Handball

SGSH: Harzgewöhnung und andere Aspekte im ungleichen Kräftemessen

Handball Abwehrspiel
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Aufmerksam über die gesamte Spieldauer: Die SGSH-Defensive um Fabian Hecker und Philipp Dommermuth.

Handball-Drittligist SGSH Dragons gewann sein viertletztes Testspiel der Vorbereitung gegen den hessischen Oberligisten HSG Großenlüder/Hainzell ohne Mühe 35:14 (16:6).

Halver – Am Ende stand ein 35:14 (16:6) auf der Anzeigetafel. Es war ein irgendwie ungleiches Kräftemessen gewesen zwischen Handball-Drittligist SGSH Dragons und dem hessischen Oberligisten HSG Großenlüder/Hainzell. Und trotzdem waren beide Seiten am Ende nicht unzufrieden, im Gegenteil.

280 Kilometer hatte der Gast am Freitag auf sich genommen, um an der Mühlenstraße gastieren zu können. In Halver ist Großenlüders Trainer Mathias Deppe groß geworden, bei der SG Halver-Oeckinghausen hat er in den 1970er- und 1980-er-Jahren das Handballspiel gelernt. „Die Idee, mal in Halver zu spielen, ist schon zwei Jahre alt“, stellte er nach dem Spiel fest, „schön, dass es nun geklappt hat.“

Zu Gast in der alten Heimat: Großenlüders Trainer Mathias Deppe, der in Halver groß geworden ist.

Sinnvoll für die Hessen, die im Sommer 2020 von der Landesliga in die Oberliga aufgestiegen sind, war der Test vor allem deshalb, weil ein Ziel des Abends unabhängig von den Kräfteverhältnissen auf dem Feld erreicht wurde. „Wir spielen in der Hessen-Oberliga in der neuen Saison erstmals mit Harz“, stellte Mathias Deppe fest, „das Spiel mit Harz ist für meine Mannschaft noch sehr ungewohnt, deshalb müssen wir so oft wie möglich üben.“ Zur Not auch gegen einen Gegner, der letztlich wohl mehr als eine Klasse besser war als die HSG. Das Ergebnis war da nachrangig.

SGSH: Harzgewöhnung und andere Aspekte im ungleichen Kräftemessen

Und die Dragons? Waren auch zufrieden. „Wir haben in der Vorbereitung gerade gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften nicht unsere besten Leistungen gezeigt“, stellte Trainer Mark Schmetz fest, „wir wussten diesmal gar nicht, was uns erwartet. Aber die Jungs haben das sehr gut gemacht. Wenn man früh so hoch führt, kommt häufig irgendwann ein Bruch ins Spiel und man wird nachlässig. Das war diesmal nicht der Fall.“

Zug zum Tor: Linus Michel lenkte das Spiel der SGSH richtig ordentlich und zeigte auch selbst mehr Zielstrebigkeit im Abschluss als zuletzt.

Nachdem die SGSH – ohne Diehl (verletzt), Bleckmann (angeschlagen), Gipperich (erste Impfung) und auch die drei Youngster Jannack, Dragunski und Hablowetz - zwei Siebenmeter und einen Gegenstoß verworfen hatte, enteilte sie nach Moritz Frenzels 1:0 (6.) bis zum 11:1 (20.). Kompakte Abwehr, guter Gegenstoß, klare Verhältnisse. Auch zur Pause beim Stande vom 16:6. Die zweite Hälfte ging unter der Leitung der guten Schiedsrichterinnen Schweisfurth/Welsch (Netphen) 19:8 an die Gastgeber. Die Tore für die SGSH erzielten Frenzel (8), Schetters (6/3), Hecker (4), Perey (3), Dommermuth (3), Klasmann (3), Börner (2), König (2), Michel (2) und Merhar (2).

Erkenntnisse? „Vielleicht war dieser Gegner kein richtiger Maßstab“, stellte Mark Schmetz fest, die Konsequenz und Spielfreude seines Teams freuten ihn dann aber doch, und vor allem auch die über die gesamte Spieldauer vorgetragene Kompaktheit im 6:0-Abwehrverbund. Dazu wächst auch Linus Michel immer besser in die Rolle des Spiellenkers hinein. Ein guter Abend vor rund 60 Zuschauern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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