Wochenende der "Vier-Punkte-Spiele"

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Björn Traumüller (rechts) will mit der HSV Plettenberg/Werdohl gegen Recklinghausen wieder einen Sieg bejubeln.

Kreisgebiet - Höchst wichtige Aufgaben warten am Wochenende auf die abstiegsgefährdeten heimischen Handball-Verbandsligisten SGSH Dragons II und HSV Plettenberg: Beide stehen vor lösbaren "Vier-Punkte-Spielen" in eigener Halle.

SGSH Dragons II - Westfalia Halingen (Smastag, 16.30 Uhr, Sporthalle Löh):  Die Tabelle lügt nicht. Und aus genau diesem Grund gibt es vor dem Aufeinandertreffen keine zwei Meinungen. „Ein 4-Punkte-Spiel“, sagt Dragons-Co-Trainer Alex Druskus, im Gästelager sieht man das genauso. Schlusslicht Halingen bringt es aktuell auf vier Zähler, die SGSH auf deren acht.

Im Klartext: Halingen hilft nur ein Sieg weiter, und auch die Gastgeber wären gut beraten, doppelt zu punkten, um sich nicht ein Frühjahr mit vielen nervenzehrenden „Endspielen“ zu bescheren. Die Parallelen zwischen beiden Teams sind auch auf personeller Ebene erkennbar. Sowohl die Dragons als auch die Westfalia haben den langfristigen Ausfall mehrerer Stammspieler zu beklagen, wobei es den Gast aus dem märkischen Nordkreis noch härter traf als die vom Schicksal ebenfalls nicht bevorzugte Dragunski/Druskus-Sieben. Roland Ammelt, Dennis Bichmann, Michael Gutzeit, Sören Selle und Andreas Grote standen über weite Strecken der Hinrunde nicht zur Verfügung – ein Verlust, der nicht zu kompensieren war. So nistete sich Halingen früh am Tabellenende ein, tauschte bereits Ende Oktober vergangenen Jahres den Trainer (Jörg Walter für Armin Saracevic). Die Landesliga rückt dennoch näher, wobei sich das „Handballdorf“ noch nicht aufgegeben hat.

HSV Plettenberg/Werdohl - PSV Recklinghausen (Samstag, 19 Uhr, Plettenberg-Böddinghausen): Drei der fünf Konkurrenten im Abstiegskampf der Verbandsliga kommen im Verlauf der Rückrunde noch ins Lennetal. Dreimal wird sich folglich die Gelegenheit für die HSV bieten, mit den eigenen Fans im Rücken wichtige Siege zu erringen. Die erste dieser drei Chancen ergibt sich gegen die PSV Recklinghausen, mit 10:22 Punkten auf Rang elf notiert. Die HSV ist mit 8:24 Zählern Vorletzter, kann aber mit einem Erfolg am Team aus dem Vest vorbeiziehen, zumal dann auch der direkte Vergleich für das Team von Trainer Kai Henning sprechen würde. Denn im Hinspiel gab es mit 27:20 den einzigen Auswärtssieg für die Handballer aus Plettenberg und Werdohl. Also auch ein Vier-Punkte-Spiel an der Lenne.

„Es wird sich erst ganz am Ende entscheiden, wer in der Liga bleibt und wer absteigen muss. Das wird eine ganz enge Geschichte. Gewinnen wir acht der zehn letzten Spiele, bleiben wird drin“, ist Trainer Kai Henning überzeugt, sagt aber auch: „Ergebnisse sind nicht planbar, das sieht man an den letzten Resultaten.“

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