Handball

Ein Schneckenrennen um Platz drei

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Im Kampf um Platz drei hat aktuell der Longericher SC (hier Spielszene mit Lukas Hüller in Longerich gegen Nico Pyszora) die Nase vorn – auch die Kölner haben indes noch schwere Spiele gegen Spenge und die Panther, können schnell wieder zurückfallen.

Schalksmühle - Am kommenden Wochenende erwarten die SGSH Dragons in der 3. Liga Nord-West eine Mannschaft, die sich absolut im Aufschwung befindet und somit das Pendant zur Mannschaft um Trainer Mark Dragunski darstellt.

Die Serie von fünf Spielen ohne Punktgewinn legt einen anderen Schluss nahe, doch der Kampf um den dritten Platz in der 3. Liga Nord-West ist für die SGSH Dragons noch kein aussichtsloser. Aktuell belegen die Schützlinge von Mark Dragunski mit 24:18 Punkten Rang sieben, doch die Konkurrenz – Longericher SC (27:15), TuS Spenge (25:17), HSG Bergische Panther (25:19) und OHV Aurich (24:16) – ist noch auf Schlagdistanz. 

„Es ist noch gar nichts entschieden, aber wir müssen langsam handeln, müssen eine Serie starten“, sagt SGSH-Co-Trainer Hans-Peter Müller, „am besten direkt am Sonntag bei den Bergischen Panthern, denn das ist ein direktes Duell. Aber da wartet ein richtig heißer Tanz auf uns, denn die Panther sind richtig gut drauf.“ 

Der Blick zum Team von Marcel Mutz rückt in der Tat zwei Aspekte in den Blickpunkt: Zum einen ist es mit Blick auf die schwache Hinserie der Burscheider überaus erstaunlich, dass die im Kampf um Platz drei und die DHB-Qualifikation überhaupt wieder eine Rolle spielen – es verdeutlicht, dass das Rennen um den dritten Rang inzwischen eine Art Schneckenrennen geworden ist. 

Zum anderen siegten die Panther am Sonntag in Aurich – trotz des Ausfalls von Ex-Zweitliga-Kreisläufer Max Weiß, der am Wochenende Vater geworden war, Simon Wolter (Mittelfußbruch) und Philipp Hinkelmann, der für die Reserve geschont wurde. „Die Panther haben da praktisch mit acht Feldspielern gewonnen – und da war ein Heider dabei, der mit Fieber gespielt hat“, sagt Müller, der sich mit Marcel Mutz ausgetauscht hat, „für die Panther war das vor diesem Publikum mit ihrem Rumpfteam der emotionalste Moment in dieser Saison.“ 

Dass die Burscheider nach mauer Hinrunde und einem 22:39 zum Jahresstart in Wilhelmshaven 10:0 Punkte geholt haben, zeigt, dass es auch anders gehen kann als bei den Dragons. „Wir haben intensiv gesprochen“, sagt Müller, „die Mannschaft steht jetzt in der Pflicht. Es gibt keine Alibis mehr.“ 

Wenn es noch für den DHB-Pokal reichen soll, müssen vor allem in den ausstehenden direkten Duellen Siege her, also am Sonntag bei den Panthern und am Samstag darauf gegen den TuS Spenge. Gegen die anderen sechs Mannschaften aus der „Top 7“ der Liga hat die SGSH bisher keine gute Bilanz: In zehn Spielen stehen da 6:14 Punkte zu Buche. Nur gegen Longerich und die Panther reichte es zu Heimsiegen, dazu gegen Aurich und Wilhelmshaven daheim zu zwei Unentschieden. In Wilhelmshaven, Hagen, Longerich, Aurich und Spenge gingen die Handballer aus dem Sauerland leer aus. Insofern ist das Gastspiel in Burscheid – die Partie findet in der Sporthalle Auf dem Schulberg statt, weil die Max-Siebold-Halle aufgrund eines Schadens am Trennvorhang gesperrt ist – für das Dragons-Team die letzte Chance, diese trübe Bilanz zumindest ein bisschen zu korrigieren.

Heute Abend Nachholspiel in Aurich

Heute Abend um 20 Uhr findet ein Nachholspiel in der 3. Liga Nord-West statt: Der OHV Aurich empfängt in der Sparkassen-Arena den Wilhelmshavener HV zum Nordduell. Der WHV braucht noch zwei Siege, um den Titelgewinn perfekt zu machen. Den ersten wollen die Köhrmann-Schützlinge direkt heute Abend in Ostfriesland einfahren.

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