Abschiedsstimmung am Löh

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Ein Abend des Abschieds und ein Stück weit auch der Wiedergutmachung für die Pleite von Korschenbroich (Szenenfoto) wartet am Samstag auf Moritz Eigenbrodt und die SGSH. 

Schalksmühle - Der vorletzte Spieltag in der 3. Liga West bringt für die SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend ab 19.30 Uhr am Schalksmühler Löh den Heimkehraus. Zu Gast ist der ATSV Habenhausen, für den es vorerst die letzte Reise in der Drittklassigkeit ist. Ein Abend des Abschieds…

 Die SGSH kann den Abend nach der Soester Niederlage gegen Varel am Sonntag mit großer Gelassenheit angehen. Nach einer Spielzeit, die vor allem eine wie auch immer geartet aufregende gewesen ist, ist der größte anzunehmende sportliche Unfall, der Sturz in die Viertklassigkeit, abgewendet worden. So geht der Blick nach vorne, aber eben auch zurück: Heimkehraus ist immer auch ein Stück weit der Tag zum „Dankeschön-und-auf-Wiedersehen-Sagen“: Dragan Markovic, der bosnische Nationaltrainer aus Wetzlar, wird letztmals auf der SGSH-Bank sitzen. Er hat seine Mission erfüllt, vorzeitig – Ziel erreicht. So ist die SGSH Markovic dankbar. Sehr gut möglich, dass Mathias Grasediek und Axel Meyrich diese Mission genauso erfüllt hätten – im Quervergleich gegen die Gegner, gegen die die SGSH unter beiden Trainern gespielt hat, haben Grasediek und Meyrich bisher noch vier Punkte mehr geholt. Es ist aber für den Tag des Abschieds eine müßige Diskussion.

Ein offizieller Abschied soll es auch für den scheidenden Spielmacher Christian Feldmann sein, der seit Monaten verletzt ist und in der zweiten Saisonhälfte als Zuschauer ein für ihn und das Team unerquickliches Dasein gefristet hat. Und dann ist da noch einer, der war beim Drittliga-Team in diesem Jahr auch „nur“ Zuschauer, allerdings soll er am Samstagabend noch einmal auflaufen dürfen: Mareks Skabeikis verlässt die SGSH nach vier Spielzeiten, der letzten davon in der Landesliga-Reserve. „Das tut mir besonders Leid, ich hätte es gerne gesehen, wenn Mareks geblieben wäre“, sagt 1. Vorsitzende Ken Börner, „Mareks ist sportlich professionell, gewissenhaft und vor allen Dingen ein sehr netter Kerl. Schade, dass er geht.“ Skabeikis zieht es derweil mit der Familie in seine lettische Heimat. Ein letztes Mal soll er am Samstag noch einmal zumindest für ein paar Minuten das SGSH-Tor in der 3. Liga West hüten. Es ist eine Art Abschiedsgeschenk und Zeichen der Wertschätzung für den Torwart-Hünen, der in seiner Zeit im Sauerland viele Freunde gewonnen hat.

Noch eine Rechnung offen

 Sportlich kündigte Axel Vormann schon zu Beginn der Woche an, dass es ein Ausklang mit Vollgas werden soll. Den Fans, die mit in Korschenbroich waren, so der Sportliche Leiter, wolle man noch etwas zurückgeben. Vielleicht auch den Fans, die mit in Habenhausen waren. Da gibt es ja auch noch eine offene Rechnung. Am Nikolaustag verlor die SGSH beim Tabellenletzten in Bremen 23:25, der seinerzeit erst seinen zweiten Saisonsieg feierte. Es war einer dieser Tage, in denen es um den Haussegen der SGSH nicht so gut bestellt war.

Der ATSV Habenhausen hat derweil gerade in Longerich seinen ersten Auswärtssieg der Spielzeit gefeiert. Es ist zumindest ein Zeichen dafür, dass die Bremer sich nicht mit Pauken und Trompeten abschießen lassen wollen auf ihrer Abschiedstour. Was das fürs Spiel bedeutet? Zu hoch sollte man die Erwartungen trotzdem nicht schrauben. Bei aller Motivation, die Dinge gut zu machen, geht es nicht mehr um sportlich Existenzielles, bleibt es unterm Strich ein besseres Freundschaftsspiel im Zeichen allgemeiner Abschiedsstimmung.

SGSH: Formella, Plessers, Skabeikis – Eigenbrodt, Büchel, Weßeling, Dmytruszynski (?), Mayer, Müller, Luciano, Ludwig, Eskericic, Jansen, Wardzinski, Ruskov

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