Schwierige Zieldefinition

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Verspricht eine kämpferische und leidenschaftliche Mannschaft: Stefan Neff. 

Halver – Zu Sponsoren-Netzwerk-Treffen der SGSH Dragons gehört auch ein Ausblick des Aushängeschildes, also der Drittliga-Mannschaft. Zum vierten Mal bei der achten Auflage durfte sich Trainer Stefan Neff vor den Freunden und Gönnern des Handball-Drittligisten erklären. Also ‘business as usual’? Ja und nein. Vielleicht eher „the same procedure as every year”: Der Zeitpunkt für Erklärungen ist mitten zwischen den Spielzeiten ein zumindest nicht idealer.

Daran wird sich nicht viel ändern. Die SGSH Dragons sind gerade Vizemeister der 3. Liga West geworden. Der Vorsitzende Markus Knuth hatte das gelobt, aber er hatte auch gesagt. „Wenn wir die Entwicklungen mit Weitsicht und Demut weiter vorantreiben, können wir auch irgendwann mal wirklich ans Tor zur 2. Bundesliga anklopfen. Das Ziel muss nicht die 3. Liga sein…“

Und Stefan Neff? Der wollte gar nicht über Platzierungen reden und über die 2. Bundesliga. Was sollte er auch sagen? Die Ligazusammensetzung ist bis zum 16. Juni eine Unbekannte in allen Prognosen. Neben Hagen und den Rhein Vikings spekulierte der Trainer auch über Wilhelmshaven als möglichen Zugang für die Weststaffel. Dann wäre es eine Staffel mit drei Zweitliga-Absteigern, eine mithin sehr starke Staffel.

Dazu ist auch die Kaderzusammenstellung noch nicht endgültig, wobei sich die Verantwortlichen hier erst einmal nicht so konkret fassen. Dass die Dragons noch einen gestandenen Kreisläufer suchen, der auch in der Abwehr eine wichtige Rolle spielen kann, ist kein Geheimnis. Die Suche aber gestaltet sich schwierig, wie Geschäftsführer Mark Wallmann am Rande des Treffens erklärte. Um jeden Preis werden die Dragons hier nicht nachrüsten. Mit Steffen Prior und Cedric Geitmann hat der Kader zwei Kreisläufer. „Und wenn es nicht klappt, spielen wir mit den jungen Leuten“, sagte Wallmann.

"Extreme Verjüngung"

Auch Stefan Neff sprach in seinen Ausführungen zur neuen Saison von „extremer Verjüngung“ im Kader und davon, dies gar nicht so unbedingt angestrebt zu haben („Die Veränderungen waren teils gewollt, teils nicht gewollt…“). Nun aber gehe man den Pfad mit jungen, ehrgeizigen Spielern weiter. Spielern, die „einfach diese Leidenschaft“ mitbrächten, darunter die Eigengewächse Finn Schnepper, Luca Jannack und Cedric Geitmann, was die Sponsoren sichtlich freute.

Von den Neuen war mit Linkshänder Moritz Frenzel (Neff: „Es ist eine Ehre, ihn bekommen zu haben. Er hat in der Oberliga für Furore gesorgt…“) einer da. Kai Bekston und Dominik Spannekrebs stehen noch in Ahlen und Menden bis zum 30. Juni unter Vertrag und werden auch beim Trainingsauftakt am Dienstagabend an der Mühlenstraße fehlen.

"Nahbare Mannschaft"

Einen Tag nach dem Pfingstfest geht es für die Dragons nämlich schon in die Vollen. „Mittlerweile hat man in der 3. Liga Respekt vor uns. Und ab Dienstag werden wir Vollgas geben, damit das so bleibt“, sagte Neff vor den Sponsoren und versprach eine Mannschaft, die „nahbar und nicht abgehoben“ sein werde. Eine Mannschaft, „die der Region ein Stück zurückgeben wolle für das Privileg, auf diesem Niveau arbeiten zu dürfen.“ Neff versprach Leidenschaft und Kampf, und dann sagte er es doch noch, ganz am Ende. „Ich bin ein junger Trainer“, stellte der 32-Jährige aus Hagen fest, „natürlich habe auch ich den Traum von der 2. Bundesliga. Aber wir müssen erst einmal sehen, wie sich die Dinge entwickeln…“

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