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SGSH ergänzt Programm um Sportcamp für geflüchtete Kinder aus der Ukraine

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Von: Thomas Machatzke

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SGSH Handball Sportcamp Flüchtlinge
Nach dem Sportcamp für Flüchtlinge im Herbst 2020 (Foto) bietet die SGSH nun ein Sportcamp für geflüchtete Jungen und Mädchen aus der Ukraine an. © Thomas Machatzke

Zwei Camps an drei Tagen in zwei Hallen: Die SGSH gibt in der letzten Ferienwoche in Halver Vollgas. Neben dem normalen Handballcamp gibt es in diesem Jahr auch ein Sportcamp für geflüchtete Jungen und Mädchen aus der Ukraine.

Schalksmühle/Halver – Die letzte Woche der Sommerferien steht bei den SGSH Dragons ganz im Zeichen des Sommercamps. Wobei: Vom Mittwoch bis zum Freitag finden gleich zwei SGSH-Camps in Halver statt. In der Sporthalle Mühlenstraße und in der Halle der benachbarten Humboldt-Schule. Zwei Hallen, zwei Zielgruppen. Neben dem seit Jahren fest etablierten Handballcamp für den Nachwuchs bietet der Handball-Drittligist in diesem Jahr auch ein Sportcamp für geflüchtete Jugendliche und Kinder aus der Ukraine an.

„Wir machen uns seit einiger Zeit Gedanken darüber, wie wir die Flüchtlingskindern aus der Ukraine, die in Halver und Schalksmühle Zuflucht gefunden haben, von den täglichen, grausamen Nachrichten aus ihrem Heimatland ablenken können“, sagt Friedhelm Ziel, der das Camp für die Dragons organisiert hat, „zu loben ist die wieder sehr gute Zusammenarbeit mit Irmtraud Quenzel von der Flüchtlingshilfe Schalksmühle. Sie spricht bei ihren Treffen die Familien an und organisiert alles bis zur Teilnahme, inklusive Festlegung der Sammelpunkte zur Abholung der Kinder. Und sie wird den Start in das Sportcamp erleichtern, indem sie mit einer Übersetzerin das Sportcamp besucht, um den Fahrplan für die drei Tage den ukrainischen Kindern zu übersetzen.“

Den Transport der geflüchteten Kinder und Jugendlichen übernimmt der Omnibusbetrieb Busch, der einen Transport der Kinder von Schalksmühle zur Sporthalle Halver kostengünstig ermöglicht. Aus Schalksmühle werden dabei 19 Jungen und Mädchen zwischen sechs und 17 Jahren dabei sein – hier wurde das Angebot auf Wunsch der Flüchtlingshilfe auch für die geflüchteten Kinder erweitert, die aus anderen Ländern kommen.“

Kinder allesamt aus Schalksmühle, keine Rückmeldung aus Halver

Der einzige kleine Wermutstropfen bei der Aktion: Obwohl die SGSH sowohl die Stadt Halver als auch die dortige Flüchtlingshilfe angesprochen und zum Camp eingeladen hat, gab es aus Halver gar keine Resonanz auf die Aktion. „Wenn sich doch noch weitere Kinder und Jugendliche melden sollten, werden wir alles in Bewegung setzen, um sie auch noch dazu zu nehmen“, verspricht Ziel und hofft vielleicht doch noch auf Zuspruch aus Halver. Wer noch teilnehmen möchte, kann sich bei Friedhelm Ziel (Telefon 0160 96201992) melden.

Zwei Orte, zwei Camps: Während die 19 Geflüchteten in der Halle der Humboldt-Schule mit Sportspielen täglich zwischen 10 und 15.30 Uhr beschäftigt werden sollen, haben sich für das Handballcamp 22 Jungen und Mädchen angemeldet. Auch hier beginnt das Camp um 10 Uhr und endet um 15.30 Uhr. Für Familien, die die Kinder bereits um 9 Uhr bringen, organisiert die SGSH von 9 bis 10 Uhr eine Betreuung in der Sporthalle.

Dragunski, Dmytruszynski und Döscher leiten das Sportcamp

In der Mittagszeit treffen sich die Teilnehmer beider Camps im Foyer der Halle Mühlenstraße zum gemeinsamen Mittagessen. „Wenn sich herausstellen sollte, dass beim Flüchtlingscamp Jungen oder Mädchen dabei, die schon Handball spielen können, werden wie diese möglicherweise auch ins Handballcamp integrieren“, sagt Ziel.

Beim Flüchtlingscamp werden Mark Dragunski (Sportlicher Leiter der SGSH), Maciej Dmytruszynski (Trainer des Drittliga-Teams) und Tjark Döscher (FSJler der SGSH) als Übungsleiter fungieren. Das Handballcamp hat die SGSH diesmal komplett – von der Organisation bis zur Durchführung – extern an die Handballschule Niederrhein vergeben. Hier werden die Jungen und Mädchen aus der Region dann mit neuen Trainern zu tun haben

Freiwilligendienst: SGSH sucht Nachfolger für Tjark Döscher

Aus Varel kam im Sommer 2021 Tjark Döscher zu den SGSH Dragons. Zum einen, um sich als Torhüter im Drittliga-Kader weiterzuentwickeln. Zum anderen, um sich auch im Freiwilligen Sozialen Jahr außersportlich weiterzuentwickeln. Das hat Döscher getan. „Er hat gerade ein ausgezeichnetes Zeugnis erhalten“, sagt Friedhelm Ziel, der den jungen Norddeutschen im FSJ betreut hat. Döschers Zeit indes ist bald um im FSJ. Er wird dem Verein als Torwart erhalten bleiben, ansonsten aber sein Studium beginnen. Die SGSH sucht deshalb nun einen neuen Mitstreiter im Freiwilligendienst – da das FSJ-Kontingent des Landessportbundes ausgereizt ist, soll es nun ein Bufdi (Bundesfreiwilligendienst) sein.

Friedhelm Ziel benennt den Aufgabenbereich und das Gesamtpaket für Interessenten: das Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in Kitas, Schulen und Verein, die gute Anleitung und Ausbildung durch erfahrene und kompetente Trainer, die Integration ins Jugendtraining, das Vermitteln von Organisationskenntnissen und die Teilnahme an Sportcamps, die Ausbildung zum C-Lizenztrainer (sofern die Verbände Lehrgänge im Bufdi-Jahr anbieten), das Vermitteln von Projektmanagement-Kenntnissen und das Vermitteln von Microsoft Office-Kenntnissen.

Interessenten wenden sich bei den SGSH Dragons an den 2. Vorsitzenden André Krause (E-Mail: a.krause@sgsh.de).

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