SGSH noch im Winterschlaf

Klassischer Fehlstart für die Grasediek-Sieben

Gegen Ferndorfs mit allen Mitteln verteidigenden Bennet Johnen (links) und Co. konnten in Halbzeit eins nur die polnischen SGSH-Akteure wie Maciej Dmytruszynski (Mitte) und Jacek Wardzinski wenige Offensivakzente setzen. - Foto: Machatzke

Kreuztal - Den Start ins Jahr 2015 hatte sich die SG Schalksmühle-Halver anders vorgestellt, ganz anders. 25:34 (7:18) musste sich das Grasediek-Team am Freitagabend im Südwestfalenschlager der 3. Liga West dem TuS Ferndorf geschlagen geben. Die Kreuztaler übernahmen damit vor ausverkauftem Haus an der Stählerwiese wieder die Tabellenspitze.

Von Thomas Machatzke

Allein mit der Stärke des Zweitliga-Aspiranten war das Geschehen in den ersten 30 Minuten nicht zu erklären. In diesem Abschnitt, der der Partie alle Spannung raubte,

spielten die beiden Kontrahenten in Sachen Tempo und Athletik in unterschiedlichen Ligen. Die SGSH hatte nicht nur im Angriff keine Idee, wie diese rote Wand mit den schnellen Beinen, hinter der ein ausgezeichneter Kai Rottschäfer das Tor hütete, zu knacken war.

Julian Mayer, sonst gegen Ferndorf immer einer der Besten, schob diesmal mit bemerkenswerter Konsequenz die Verantwortung weiter. Die Außen verzweifelten an Rottschäfer, so lastete die komplette Verantwortung auf Rydz und Dmytruszynski.

Dazu kam indes – und das wog noch schlimmer – eine allenfalls durchwachsene Rückwärtsbewegung und eine Deckung, die nie genug Aufwand betrieb, um als Abwehrverband aufzutreten. Beim TuS fehlte nicht nur Niklas Weis, auch Simon Breuer passte in Halbzeit eins komplett aufgrund einer Grippe. Doch den Tempowechseln von Koke und Schneider war diese SGSH-Defensive nie gewachsen. 18:7 zur Pause – das war kein Zufall, das war das logische Resultat nach einem überaus einseitigen Geschehen.

Begegnung ist frühzeitig entschieden

Die Partie war damit entschieden. Was also sollte die zweite Hälfte noch bringen? Zunächst brachte sie viel Zähes auf beiden Seiten. Mehr als drei Minuten brauchte es bis zum ersten Tor. Bis zum 26:15 plätscherte die Partie dahin, dann verloren die Gastgeber, die wenig Alternativen hatten und vielleicht auch dem hohen Tempo der ersten Hälfte ein wenig Tribut zollen mussten, kurz den Faden.

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Die SGSH drückte nun aufs Tempo, als ob sie alles vorher Versäumte noch nachholen wollte. Doch wenngleich sie bis auf 28:22 (54.) und 30:24 (58.) herankam, kam sie nie mehr in die Nähe von Zählbarem. In den letzten Minuten schraubten die Ferndorfer das Ergebnis sogar noch wieder bis auf 34:25. Und weniger deutlich wäre unterm Strich auch nicht gerecht gewesen.

TuS: Kai Rottschäfer, Lukas Puhl (n.e.) – Simon Breuer, Daniel Mestrum (5), Bennet Johnen (3), Alexander Koke (8/2), Kevin John (4), Moritz Barkow (3), Julian Schneider (7), Patrick Bettig (n.e.), Heider Thomas (3), Alexander Droege n.e.), Philip Keusgen (1), Kai Ronge

SGSH: Dominik Formella 1. -14., ab 44.), Mareks Skabeikis (14.- 44.) – Jacek Wardzinski (2/2), Mateusz Rydz (4), Malte Müller (3), Julian Mayer (2), Dominic Luciano (2), Tobias Fleischhauer, Maciej Dmytruszynski (6), Marc Oberste (2), Daniel Krüger (4), Achim Jansen (n.e.), Daniel Buff, Christian Feldmann (n.e.)

Schiedsrichter:  Henning Bargmann und Daniel Stein (Bad Ems/Koblenz)

Beste Spieler: Schneider, Koke, Rottschäfer – Dmytruszynski, Krüger

Zeitstrafen: TuS 4 – SGSH 3

Siebenmeter:  TuS 2/2, SGSH 4/3 (verworfen: Wardzinski)

Spielfilm: 2:1 (4.), 6:1 (10.), 10:2 (15.), 15:4 (21.), 15:6 (27.), 18:7 (30.), 19:10 (38.), 22:13 ((44.), 26:19 (51.), 28:22 (52.), 31:25 (58.), 34:25 (60.)

Zuschauer: 1000 (ausverkauft)

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