.

Die Einschätzung bestätigte sich nach dem Wechsel: Beim 20:15 (40.) war das Schmetz-Team bereits auf die Siegerstraße eingebogen. Der Coach hatte bereits nach dem 17:14 Youngster Christopher Börner gebracht, der das in ihn gesetzte Vertrauen mit viel Herz und drei blitzsauberen Treffern zurückzahlte.

Rote Karte gegen Loic Kaysen

Zudem war er es auch, der im Zweikampf von Loic Kaysen so robust niedergestreckt wurde, dass die Referees Seidler/Seidler der Säule des VfL-Innenblocks nach kurzer Beratung die Rote Karte zeigten (39.). Kurzum: Das Kräftemessen war nun ein ungleiches. Die SGSH zog über Schetters und Frenzel mit viel Tempo auf und davon. 36:27 – das war am Ende verdient deutlich, auch wenn die Gäste-Youngster sich eigentlich gut geschlagen hatten.

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