Handball

Rückkehr auf Platz drei

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Mattes Rogowski gegen Ante Vukas – das letzte entscheidende Duell der 60 Minuten an der Mühlenstraße entschied der SGSH-Keeper für sich und hielt so den Sieg der Gastgeber fest, die damit auf Rang drei zurückgekehrt sind.

Halver - Es waren eigentlich wunderschöne Szenen, als am Samstagabend die Schlusssirene ertönte, die Handballer der SG Schalksmühle-Halver ihren achten Saisonsieg in der 3. Liga bejubelten, und die Fans glücklich waren. Alle Spieler stürmten auf Ante Vukas zu und feierten ihren Torwart, der den 26:25-Sieg über die Ahlener SG festgehalten hatte. Artig bedankte sich der 26-Jährige auch bei den Anhängern: Sie applaudierten ihm, und er applaudierte ihnen.

Recht schnell verschwand der SGSH-Keeper dann aber im Kabinentrakt. Er wirkte in diesem Moment irgendwie genervt und gar nicht glücklich, dass die Bilanz aus den vergangenen acht Partien nun stolze 13:3 Punkte sind. Wie war das denn nun beim letzten Wurf, mit dem Mattes Rogowski für die Ahlener SG zum 26:26 hätte treffen und den Abend für die SGSH gründlich hätte versauen können? Da schmunzelte Ante Vukas dann doch ein bisschen. „Der war sicher“, sagte er. „Darauf war ich nach den Video-Analysen vorbereitet.“ Und es hatte auch gar nicht so kompliziert ausgesehen, den Wurf des ASG-Kapitäns aus dem rechten unteren Eck zu fischen. „Es hätte aber auch“, meinte Ante Vukas mit einem Lächeln, „schiefgehen können.“ Ging es aber nicht. Und so standen der Sieg und die Rückkehr auf den dritten Tabellenplatz hinter dem verlustpunktfreien TuS Ferndorf (23:22 gegen den Leichlinger TV) und dem mit zwei Minuspunkten weniger belasteten TSV Bayer Dormagen (29:24 beim TuS Volmetal) fest.

Froh ist auch Stefan Neff, wieder Trainer des Tabellendritten sein zu dürfen und somit einer Mannschaft, die durch einen Top-Sechs-Platz die Qualifikation für den DHB-Pokal schaffen kann. „Wir stehen jetzt mit 17:7 Punkten sehr gut da“, sagt der 31-Jährige – wohl wissend, dass die Art und Weise des Sieges über Ahlen wahrscheinlich schon heute kaum noch jemanden interessieren wird. Zumal die Antwort auf die eine Woche zuvor erlittene 21:24-Pleite bei den Bergischen Panthern phasenweise auch im Angriff ausgezeichnet ausgefallen war. Gerade in der ersten Halbzeit, als vor allem die Gegenstöße rollten und sich Ante Vukas hinter seiner 6:0-Deckung mit Todor Ruskov und Dominic Luciano im Innenblock pudelwohl gefühlt hatte. „Da haben wir das sehr gut gemacht“, sagte der SGSH-Schlussmann, der am Samstag nach 16 Minuten gerade mal zwei Treffer kassiert hatte.

Und dann? Offensichtlich kennt Ante Vukas auch Sepp Herberger beziehungsweise dessen Weisheiten. „Ein Handballspiel dauert nicht 30, sondern 60 Minuten“, sagte er. Obwohl er den vielleicht wichtigsten Ball der Partie gehalten hatte, wurmten den SGSH-Torwart die zweiten 30 Minuten, „in denen er kaum noch einen Finger an den Ball bekommen hat“ (Trainer Stefan Neff) und sich Nicholas Plessers auch schon aufgewärmt hatte. „Wir waren in der zweiten Halbzeit alle nicht mehr so gut, haben alle nachgelassen“, erklärte Vukas und war dann auch ganz ehrlich. „Am Ende“, sagte der Zwei-Meter-Kroate, „hatten wir Glück und können froh sein, dass wir gewonnen haben.“

Schon am Freitag (17. November) geht es für die SG Schalksmühle-Halver weiter, und zwar mit einem Kontrahenten, der gewiss von einem anderen Kaliber ist als die Ahlener SG. Das Neff-Team gastiert um 20 Uhr im Ostermann-Forum beim momentan nur Tabellensiebten Leichlinger TV. Die Mannschaft von Trainer Frank Lorenzet hat zwei Minuspunkte mehr als die SGSH und am Samstag den Krimi beim Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf mit dem alles überragenden Julian Schneider (8/1) vor 1045 Zuschauern nur mit 22:23 verloren.

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