Handball

Dragons beim Schlusslicht

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Dragons-Kapitän Alexandre Brüning und Kreisläufer Dominic Luciano reisen als klare Favoriten zur SG Langenfeld.

Schalksmühle - Es ist nicht das erste Mal, dass die SGSH Dragons gegen ein Schlusslicht der 3. Liga West antreten. Vergleiche mit Underdogs vom Ende der Tabelle hat es immer wieder gegeben, und nicht selten gerieten sie fürs Neff-Team nicht zur reinen Freude. Dass die Dragons nun aber als Spitzenreiter gegen einen Tabellenletzten spielen – das ist ein Novum.

 „Wenn wir eine richtige Spitzenmannschaft sein wollen, dann müssen wir in solchen Spielen auch anders auftreten als in der Vergangenheit“, sagt Stefan Neff, dem derlei Spiele noch schlecht in Erinnerung sind. Auch der letzte Vergleich mit der SG Langenfeld. Es war am 1. April 2017 und mutete an wie ein schlechter Aprilscherz. Gegen die Langenfelder, die seinerzeit bereits so gut wie abgestiegen waren, verlor die SGSH am Löh 27:30. „Wenn wir hochnäsig oder überheblich an die Sache herangehen, kann es ein langer Abend werden“, sagt Neff deshalb. Aber er geht eigentlich nicht davon aus. Zu überzeugend waren die Auftritte der Dragons in den vergangenen Wochen, zu hungrig gemacht hat die Tabellenführung des Team.

Hungrig auf die nächsten Erfolge. Die SG Langenfeld hat die Rote Laterne am Wochenende von Altjührden übernommen. Sowohl Altjührden als auch Großenheidorn hatten den ersten Sieg der Saison gefeiert. Auf einen solchen warten die Rheinländer noch. Die Saison ist mit fünf Spieltagen noch relativ jung, doch in Langenfeld ist schon genug passiert. Trainer Jurek Tomasik, der das Team in der vergangenen Spielzeit als Nordrhein-Meister der knappen Siege zurückgeführt hat in die Drittklassigkeit, ist nach dem 25:41 am 3. Spieltag in Minden Knall auf Fall zurückgetreten. Es war der zweite Trainer-Rücktritt im Verein. Vorher hatte bereits der Trainer der Oberliga-Reserve hingeschmissen. Für Tomasik übernahm Co-Trainer Markus Becker, der erst im Sommer vom Longericher SC gekommen war. Mit Becker machte die SG ein sehr gutes Spiel im Derby in Leichlingen (28:30-Niederlage).

Der nächste Rückschlag folgte indes im Heimspiel am Samstag gegen Longerich, wobei weniger die 23:30-Niederlage gegen die Kölner schmerzte. Viel schlimmer wog das verletzungsbedingte Ausscheiden von Maurice Meurer, der bis dahin mit 34 Saisontoren bester SGL-Schütze (und Nummer vier der Drittliga-Torjägerliste) war. Der im Sommer 2017 vom TuSEM Essen gekommene Youngster verletzte sich am Knie, wird den Gastgebern dem Vernehmen nach länger fehlen.

So treffen die Dragons am Samstagabend in der Halle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums (Anwurf 19.30 Uhr) auf einen besonders angeschlagenen Gegner. Ein Team mit alten Bekannten (Eich, Bölken, Heider, Preisegger), das indes auf dem Papier Außenseiter der krassesten Sorte ist.

Vor zwei Jahren noch nannten sich die Langenfelder die „Gallier“ der Liga. Es hat ihnen nicht geholfen. Sie mussten die Liga nach nur einem Jahr wieder verlassen. Inzwischen haben sie sich selbst umgetauft in „Wild Boys“. Das Schicksal der „Gallier“ droht aber erneut am Niederrhein. Noch verbreiten die „Wild Boys“ nämlich keinen Schrecken.

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