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SGSH Dragons: Spielmachersuche in der direkten Nachbarschaft

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Von: Thomas Machatzke

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Handballer im Zweikampf
Könnte Lukas Kister (rechts) ein Kandidat für die SGSH sein und schon bald mit Philipp Dommermuth (rechts) und Fabian Hecker (Mitte) zusammen auf dem Parkett stehen? Die SGSH sucht jedenfalls einen neuen Mittelmann, der mit Zweitspielrecht von einem Zweitligisten kommt. © Thomas Machatzke

Die SGSH Dragons schauen sich nach einem Ersatz für Spielmacher Lukas Hüller bei den Zweitliga-Nachbarn um. Ein junger Mittelmann mit Zweitspielrecht aus Hagen oder Ferndorf könnte die Lösung sein.

Schalksmühle – Die neue Drittliga-Saison soll Ende August starten, doch über genauere Modalitäten weiß man dieser Tage noch nichts. Während in Westfalen die Spielmodelle für die Oberliga und Verbandsliga bereits grob feststehen, wird der Staffeltag der Drittligisten erst gegen Ende des Monats oder Anfang Juni stattfinden. Der Grund: Erst dann wird feststehen, wer aus der 2. Bundesliga ab- und wer aus den Landesverbänden aufsteigt.

Bei zwölf Aufsteigern aus den Landesverbänden wäre die Mannschaftszahl im Maximalfall auf 85 gewachsen in der 3. Liga der Männer. 85 Mannschaften wären für den neuen Vorsitzenden der Spielkommission der 3. Liga, Andreas Tiemann, eine Art Worst-Case-Szenario gewesen: genau eine Mannschaft zu viel für manches Staffelmodell.

Dieses Szenario ist aber nun vom Tisch, denn sowohl die Oberliga Hessen als auch die Oberliga Ostsee/Spree haben definitiv erklärt, keinen Aufsteiger zur 3. Liga zu stellen. Da eine Austragung von Aufstiegsrunden nicht möglich ist, haben sie – anders als Westfalen mit der TSG Altenhagen-Heeren – keinen Aufsteiger am grünen Tisch bestimmt.

SGSH: Spielmachersuche in der Nachbarschaft

Für Tiemann bedeutet dies, dass es nach Abschluss aller Runden (auch die Regionalliga Nordrhein will bis Ende Juni noch zwischen Ratingen, Essen II und Rheinhausen den Aufsteiger auf sportlichem Weg ermitteln) noch maximal 83 Mannschaften werden könnten. Und damit drängen sich zwei Modelle auf: Entweder eine Saison mit sechs Zwölfer-Staffeln und einer Elfer-Staffel. Oder ein Modell mit fünf 14er-Staffeln und einer 13er-Staffel. Eine Staffelgröße wie vor der Saison 20/21 mit 18 Mannschaften, die dann sogar Realität wurde, werden die Spieltechniker in ihrem Bauchladen diesmal nicht anbieten.

„Je kleiner die Staffel, desto besser“, sagt Mark Schür, Vorsitzender der SGSH Dragons, der in dieser Frage aber relativ entspannt ist. Zwölf oder 14 Mannschaften machen keinen so großen Unterschied. „Vielleicht würde ich im Zweifel sogar Zwölfer-Staffeln favorisieren“, sagt Schür nach den Erfahrungen der Vorsaison, „wichtig ist mir vor allem, dass wir eine vernünftige Saison spielen können.“ Anfang Juli wird die 1. Mannschaft der Dragons in die Vorbereitung auf diese Saison einsteigen. Bis zu diesem Zeitpunkt wünscht sich Schür, wenn möglich, eine Klärung der vakanten Stelle im zentralen Rückraum. Mit dieser Klärung wären die Saisonplanungen dann abgeschlossen.

Wir wollen erst mit den Vereinen sprechen, ob so etwas für sie überhaupt in Frage kommt. Und danach mit dem Spieler. Diesen Weg müssen wir schon einhalten.

Mark Schür (1. Vorsitzender SGSH Dragons)

„Wir haben uns zuletzt viel mit Mark Schmetz ausgetauscht. Es wird wohl auf eine Lösung mit Doppelspielrecht hinauslaufen“, sagt Schür. Der Vorsitzende grenzt den Plan, einen jungen Mittelmann, der in der 2. Bundesliga noch nicht so viele Spielanteile bekommt und somit bei der SGSH Praxis sammeln könnte, ein. „Sinnvoll wäre natürlich eine Lösung mit einem Spieler aus Hagen oder Ferndorf, alles andere ist ja weiter weg“, sagt Schür, „wir haben da schon Gedanken, aber wir wollen erst mit den Vereinen sprechen, ob so etwas für sie überhaupt in Frage kommt. Und danach mit dem Spieler. Diesen Weg müssen wir schon einhalten.“

Vier Namen in der Verlosung

Die SGSH hält sich, was Namen angeht, also bedeckt. Beim Zweitligisten in Ferndorf könnte so eine Lösung indes vor allem Linus Michel sein, der aktuell mit SGSH-Routinier Christopher Klasmann im Zweitliga-Saisonfinale steht. In Hagen gäbe es gleich mehrere Optionen. Zuletzt haben in der Aufstiegsrunde beim Team von Stefan Neff sowohl Niko Bratzke als auch Luca Klein, die direkt aus dem Hagener Nachwuchs kommen, einen sehr guten Eindruck hinterlassen, haben auf ihrer Position aber natürlich mit Valentin Schmidt einen gestandenen Hochkaräter vor sich.

Eine weitere Option in Hagen könnte Lukas Kister sein. Der Ex-Mindener spielt bei der Eintracht vor allem in der Defensive, aber auch nicht so viel. Er wäre die Lösung mit der größten Erfahrung und zudem eine starke Defensiv-Option. So bleibt das Finale der Personalplanung bei den Dragons ein spannendes.

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