Handball, 3. Liga Nord-West

Ein strammer Arbeitstag

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Natko Merhar möchte mit der SGSH einen Heimsieg gegen den LTV einfahren.

Schalksmühle – Das wird mal ein richtig strammer Arbeitstag für Mark Dragunski. Um ca. 12.45 Uhr dürfte der Ex-Nationalspieler in Diensten der SGSH Dragons am Samstag die Sporthalle am Löh betreten und erst gegen 23 Uhr wieder verlassen.

Dazwischen liegen die Spiele der Verbandsliga-B-Jugend, der Verbandsliga-Senioren und des Drittliga-Teams gegen den Leichlinger TV (Anwurf erst um 20 Uhr), die Dragunski allesamt als verantwortlicher Trainer betreut. 170 Minuten Nettospielzeit, drei vorbereitende Ansprachen, dreimal Motivation und gegebenenfalls Nachjustierung in der Halbzeit, maximal sieben Team-Timeouts. Mehr geht nicht. Doch der Hüne aus dem Vest beschwert sich nicht. „Klar, ist schon viel“, sagt er, „aber vielleicht schaffen wir ja sogar 6:0 Punkte. Das würde vieles leichter machen.“

Am Ende der benannten Kette steht das Drittliga-Spiel gegen die Pirates aus Leichlingen. Tabellenfünfter (SGSH) gegen den Rang-13. (Leichlingen) – die Rollen sind klar verteilt. Der Gast aus der Blütenstadt erlebt aktuell einen noch nicht abgeschlossenen Erneuerungsprozess. Nicht nur viele altgediente „Piraten“ sind nicht mehr an Bord, auch der Kapitän hat gewechselt.

Novickis noch nicht bei 100 Prozent

Im August vergangenen Jahres wurde mit Frank Lorenzet ein überaus charismatischer Coach beurlaubt, der 15 Jahre lang die Geschicke des Leichlinger Drittliga-Teams gelenkt hat. Sein Nachfolger ist Lars Hepp, ein im Bergischen Land ebenfalls bestens vernetzter Übungsleiter, der vom HSV Hamburg in heimische Gefilde zurückgekehrt ist. Hepp obliegt es, eine in großen Teilen neue Mannschaft aufzubauen, wobei zumindest einige Leistungsträger die gleichen geblieben sind. Linkshänder Maik Schneider beispielsweise nennt SGSH-Trainer Mark Dragunski als ersten, wenn es um die Stärken des LTV geht.

Oder Christoph Gelbke. Oder Valdas Novickis. Der 33-Jährige zählte einst zu den besten Mittelmännern der Liga, ehe er sich einen Achillessehnenriss zuzog und für acht Monate ausfiel. Am 18. Oktober feierte er bei der 26:27-Heimniederlage sein Comeback, seine alte Klasse hat der Litauer aber noch nicht wiedererlangt. Und dennoch: „Da sind schon einige Jungs drin, die richtig was drauf haben“, klingt Respekt aus den Worten Mark Dragunskis, der durch den Leichlinger Auswärtscoup in Hagen untermauert wird.

Dragons nehmen Favoritenrolle an

Gleichwohl nehmen die Dragons die Favoritenrolle an, wollen eigentlich anknüpfen an das, was bei der hauchdünnen Auswärtsniederlage in Spenge gezeigt wurde. „Am Ende kommen viele ärgerliche Kleinigkeiten zusammen, einen Punkt hätte ich schon gerne mitgenommen“, sagt Dragunski. Versäumtes soll am Samstag nachgeholt werden – mit nahezu unverändertem Kader.

David Bleckmann (Bauchmuskelprobleme) und Dominik Spannekrebs fallen weiterhin aus, auch Alexandre Brüning (krank) ist fraglich. Mark Dragunski indes ist fit und hat für Sonntag einen ganz klaren Plan: „Da mache ich mal gar nichts.“ Irgendwie verständlich...

Dragons: Vukas, Borchert – Merhar, Schetters, Diehl, Klasmann, Hüller, Brüning (?), Hecker, Tubic, Frenzel, Geitmann, Prior, Bekston

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