Handball

SGSH Dragons: Restart verschoben, keine Spiele im Januar

Handballer im Zweikampf
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Gegen Hagen sollte die Saison für die SGSH am 9. Januar weitergehen – daraus wird nichts. Alle Januar-Spiele sind abgesetzt.

Die Spielkommission der 3. Liga der Handballer hat den Saison-Restart frühzeitig verschoben. Alle Januar-Spiele wurden abgesetzt. Nun hofft man, dass es im Februar wieder losgehen kann.

Schalksmühle – Die Nachricht an sich kommt nicht überraschend, der Zeitpunkt überraschte den 1. Vorsitzenden des Handball-Drittligisten SGSH Dragons dann aber doch. „Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet“, sagt Mark Schür und meint die frühzeitige Verlängerung der Saison-Aussetzung in der 3. Liga bis Ende Januar, „ich habe zumindest den Zeitpunkt mit einem Schmunzeln zur Kenntnis genommen…“

„Der letzte Monat hat leider keine spürbare Senkung der Corona-Fallzahlen zur Folge gehabt, und wir müssen weiterhin auf flächendeckend geöffnete Hallen warten“, schreibt der Deutsche Handball-Bund in einer Mitteilung an alle Vereine, „bei all der gesundheitlichen und gesellschaftlichen Verantwortung, die wir alle zu tragen haben, ist dieser Stillstand ein großer Verlust für den Handball. Der Spielbetrieb und das Training liegen wieder einmal brach. Planungssicherheit bleibt weiter Wunschdenken. Wir hoffen, die Vereine sind weiterhin optimistisch und bleiben so engagiert wie bisher. Dann sind wir sicher, auch diesen erneuten Stillstand meistern zu können.“

SGSH Dragons: Restart verschoben, keine Spiele im Januar

Die Spielkommission 3. Liga habe sich zur aktuellen Situation ausgetauscht und sehe leider keine realistische Chance, Anfang Januar den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Das Präsidium und der Vorstand haben deshalb gemeinsam beschlossen, ihren Beschluss vom 30. Oktober zu verlängern und den Spielbetrieb der 3. Liga und auch in der Jugend-Bundesliga bis zum 31. Januar weiterhin auszusetzen.

Eigentlich hatte die SGSH am zweiten Januar-Wochenende mit einem Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen den Restart bestreiten sollen. Es hätte sportlich ein absolutes Highlight sein können. Im Januar fallen für die Dragons nun außerdem die Gastspiele beim Team HandbALL Lippe und beim Neuling ATSV Habenhausen aus, dazu das Heimspiel gegen den GSV Eintracht Baunatal, ein weiteres Topteam der Liga.

Sollte die Saison tatsächlich am 6. und 7. Februar weitergehen, so würde dann im Spielplan für die SGSH ein Gastspiel in Gensungen stehen. Diese Paarung hat es indes bereits zum Saisonauftakt gegeben, so dass der DHB nun ab Anfang Februar einen neuen Spielplan erstellen kann.

Mark Schür plädiert für eine Annullierung der Saison

Für Mark Schür ist mit der Verschiebung, auf die nach der ausbleibenden Öffnung aller Drittliga-Sporthallen für den Trainingsbetrieb vieles hindeutete, klar, dass für das Saisonfinal-Szenario zeitlich wohl nun nur noch die Wertung der Saison nach einer Einfach-Runde – ohne verkürzte Rückserie und ohne Playoffs – in Fragen kommen dürfte. „Es wird zwar immer wieder mal darüber gesprochen, dass man auch in den Juli oder August hinein spielen könnte“, sagt Schür, „aber dabei muss man bedenken, dass die Verträge so mancher Spieler Ende Juni auslaufen. Das geht also nicht so leicht.“

Und noch etwas bemerkt Schür mit einer gewissen Süffisanz: „Nach aktuellem Stand würde der HV Westfalen den Spielbetrieb eher wieder aufnehmen als die 3. Liga“, sagt er, „also müsste unsere 2. Mannschaft, die im Moment gar nicht trainieren darf, eher wieder spielen als unsere 1. Mannschaft, die als Profiteam gilt.“ Schür betont dies, um aufzuzeigen, welcher Flickenteppich bei den Entscheidungen über die Handball-Saisonfortsetzung inzwischen entstanden ist. Er kommt für sich zu einem klaren Schluss: „Ich würde die Saison unterhalb der 2. Bundesliga komplett annullieren und im Herbst neu beginnen“, sagt Schür, „das wäre aus meiner Sicht aktuell die sinnvollste Lösung.“

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